Presse Potpourri an Aufenthalten in verschiedenen Ländern der Welt

Studierende kleinerer Hochschulen haben offensichtlich durch intensive Hochschulbetreuung größere Chancen

Gleich zu Semesterbeginn gab es ein schönes Wiedersehen zu feiern: Der Bereich Sprachen/Internationales am RheinAhrCampus Remagen hatte zum Erinnerungsfoto alle Studierenden, die das Sommersemester ganz oder teilweise im Ausland verbracht haben, eingeladen. Komplett war die Mannschaft bei weitem nicht – einige der sogenannten “Outgoings” konnten sich von dem fremden Land gar nicht trennen und waren immer noch oder schon wieder auf "Mission International".

Die Palette der Länder, die für Praktika oder Auslandssemester bereist wurden, ist breit gestreut: Für neun Studierende ging es im August mit der "Summer School" in die USA. Begleitet von Jens Andreas Faulstich, Lehrkraft für besondere Aufgaben am RheinAhrCampus, verbrachten sie drei Wochen an der Coastal Carolina University in Myrtle Beach. Durch die Unterbringung in Studentenwohnheimen und Teilnahme an regulären Vorlesungen hatten sie die Gelegenheit, in das amerikanische Hochschulsystem hineinzuschnuppern und herauszufinden, ob sie für längerfristige Studienaufenthalte geschaffen sind. Für zwei Teilnehmer haben sich erste Ideen durch die Summer School in feste Vorhaben verwandelt: Matthias Göring möchte ein ganzes Jahr in Myrtle Beach studieren und Benjamin Baschab bereitet sich auf sein Praxissemester an der australischen Partneruniversität University of Southern Queensland vor. Beide studieren am RheinAhrCampus Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Logistik und E-Business. Der gebürtige Luxemburger Laurent Jossa, ebenfalls Student in Logistik und E-Business, hat ein Praktikum bei der Lufthansa Cargo AG in Prag absolviert. Er erhielt in dem Weltlogistikunternehmen eine Top-Ausbildung und Weiterqualifizierung seiner im Studium erworbenen Kenntnisse. Nicht zuletzt durch seine Leistungen und seinen Einsatz wurde zwischen der Lufthansa Cargo AG und dem RheinAhrCampus ein Abkommen geschlossen, das einen Praktikumsplatz pro Semester für eine/n Studierende/n in Prag vorsieht. Jossa wurde u. a. hierfür der Förderpreis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für ausländische Studierende verliehen. Wie Laurent Jossa erhielt auch seine Nachfolgerin Lydia Sawatzky zum Praktikumsplatz in dem Weltunternehmen eine Förderung durch ein Stipendium des europäischen Förderprogramms Leonardo.

Silvia Benderoth und Ines Baur, beide Studentinnen des Studiengangs Gesundheits- u. Sozialwirtschaft, zog es für ein Semester an die spanische Partnerhochschule “Universitat Jaume I” nahe der schönen Studentenstadt Valencia. Beide haben sich wacker in den Lehrveranstaltungen geschlagen, indem sie an der Uni und in ihrer Freizeit ihr Spanisch und sogar Katalanisch trainiert haben. Der Dritte im Bunde war Florian Kappels, Student im Studiengang Sportmanagement, der nach einem Semester in Texas gleich noch eines in Spanien anschloss und sich dort zuhause fühlt. Und - wen wundert's bei der Vorgeschichte - Florian Kappels ist jetzt bereits wieder in Valencia und bereitet seine Diplomarbeit bei einer spanischen Reiseagentur vor. Die Kontakte zu dem Unternehmen hatte er direkt vor Ort geknüpft.
Den Frühling in Paris verbracht haben Franziska Bienz (Gesundheits u. Sozialwirtschaft) und Tessa Schulte (Logistik und E-Business). Sie studierten ein Semester an der Université Val de Marne direkt in Paris. Franziska Bienz hat schon in der Erstsemesterbegrüßungsveranstaltung über ihre bleibenden Eindrücke und positiven Erfahrungen, die sie nicht mehr missen möchte, engagiert berichtet und womöglich schon den ein oder anderen Studierenden für das entscheidende "bisschen Farbe im Lebenslauf" begeistert. Tessa Schulte stürzte sich ins Abenteuer Frankreich-ohne-Französisch-zu-beherrschen und lernte erst während ihres Aufenthalts in Frankreich die französische Sprache. Die hat ihr dann aber so gut gefallen, dass sie jetzt noch in Paris ein Praktikum bei der Lufthansa Cargo AG absolviert, ebenfalls mit Unterstützung des Förderprogramms Leonardo.
Deborah Bendels (Sportmanagement) hatte Gelegenheit, in Australien zu arbeiten und bei Verwandten zu wohnen. Sie hatte einen "Live"-Einblick in den australischen Alltag und natürlich die besten Fremdenführer, die man sich wünschen konnte. Das Praktikum, das sie auf eigene Initiative gesucht hatte, absolvierte sie bei "Planet Sport Tours Australia", einer Agentur, die Gruppenreisen im Sport- und Eventbereich organisiert. "Die Chance, in so einem Unternehmen ein Praktikum in diesem Land zu machen, konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Auch für später ist es mir total wichtig, diese Job-Erfahrung in meinem Lebenslauf zu haben", betonte Bendels. Sie wohnte einen Sommer lang an der Südseite Australiens in der atemberaubend schönen Gegend von Adelaide, nahe der Hauptstadt Canberra und ist sich sicher, dass sie nicht zum letzten Mal den fünften Kontinent besucht hat. "Sydney ist die genialste Stadt, die ich je gesehen habe; es war superschön, aber auch unglaublich kalt", so Bendels weiter.
Boston/Massachusetts war das Ziel von Dirk Grebert und René Michels, beide Studenten im Fachbereich Mathematik und Technik des Studiengangs Lasertechnik. Sie verbrachten dort ihr Diplomsemester an der renommierten Harvard Medical School, Massachusetts General Hospital (MGH). Am MGH gelangen bereits einige bahnbrechende Erfindungen, wie z. B. 1846 die erste Operation mit Narkose. Die beiden Studenten haben unvergessliche und wertvolle Erfahrungen mit der Stadt, dem Job und den Kollegen sammeln können. Erwähnt sei auch, dass die beiden den Blackout an der Ostküste hautnah miterlebt haben und dies sicherlich auch ein unvergessliches Erlebnis ihres Aufenthalts war.
Und last, but not least: "Aotearoa, das Land der langen weißen Wolke”, so nennen die Maoris, die Ureinwohner Neuseelands ihre zwei Inseln am anderen Ende der Welt. Tim Voelkel (Sportmanagement) absolvierte sein Praxissemester bei der New Zealand Snowboard Association in den neuseeländischen Alpen und erlebte die einzigartige Schönheit dieses Landes mit seinen offenherzigen Bewohnern. Die Arbeit beim Verband war absolut interessant und befasste sich mit der Optimierung der Mitgliederverwaltung, Veranstaltungsorganisation und des Sponsorings. „Mit zurückgebracht nach Deutschland habe ich die neuseeländische Lockerheit und den unkomplizierten Umgang miteinander, den ich hoffentlich auf einige meiner Mitmenschen hier übertragen kann: No worries and it’s all good!”, freut sich Voelkel noch im nachhinein.
Die Zahl der Studierenden, die einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt in ihr Studium am RheinAhrCampus integrieren, nimmt kontinuierlich von Semester zu Semester zu. Zu Recht heben sie sich ab und sind um eine Nuance flexibler, aufgeschlossener und generell voller Power. Sie alle haben auch bewiesen, dass sie sich im Arbeitsleben oder im Studium fernab von zuhause, Familie und Freunden in einer anderen Sprache behaupten können. Der Aufenthalt mit all seinen Höhen und Tiefen war eine Erfahrung, die die “Outgoings” nicht mehr missen möchten. Viele von ihnen haben die Eindrücke bei der Planung ihres weiteren Lebenswegs unterstützt oder ihnen eine überraschend andere Richtung gegeben. Zu allen Programmen und Möglichkeiten erfahren Sie Wissenswerte bei Sprachen/Internationales, neukirchen.