Sozialwissenschaften Der Fachbereich

50 Jahre Koblenzer Fachbereich Sozialwissenschaften

  • Prof. Dr. Günter J. Friesenhahn

    Prof. Dr. Günter J. Friesenhahn führte in das Thema der Tagung ein: Grenzen ziehen, mit unterschiedlichen Grenzziehungen umgehen, Soziale Arbeit sei eine globale Profession, die lokal arbeite, aber von ihrem Verständnis her immer auch wissensbasiert politisch wirke

  • Prof. Otto Filtzinger

    Prof. Otto Filtzinger wieß auf das gemeinsam entwickeltes Modul für eine interkulturelle Pädagogik in der Erzieherausbildung hin

  • von links: Prof. Friedrich W. Seibel, Prof. Dr. Annamaria Campanini, Prof. Dr. Günter J. Friesenhahn

    von links: Prof. Friedrich W. Seibel, Prof. Dr. Annamaria Campanini, Prof. Dr. Günter J. Friesenhahn

  • Buchcover Soziale Arbeit - Begegnung mit Grenzen

    Festschrift zum Thema: Soziale Arbeit - Begegnung mit Grenzen

Zu einem internationalen Symposium zum Thema „Soziale Arbeit – Begegnung mit Grenzen“ hatte der Fachbereich Sozialwissenschaft der der Hochschule Koblenz Wissenschaftler*innen aus dem internationalen Kontext eingeladen. Erst am Ende der im Internet übertragenen Veranstaltung, an der über 50 Personen teilnahmen, wurde der eigentliche Anlass deutlich: Die Überreichung einer Festschrift genau zu dem Thema, die von Personen verfasst wurde, die vom Leben und Wirken des bis Anfang 2021 amtierenden Dekans Prof. Dr. Günter J. Friesenhahn inspiriert wurden.
In seiner Begrüßung der überwiegend in englische Sprache durchgeführten wissenschaftlichen Tagung hob der derzeitige Dekan Prof. Dr. Armin Schneider hervor, wie aktuell das Thema der Begegnung mit Grenzen für die Soziale Arbeit sei, gerade in Bezug auch zu einer Pandemie und den Ereignissen in Afghanistan. Als besonderen Gast konnte er die Präsidentin der International Association of Schools of Social Work (IASSW), Prof. Annamaria Campanini aus Mailand begrüßen. Friesenhahn führte in die Thematik der Tagung ein: Grenzen ziehen, mit unterschiedlichen Grenzziehungen umgehen, Soziale Arbeit sei eine globale Profession, die lokal arbeite, aber von ihrem Verständnis her immer auch wissensbasiert politisch wirke. Campanini wies in ihrer Keynote auf die internationale Tradition Sozialer Arbeit hin, schon die erste Präsidentin der IASSW, Alice Salomon, habe auf die Verwobenheit von wirtschaftlichen Strukturen und sozialen Themen hingewiesen: „Soziale Ungerechtigkeit ist eine Konsequenz eines ungerechten ökonomischen Systems“. Soziale Arbeit habe eine weltweite Mission, die im jeweils regionalen Kontext umgesetzt werden müsse.

In einer vom Initiator des Symposiums, Prof. Friedrich W. Seibel, moderierten Zeitreise berichteten Zeitzeugen aus den verschiedenen Etappen des Jubiläumsfachbereichs. Der Start erfolgte 1971 mit 90 Studierenden, das damals zuständige Ministerium habe entschieden, dass es zwei Bereiche Sozialarbeit und Sozialpädagogik geben müsse. Im Wintersemester 1971/1972 starteten damals 90 Studierende. Eine Studierende der ersten Stunde, Susanne Elsen, heute Professorin an der Universität Bozen, würdigte den Jubiläums-Fachbereich und das internationale Wirken von Günter Friesenhahn auch in der Promotionskommission in Bozen. Alle Zeitzeug*innen trugen jeweils ihre Sicht der Dinge, einige Anekdoten aus der jeweiligen Zeit vor und verknüpften dies mit einer kurzen Laudatio bezogen auf das Wirken von Günter J. Friesenhahn. Dieser arbeitete über viele Jahre zusammen mit Prof. Seibel im European Center für Community Education (ECCE), nach der deutschen Einheit wirkte er an der Gründung der Fachhochschule Erfurt mit, war Vorstand der European Association of Schools of Social Work (EASSW) und hatte verschiedene Gastprofessuren inne, z. B. in Venedig. Prof. Otto Filtzinger, einer der ersten Dekane, wies auf ein gemeinsam mit Friesenhahn entwickeltes Modul für eine interkulturelle Pädagogik in der Erzieherausbildung hin und die vor vielen Jahrzehnten schon geforderte akademische Ausbildung in der Frühpädagogik, heute wie damals gelte es stärker vom Kind aus zu denken. Prof. Dr. Andreas Thimmel von der Technischen Hochschule Köln hob die besondere Rolle der Hochschule Koblenz für die Internationale Jugendarbeit hervor. Prof. Dr. Anette Kniephoff-Knebel und die Vizepräsidentin der Hochschule Koblenz Prof. Dr. Daniela Braun würdigten Friesenhahns Haltung des Vertrauens, der Anerkennung der Vielfalt und dessen Kunst in all seinen Funktionen, vor allem auch als Dekan, machbare Lösungen zu generieren.

Einen gewissen Überraschungseffekt für Prof. Dr. Friesenhahn bedeutete die mit einem kleinen Empfang verbundene Überreichung des zu seinen Ehren von Prof. Seibel, Prof. Schneider und Prof. Thimmel herausgegebene zweisprachige Buch „Soziale Arbeit – Begegnung mit Grenzen. Social Work – The Encounter with Borders“. In diesem Band zeichnen 21 Autor*innen in wissenschaftlichen Artikeln Aspekte dieses Themas auf, die Teile des Bandes behandeln die Bereiche: Grenzen überschreiten, über Grenzen hinweg arbeiten, Grenzbegegnungen und Grenzüberwindungen. Das Buch ist im Wochenschau-Verlag erschienen, in dem Verlag, in dem Friesenhahn seit 20 Jahren Herausgeber der Lehrbuchreihe zur Sozialen Arbeit ist.

Aktuelle Infos zu OLAT:

Liebe Studierende,
Sie haben Fragen zum E-Learning und OpenOLAT? In der beigefügten OLAT-Anleitung finden Sie alle wichtigen Schritte, um sich anzumelden und mit OLAT zu arbeiten. Wenn Sie sich angemeldet haben, finden Sie im Katalog der HS Koblenz Unterstützungsangebote des Referats eLearning für Studierende. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiter*innen des Referats eLearning Ihnen gerne unterstützend zur Seite. Sprechen Sie uns gerne an. Unter https://www.hs-koblenz.de/hochschule/organisation/zentrale-einrichtungen/hochschulentwicklung/die-abteilung/team/referat-e-learning finden Sie die Kontaktdaten der eLearning-Beauftragten Ihres Fachbereichs sowie der Mitarbeiter*innen des zentralen eLearning-Supports!

Studieren im Fachbereich Sozialwissenschaften

Liebe Studieninteressierte,

der Fachbereich Sozialwissenschaften an der Hochschule Koblenz bietet praxisbezogene Studiengänge an, in denen auf wissenschaftlicher Grundlage die Kompetenzen erworben werden können, die für erfolgreich und professionell arbeitende Fachkräfte der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit notwendig sind. Ein hoch motiviertes Kollegium und engagierte Mitarbeiter*innen sorgen dafür, dass Sie sich wissenschaftliche Erkenntnisse und fachübergreifende Kompetenzen aneignen können. Es besteht die Möglichkeit, während des Studiums internationale berufsbezogene Erfahrungen zu erwerben, z.B. durch Exkursionen, Auslandspraktika und internationale Seminare.

Hervorragende Lehre und Vernetzung mit der Praxis

Derzeit sind rund 2.100 Studierende in sechs Bachelor und zwei Master- Studiengängen eingeschrieben. Zum Erwerb eines ersten qualifizierenden Hochschulabschlusses bieten wir folgende Bachelor-Studiengänge an

Wer bereits ein einschlägiges Studium absolviert hat, kann sich im konsekutiven Studiengang

im weiterbildenden Studiengang

oder im interdisziplinären Masterstudiengang

für herausgehobene Leitungspositionen qualifizieren. Die Lehre in unserem Fachbereich ist eng mit der Berufspraxis verzahnt und wird durch Lehrbeauftragte unterstützt, die ihre umfangreichen beruflichen Erfahrungen einbringen und für Sie nutzbar machen. Die Studiengänge sind erfolgreich akkreditiert und Professor*innen des Fachbereichs sind mehrfach für ihre hervorragenden Lehrleistungen ausgezeichnet worden.

Neben dem grundständigen Studiengang B.A. Soziale Arbeit bieten wir mit den berufsbegleitenden, berufsintegrierten und dualen Online- Studienangeboten auch Menschen mit beruflichen und/oder familiären Verpflichtungen unter besonderen Bedingungen die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren. Auf der Homepage des Fachbereichs (www.hs-koblenz.de/Sozialwissenschaften) erhalten Sie Informationen über die einzelnen Studienangebote und einen Einblick in die Struktur unseres Fachbereichs. Beachten Sie bitte, dass der Zugang zu den Studiengängen z.T. an besondere Voraussetzungen geknüpft ist.

Forschung, Weiterbildung und Transfer

Zwei Institute sind im Bereich Weiterbildung, Forschung und Transfer tätig: Das Institut für Forschung und Weiterbildung (IFW) führt wissenschaftliche Weiterbildungen und innovative Forschungsprojekte in sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern durch und unterstützt damit den Transfer von Wissen zwischen Wissenschaft und Praxis. Das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) verfolgt das Ziel, Erkenntnisse, Konzepte, Wissensbestände und Innovationen der Hochschule im wechselseitigen Transfer und Diskurs mit Praxis und Politik zu verbinden.

Offen für Vielfalt und Differenz

Der Fachbereich Sozialwissenschaften setzt sich ein für eine breite Vielfalt an Identitäten und Zugehörigkeiten, durch die Menschen sich als Individuen voneinander unterscheiden und fördert einen offenen, wertschätzenden und diskriminierungsfreien Umgang mit dieser Vielfalt. Die Verschiedenheit von Studierenden auf der einen und in unserem Fachbereichsteam auf der anderen Seite wird als wichtige Ressource für die organisatorische und wissenschaftliche Zukunftsentwicklung geachtet. Ebenso tritt der Fachbereich ein gegen jegliche Form der Benachteiligung und Diskriminierung, die Menschen aufgrund einzelner und vielfältig verknüpfter Differenzkategorien (Geschlecht, ethnische Herkunft,  soziokulturelle Zugehörigkeit, Religion, von Behinderung betroffen, Alter, sexuelle Orientierung und anderer mehr) erfahren können.

Wir freuen uns auf Sie als zukünftige Studierende!

Das Team des Fachbereichs Sozialwissenschaften

  • Zeugnisübergabe BetriebswirdbAV

    Abschluss Zertifikatsstudiengang BAV

  • Studenten vor dem Haupteingang der Hochschule

    Campusimpressionen

  • Buchcover des "Fachbereichsbuches" Handlungsräume in der Sozialen Arbeit

    Wissenschaftliche Beiträge

  • Gruppenbild des Fachbereichsteams auf der großen Treppe an der Café-Insel