Aktuelles Die Welt zu Gast

  • Selsela Arya, Kidis Sako, Sarah Krajewski stehen vor einer Leinwand, auf der mehrer Teilnehmende abgebildet sind.

    Ende November trafen sich 58 Teilnehmende aus 23 Nationen zum virtuellen Seminar „Managing Cultural Diversity“ des RheinAhrCampus in Remagen. Selsela Arya, Kidis Sako, Sarah Krajewski (v. l. n. r) (Foto: Kuprava, RheinAhrCampus)

REMAGEN. Der virtuelle Seminarraum am RheinAhrCampus war vom 27. bis 29. November drei Tage lang Treffpunkt für Gäste aus der ganzen Welt. Schon seit 20 Jahren veranstaltet der RheinAhrCampus in Remagen das Seminar „Managing Cultural Diversity“ und in diesem Jahr fand die Veranstaltung erstmals virtuell statt. Unter dem Motto „Authenticity and Technology“ trafen sich 58 Teilnehmende aus 23 Nationen und von 16 unterschiedlichen Partneruniversitäten der Hochschule Koblenz in interaktiven Workshops.

„Wir wollten auf digitalem Weg Studierende und Lehrende erreichen, um so möglichst viele multikulturelle Blickwinkel zusammen zu bringen. Unser Publikum war sehr engagiert und aktiv, auch bei bis zu acht Stunden Zeitverschiebung!“, betont Selsela Arya, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Sprachen/Internationales.

Die Studierenden und Lehrenden, zugeschaltet zum Beispiel aus Australien, Georgien, den USA, Indien, Kanada, Albanien und Brasilien, arbeiteten zusammen an Ideen rund um die Themen Authentizität und Technologie. Das beliebte Format, in dem Gastdozierende ebenfalls aktiv mitarbeiten und Ideen einbringen, blieb auch in der digitalen Version erhalten. „Wichtig war uns ein Seminar mit hoher Beteiligung zu gestalten. Durch digitale Hilfsmittel, wie zum Beispiel interaktive Umfragen, sowie kleinere Diskussionsgruppen haben wir den virtuellen Seminarraum zum Leben erweckt. Wir wollten darstellen, dass wir als Gruppe auch digital gemeinsam Ideen gestalten können“, sagt Sarah Krajewski, wissenschaftliche Hilfskraft in Bereich Sprachen/Internationales.

So entwickelten die Teilnehmenden unter anderem Ideen für Apps, die leichter die Authentizität von Kunstwerken oder Kleidung prüfen. Darüber hinaus verwandelten sie gemeinsam tatsächliche Nachrichten in Fake News, um zu zeigen wie einfach Nachrichten manipuliert werden können. Viel wurde auch kritisch über den Einfluss von Technologie beispielsweise im Personalwesen oder in virtuellen Realitäten reflektiert. Immer wieder wurde analysiert, was „Authentizität“ in den verschiedenen Bereichen bedeutet.

„Einige internationale Gastdozierende sind schon seit 2005 dabei und seit einigen Jahren konnten auch ehemalige Austauschstudierende des RheinAhrCampus, die mittlerweile im Berufsleben stehen, als Gastrednerinnen und Gastredner gewonnen werden“, sagt Dr. Laurent Borgmann, Leiter des Bereichs Sprachen/Internationales. So öffnete Javier Chapa, ehemaliger Austauschstudent aus Spanien, in seinem Beitrag zum Thema „Wahrheit oder Lüge“ so manch einem Studierenden die Augen, in dem er demonstrierte wie einfach und unauffällig Wahrheit manipuliert werden kann.

Auch eine Gruppe internationaler Studierender wagte sich in einem eigenen interaktiven Workshop auf die digitale Bühne und sie beschrieben Aspekte kultureller Authentizität in ihren Herkunftsländern. Hier wurde deutlich, wie viele Blickwinkel es auf das Thema Glaubwürdigkeit gibt. In lebhaften Diskussionen kam es durch neue Denkimpulse und interessante Perspektivwechsel zu zahlreichen „Wow-Momenten“ unter den Teilnehmenden.

Natürlich durfte auch ein gemütliches Beisammensein nicht fehlen, so trafen sich alle Gäste zu warmen Getränken bei einem virtuellen Weihnachtsmarktbesuch und lernten mehr über verschiedene Weihnachtsbräuche in verschiedenen Ländern rund um die Welt und direkt aus erster Hand.
Weitere Informationen bei Sarah Krajewski: skrajewski