Für die Kita-Praxis 20. November, Internationaler Tag der Kinderrechte

  • Quelle: www.kinderrechte.rlp.de

Anlässlich des Tages der Kinderrechte (20. November), der sein 30 jähriges Jubiläum feiert, plant das IBEB eine Auswahl von gezielt ausgeführten Aktionen, Anregungen und Interviews des Jahres 2019, welche explizit die Kinderrechte ins Zentrum des Geschehens rücken, mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Die authentische Wiedergabe von Befragungen im Vorfeld des 20.11. einerseits und die Vorstellung konkreter Aktionen an diesem Tag andererseits sollen an dieser Stelle gebündelt dargestellt werden. Somit wollen wir zum einen auf die nichtabebbende Relevanz des Themas Kinderrechte aufmerksam machen und zum anderen Einblicke ermöglichen, wieso, weshalb und warum es sich lohnt, den beruflichen und privaten Alltag bewusst mit Kindern und das gemeinsame Anwenden ihrer Rechte zu bereichern. Den Mitarbeiter*innen des IBEB ist es ein Anliegen, Perspektiven unterschiedlicher Mitmenschen im Kontext der Kinderrechte ans Tageslicht zu bringen (Bäcker*in, Nachbar*in, Bürgermeister*in, Kinder, Übungsleiter*innen, Großeltern, Geschwister, Minister*in, Polizist*in etc.) und diese in ihrer Ausgestaltung prägnant zusammenzufassen. Ein weiterer wesentlicher Punkt besteht darin, Ideen für den bewussten Einbezug von Kinderrechten, auch in vermutlich unerwarteten Kontexten, aufzuzeigen und für die indiskutable Notwendigkeit des Einbezugs von Meinungen, Interessen und Bedarfen der jungen Menschen in Form von Bild und Text zu plädieren.

Unter anderem zeigt sich der Wandel in den aktuellen Bemühungen älterer Menschen, die Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen und somit den Menschen, die in unserer Gesellschaft Kinder genannt werden, augenscheinlich stärker zu einem Rechtssubjekt zu machen, ohne weiterhin in allen Belangen auf die ‚Erwachsenen‘ angewiesen zu sein. Der Wandel zeigt sich aber auch darin, dass Umweltaktivist*innen oder Parteien-Kritiker*innen nicht volljährig sein müssen und Kinderrechte bereits heute von den jüngsten Menschen eingefordert werden. Beispielsweise setzen Kinder eigenständig ihre Rechte dazu ein, um in ihrer individuellen Lebenswelt das Recht auf Spiel zu überprüfen und Mängel einzuklagen. "Rechte sind wichtig, weil sie denen, die sie haben, signalisieren, dass sie sich nicht als Bittsteller oder Objekte gewährter Wohltaten verstehen müssen. Aber Rechte ohne Mittel, von ihnen auch Gebrauch zu machen, haben nur symbolische Bedeutung mehr nicht." (Freeman, 2007) Daher lassen Sie uns gemeinsam für die Kinderrechte mit dem Ziel einstehen, die Autonomie von Kindern zu stärken.

geplante Aktionen für den 20. November 2019

QiD-Veranstaltung in Linkenbach

Am 20. November 2019 werden Melanie Schmid und Dr. Andy Schieler im Rahmen der regionalen Veranstaltung zu Qualitätsentwicklung im Diskurs die pädagogischen Fachkräfte aus Kitas der Region Neuwied für die Kinderrechte sensibilisieren. Hierzu wird zunächst ein Kurzfilm der UNICEF "Nur ein Kind ?" gezeigt. Anschließend werden die Teilnehmenden gebeten, zu folgenden Fragestellungen auf Flipcharts Rückmeldungen zu geben:

  • Was bedeuten Kinderrechte für Sie?
  • Würden Sie die Kinderrechte im Grundgesetz verankern?
  • Was machen Sie in Ihrer Einrichtung schon zu Kinderrechten?

Zum Abschluss erhalten die Teilnehmenden Postkarten mit 10 wichtigen Kinderrechten des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz RLP. Dies ist verbunden mit der Einladung, Aktionen aus ihrer Praxis zusammen mit der Postkarte zu fotografieren, in drei Sätzen zu erläutern, was sie hierdurch für Kinderrechte getan haben, und dies ans IBEB zu schicken.

Veröffentlichung eines Artikels zum Thema Kinderrechte

In der kommenden Ausgabe von Betrifft Kinder veröffentlicht das IBEB einen Artikel zum Thema Kinderrechte. Das Institut geht anhand von (mit unterschiedlichen Protagonisten) geführten Gesprächen verschiedenen Perspektiven auf das Thema Kinderrechte nach. Eine Verlinkung zum Nachlesen wird in Kürze eingerichtet.

Kinderrechte aus Kindersicht

Das IBEB nutzte die Möglichkeit, mit Kindern aus einer Kindertagesstätte in Rheinland-Pfalz über Kinderrechte zu sprechen. Mithilfe einer diskursiven Bilderbuchbetrachtung hat ein vertiefender und spannender Austausch mit den Kindern über die Wahrnehmung von Kinderrechten aus Kindersicht stattgefunden. Die Darstellung der Ergebnisse folgt in Kürze.

Partizipation von Anfang an. Neues Buch am Tag der Kinderrechte in Kita Mainzelkinder vorgestellt

  • vlnr. Astrid Schmitt, Landtagsvizepräsidentin, Carmen Jacobi-Kirst M.A., Leiter einer Kita, Lehrbeauftragte der Hochschule Koblenz, Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung, Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des IBEB, Nicole Bikri, Leiterin der Kita Mainzelkinder

MAINZ/RHEINLAND-PFALZ. Demokratische Werte sind bereits in der Kindertageseinrichtung von Bedeutung und müssen dort eingeübt und gelebt werden. Dies war der Tenor bei der Vorstellung des Buches „Demokratiepädagogik in Kindertageseinrichtungen“ in der Kita Mainzelkinder am 30. Jahrestag der Deklaration der UN-Kinderrechtskonvention (20.11.2019). Bei der Veranstaltung des Institutes für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) wurde das Buch von den beiden Herausgebern, Prof. Dr. Armin Schneider und Carmen Jacobi-Kirst, der Vize-Präsidentin des rheinland-pfälzischen Landtages, Astrid Schmitt, der Bildungs-ministerin Dr. Stefanie Hubig und den Vertreterinnen der DRK-Kita Mainzelkinder überreicht.

Pressemitteilung zum Partizipation von Anfang an. Neues Buch am Tag der Kinderrechte in Kita Mainzelkinder vorgestellt

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