Institute des Fachbereichs Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB)

Von guter Förderung in der Kita profitieren benachteiligte Kinder am meisten!

  • Quelle: IBEB

DANNSTADT. Unter der Fragestellung: „Arme Kinder: Kann frühe Bildung eine gleichberechtigte Teilhabe schaffen?“ tauschten sich rund 20 Teilnehmer*innen im Rahmen des IBEB-Diskursforums in den Räumlichkeiten der protestan-tischen Kirchengemeinde Dannstadt aus und nutzen die Möglichkeit des fachlichen Diskurses. Die Akteur*innen setzten sich aus den Bereichen der Kita, der Träger, der Fachberatung, des Ministeriums für Bildung, der DKJS sowie dem ISS zusammen. Deutlich wurde, dass eine gleichberechtigte Teilhabe armer Kinder lediglich durch eine gesamtgesellschaftliche Bearbeitung geschaffen werden kann. Die Kita kann hierbei unterstützend tätig werden und im Rahmen guter Förderung einen Beitrag leisten. Die gesamte Pressemitteilung zum IBEB-Diskursforums können Sie hier einsehen.

Experte hält Kita-Novelle für ausbaufähig

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Koblenz/Mainz (dpa/lrs) - Der Entwurf für das neue Kita-Gesetz in Rheinland-Pfalz hat nach Einschätzung eines Bildungsexperten von der Hochschule Koblenz noch einige Schwächen. «Das ist ein guter Start, aber der ist durchaus ausbaufähig», sagte Prof. Armin Schneider am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Im Vergleich zum ersten Minister-Entwurf sei die vom Kabinett der regierenden Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen am Dienstag verabschiedete Fassung jedoch um einiges besser. Als positive Beispiele nannte der Sozialwissenschaftler die Dynamisierung der Finanzmittel für das Personal sowie das 13,5 Millionen Euro umfassende Sonderprogramm für Kita-Küchen. Die für die Leitungen der Kitas vorgesehenen Stundenzahlen dagegen seien zwar lobenswert, aber zu gering. Und: «Man kann momentan noch nicht genau sagen, wie der tatsächliche Betreuungsschlüssel (Fachkraft zu Kind) ist.»

Mit freundlicher Genehmigung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bildungsfrüstück: Multiprofessionelles Arbeiten in Kitas – Welche Kita-Teams brauchen wir in Zukunft?

Wie kommt es, dass ca. 35 Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung in Rheinland-Pfalz gemeinsam frühstücken und dabei darüber diskutieren, wie multiprofessionelles Arbeiten in Kita-Teams gelingen kann? Sie alle waren beim zweiten Bildungsfrühstück der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), dass dieses Mal gemeinsam mit dem Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) in Koblenz durchgeführt wurde. Auch das Bildungsministerium nahm als Kooperationspartner an der Veranstaltung teil.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung sowie unter www.dkjs.de/stiftung/dkjs-regional/rheinland-pfalz/

Jährliches Treffen von Kindheitsinstituten – in diesem Jahr in München

Das Thema Digitalisierung gewinnt zunehmend an Bedeutung im Feld der Kindertagesbetreuung, dies zeigte sich deutlich während des Austausches von Vertreter*innen verschiedener Institute aus ganz Deutschland im März 2019. Dazu gehören das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) aus München, das niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Erziehung (nifbe) mit Sitz in Osnabrück, das Kompetenzzentrum Frühe Bildung (KFB) aus Stendal, das Deutsche Jugendinstitut (DJI) aus München sowie das Koblenzer Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB).

Aktuell stellen der zunehmende Fachkräftebedarf und die gleichzeitig steigenden Anforderungen einer qualitativ hochwertigen Erziehung, Bildung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen in den unterschiedlichen Regionen wesentliche Herausforderungen für die Praxis dar. Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, dass diese Themen die Arbeit aller Institute bewegen. Mit Forschungsprojekten und Veranstaltungsformaten sowie Qualifizierungs-maßnahmen unterstützen sie die Praxis. Die weiteren Entwicklungen dieser und neuer Themen werden Bestandteile des fünften Institutetreffen in Stendal im Frühjahr 2020 sein.

Fachtag "Qualitätsentwicklung im Diskurs" im Landkreis Altenkirchen

Am 21. März 2019 besuchten ca. 50 Teilnehmer*innen den Fachtag Qualitätsentwicklung im Diskurs in der Kreisverwaltung Altenkirchen. Zunächst wurden die Teilnehmer*innen durch Klaus Schneider (Kreisbeigeordneter, Kreisverwaltung Altenkirchen), Mark Schneider (Jugendamtsleiter) sowie Prof. Dr. Armin Schneider (Direktor des IBEB) begrüßt. Eine besondere Wertschätzung erfuhren die zehn Kinderageseinrichtungen, welche in diesem Rahmen das QiD-Zertifikat feierlich überreicht bekamen. Im Anschluss bereicherte Kornelia Schneider den Fachtag mit ihrem Vortrag zum Thema Lerngeschichten. Am Nachmittag nutzten die Teilnehmer*innen die Gelegenheit zum Austausch in Kleingruppen im Rahmen von vier Workshops. In diesem Jahr durchlaufen 20 weitere Kitas des Landkreises Altenkirchen den Prozess Qualitätsentwicklung im Diskurs.

4. QiD-Werkstatt

Am 14. März 2019 (Koblenz) nahmen annähernd 60 pädagogische Fachkräfte im Rahmen ihrer Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs an der QiD-Werkstatt teil. Die teilnehmenden Tandems erhielten aktuelle Informationen aus dem IBEB und tauschten sich aus, u.a. über Ressourcen und Strategien, mit denen der Diskurs im Alltag auch bei Herausforderungen wie Personalmangel am Leben erhalten werden kann. Die Ergebnisse wurden von jedem Tandem in einem QiD-Survival Heft festgehalten. Abschließend bekamen die Teilnehmer*innen einen Einblick in das Beschwerdemanagement der städtischen Kita Göttschied aus Idar-Oberstein als einen wesentlichen Bestandteil der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft der Kita (vorgestellt vom Kita-Leiter Andreas Schaar). Die Veranstaltung wird nach 2017 (Koblenz) und 2018 (Koblenz, Prüm) in diesem Jahr erstmals in drei verschiedenen Regionen in Rheinland-Pfalz angeboten (Koblenz, Bitburg, Bad Dürkheim).

IBEB unterwegs in der KITA Nahbollenbach in Idar-Oberstein

Im Rahmen des neuen Formates „IBEB unterwegs“ besuchte das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz die städtische KITA Nahbollenbach in Idar-Oberstein. Das Leitungsteam, Juliane Groß und Silke Fritsch, präsentierte den zwei Mitarbeiterinnen des IBEB seine Einrichtung und gab Einblicke in die Konzeption der Kita. Das Konzept der offenen Arbeit bietet den über 100 Kindern ein vielfältiges Angebot. Interessant ist z.B. das Wegweisersystem der Einrichtung, mit dessen Hilfe sich alle Kinder in der räumlich weitläufigen Kita gut zurecht finden können. Groß berichtete, dass es mit den Kindern gemeinsam entwickelt, gestaltet und installiert wurde. Dieses System ist notwendig, da die Kita in den Räumlichkeiten einer ehemaligen umgebauten Grundschule verortet ist, welche sich auf drei Stockwerke verteilt und allen Kita-Beteiligten viel Platz zur freien Entfaltung bietet. Die Kita stellte sich der Herausforderung 27 Räume, im Rahmen guter Strukturen nutzbar zu machen und somit vielfältige Bedarfe zu decken. Die morgendliche Anmeldung bei Frau Fritsch bietet den Eltern und den pädagogischen Fachkräften Team einen guten Austausch. Neben den Angeboten innerhalb der Einrichtung ist es der KITA Nahbollenbach besonders wichtig, den Sozialraum aktiv zu nutzen, so Groß. Das IBEB gewann bei diesem Besuch interessante Einblicke in die die aufwendige Raumgestaltung und die dahinterstehenden jeweiligen Leitlinien.