Institute des Fachbereichs Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB)

Partizipation von Anfang an. Neues Buch am Tag der Kinderrechte in Kita Mainzelkinder vorgestellt

  • Foto: IBEB

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MAINZ/RHEINLAND-PFALZ. Demokratische Werte sind bereits in Kindertageseinrichtungen von Bedeutung und müssen dort eingeübt und gelebt werden. Dies war der Tenor bei der Vorstellung des Buches „Demokratiepädagogik in Kindertageseinrichtungen“ in der Kita Mainzelkinder am 30. Jahrestag der Deklaration der UN-Kinderrechtskonvention (20.11.2019). Bei der Veranstaltung des Institutes für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) wurde das Buch von den beiden Herausgebern, Prof. Dr. Armin Schneider und Carmen Jacobi-Kirst, der Vize-Präsidentin des rheinland-pfälzischen Landtages, Astrid Schmitt, der Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und den Vertreterinnen der DRK-Kita Mainzelkinder überreicht.

Pressemitteilung Partizipation von Anfang an. Neues Buch am Tag der Kinderrechte in Kita Mainzelkinder vorgestellt

Berichterstattung Süddeutsche Zeitung

4. Fachtag Qualitätsentwicklung im Diskurs im Eifelkreis Bitburg-Prüm

  • Quelle: IBEB

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Am 26. November 2019 besuchten 100 Teilnehmer*innen den 4. Fachtag Qualitätsentwicklung im Diskurs im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Zu Beginn des Fachtages wurde nach der Begrüßung durch Joseph Winandy (Jugendamtsleiter, Eifelkreis Bitburg-Prüm) und Susanne Thölkes (Fachberatung, Eifelkreis Bitburg-Prüm) den 16 Kindertageseinrichtungen, die 2019 teilgenommen haben, das QiD-Zertifikat überreicht. Moderiert von Dr. Andy Schieler (IBEB) berichteten die Kita-Tandems anhand eines mitgebrachten Symbols über ihren QiD-Prozess. Auch die anwesenden Trägervertreter*innen äußerten sich zum Prozess und hoben insbesondere den Austausch zwischen den Einrichtungen im Rahmen der Regionalgruppen positiv hervor. Die beiden Prozessbegleiterinnen des IBEB, Petra Evanschitzky und Michaele Gabel, rundeten mit ihren Eindrücken aus der Prozessbegleitung die feierliche Zertifizierung ab.

An einen klärenden und zugleich anregenden Vortrag durch Xenia Roth (Referentin im Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz) zum Thema „Familienzentrum“ schloss sich ein World-Café mit acht verschiedenen Thementischen an. Am Nachmittag stellten dann sechs Kita-Tandems ausführlich ihren QiD-Prozess im Rahmen eines „QiD-Marktplatzes“ vor. Nach drei Jahren Prozessbegleitung im Eifelkreis Bitburg-Prüm sind nun 55 Kitas zertifiziert. Im Rahmen der Folgezertifizierung nutzen die Kitas auch künftig den QiD-Ansatz für die Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit.

2. Regionale QiD-Veranstaltung im Landkreis Neuwied | 20.11.19

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Im Rahmen der Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs nahmen insgesamt 25 Leitungs- und pädagogische Fachkräfte an der zweiten regionalen QiD-Veranstaltung des Landkreises Neuwied teil. Moderiert von Dr. Andy Schieler (IBEB) und im Beisein von Kerstin Neckel (Kreisjugendamt Neuwied) begannen die Teilnehmer*innen mit einem regen Austausch im Rahmen eines World-Cafés. Im Anschluss gab Sylvia Herzog (IBEB) in einem interaktiv gestalteten Vortrag Impulse zum Thema „Elternbeteiligung und Familienorientierung“, die durch die Prozessbegleiterin Leonie Dortschy noch einmal aufgegriffen und reflektiert wurden. Hervorgehoben wurden an diesem Tag auch die Kinderrechte, die anlässlich des 30-jährigen Jubiläums thematisiert wurden. Die Teilnehmer*innen erhielten hierbei durch Melanie Schmid (IBEB) Anregungen, Diskussionsfragen und Materialien zum Thema (u.a. Video-Impuls, Abstimmung Kinderrechte ins Grundgesetz, Themenkarten).

Fachtag "Qualitätsentwicklung im Diskurs" in der Südwestpfalz

  • Quelle: IBEB

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Am 14. November 2019 veranstalteten das IBEB und der Donnersbergkreis den ersten gemeinsamen Fachtag im Rahmen von Qualitätsentwicklung im Diskurs. In der Kreisverwaltung Donnersbergkreis beteiligten sich ca. 55 pädagogische Fachkräfte und Trägervertreter*innen aktiv an der von Frau Miethlau und Frau Dr. Swat durchgeführten Tagung. Begrüßt wurden die Teilnehmer*innen zunächst durch Frau Frey (Jugendamtsleitung), Frau Miethlau (Fachberaterin) sowie Frau Dr. Swat (wissenschaftliche Mitarbeiterin, des IBEB). Das Wunschthema der Region ‚Beobachten und Dokumentieren U3‘ bestimmte den Tagesablauf, und Frau Pfeffer gab mit ihrem Vortrag einen grundlegenden Einblick zum Thema Beobachten und Dokumentieren U3.

Ein weiterer wichtiger Moment des Tages lag in der Zertifizierung aller fünf VG Rockenhausen Kitas, die für ihre Qualitätsentwicklung das Zertifikat für die folgenden vier Jahre erhielten. Die Besonderheit lag darin, dass in der Regionalgruppe ein sechstes Tandem den Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs für sich genutzt hat. Die VG Rockenhausen schickte ein Trägertandem in die Regionalgruppen, welches anhand des Puzzleteils Bedarfsplanung den QiD-Prozess im Sinne der Kitas mitgestaltete.

Nach einer Vernetzungspause erarbeiteten und vertieften die Teilnehmer*innen spezifische Themen aus dem Vortrag in jeweils einem von drei moderierten Workshops. Aktuell befinden sich insgesamt 15 Kitas im Donnersbergkreis kurz vor dem Abschluss des Prozesses Qualitätsentwicklung im Diskurs, und auch 2020 werden wieder Kitas in den QiD-Prozess einsteigen.

Das Kind im Fokus – Kindeswohlgefährdungen erkennen und professionell handeln

  • Quelle: IBEB

KOBLENZ. Viele wichtige Erkenntnisse und Hinweise zur Gefährdung des Kindeswohls standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Rund 80 Verantwortliche aus dem Kita-Feld folgten der Einladung des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) zum Wissenschaft-Praxis-Transfer.

In zwei Vorträgen machten Prof. Dr. Kathinka Beckmann und Prof. Dr. Kurt-Peter Merk deutlich, wie wichtig ein sensibler Blick auf Kinder, ihr Verhalten sowie ihre Signale sind und auf welcher gesetzlichen Grundlage pädagogische Fachkräfte handeln können. In ihrem Vortrag verdeutlichte Beckmann anhand der Kriminalstatistik, wie viele Kinder Gewalt erleben müssen und wie wichtig der Schutz von Minderjährigen in unserer Gesellschaft ist. Anschließend machte sie eindrucksvoll deutlich, wie Versorgungsdefizite, Misshandlungen oder sexuelle Gewalt bei Kindern zu erkennen sind und wie ein anschließendes professionelles Handeln erfolgen sollte. Wichtig sei es, Muster zu analysieren und zu hinterfragen. „Durch Muster erklärt sich viel“ so Beckmann. Herr Merk setzte den inhaltlichen Vortrag von Frau Beckmann anschließend in einen rechtlichen Handlungsrahmen. Hierdurch wurde deutlich, welche Rechte, Möglichkeiten aber auch Pflichten die jeweils verantwortlichen Personen haben.

Das IBEB schaffte mit der Veranstaltung eine Plattform, um für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und den Blick im jeweiligen Arbeitsfeld zu schärfen. Denn: „Misshandlung in der Kindheit ist keine Diagnose, sondern eine Erfahrung, die das Leben prägt.“ Frank W. Putnam (2004)

Ansprechpartnerin: Janina Gerdes

QiD-Werkstatt in Bad Dürkheim

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Im Rahmen der Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs wurde am 17. Oktober 2019 im Dürkheimer Haus die sechste QiD-Werkstatt veranstaltet, an der über 25 pädagogische Fach- und Leitungskräfte teilnahmen. Nach der Begrüßung durch Dr. Marina Swat (wissenschaftliche Mitarbeiterin des IBEB) erhielten die Teilnehmer*innen durch Melanie Schmid (wissenschaftliche Mitarbeiterin des IBEB) Informationen zum Status Quo und den aktuellen Entwicklungen von QiD. Anschließend fand ein moderierter Austausch zwischen den Teilnehmer*innen zum Thema Ressourcen und Strategien zur Sicherung des Diskurses im Alltag statt. Die Ergebnisse des Austausches hielten die teilnehmenden Fachkräfte in einem QiD-Survival Heft fest, welches von Harry Funk (studentische Hilfskraft des IBEB) vorgestellt wurde. Als Tagesabschluss präsentierte Sylvia Herzog (Prozessbegleiterin des IBEB) in einem Vortrag Eindrücke und Erfahrungen zur Bedarfsorientierung in der Kita. Angela Wessel (Leiterin der Kita Straßenhaus) zeigte anhand eines diskursiv angelegten Vortrags, wie die Stolpersteine des Personalmanagements mutig überwunden werden können. Die nächsten QiD-Werkstätten finden im Jahr 2020 statt.

  • Quelle IBEB/Frey

Armin Schneider in den Expertenbeirat zum Monitoring des Gute-KiTa-Gesetzes (KiQuTG) berufen

KOBLENZ. Zukünftig wird Prof. Dr. Armin Schneider den Expertenbeirat des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) als Wissenschaftler der Hochschule Koblenz verstärken. Er wurde für das Monitoring des Gute-Kita-Gesetzes (Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege - KiQuTG) berufen und nimmt seine Tätigkeit mit der ersten Sitzung des Gremiums Anfang November 2019 auf.

Ziel des neu ins Leben gerufenen Expertenbeirates ist es, das Monitoring zum KiQuTG zu unterstützen. Das Monitoring des am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen KiQuTG dient laut BMFSFJ dem Zweck, die Weiterentwicklung der Qualität und Verbesserung der Teilhabe in der bundesweiten Kindertagesbetreuung zu prüfen, Erfahrungen zu sichern, Umsetzungsstrategien aufzuzeigen und Transparenz zu gewährleisten. Der Expertenbeirat soll zum Vorgehen des Monitorings, zur Umsetzbarkeit und der Praxisnähe der geplanten Erhebungen beraten und zur Einordnung und Bewertung der Monitoringergebnisse beitragen. In der ersten Sitzung sollen laut BMFSFJ neben der Arbeitsweise des Expertenbeirates vor allem der Aufbau und die geplanten Inhalte bzw. Erhebungen des Monitorings zum KiQuTG fokussiert werden.

Armin Schneider ist Professor und Prodekan im Fachbereich Sozialwissenschaften an der Hochschule Koblenz. Seine Lehrgebiete umfassen die Empirische Sozialforschung, das Sozialmanagement sowie die Wissenschaft der Sozialen Arbeit. Als Direktor und Gründer des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz setzt er sich seit Jahren maßgeblich für den Ausbau der Qualität in der Kindertagesbetreuung ein. Darüber hinaus ist er Mitglied im Senat der Hochschule Koblenz, wirkt seit vielen Jahren aktiv im Fachbereichsrat und ist als Mitglied der Steuerungsgruppe des Forschungszentrums der Hochschule Koblenz tätig. Auf der Grundlage seiner praktischen Tätigkeiten, u.a. zwölf Jahre als Leiter des Katholischen Jugendamtes in Siegburg und als geschäftsführendes Vorstandsmitglied von Trägern der Jugendhilfe, weist er neben seiner wissenschaftlichen eine hohe praktische Expertise auf und wird diese in den Expertenbeirat einbringen.