Institute des Fachbereichs Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB)

Kinderrechte in den Kita-Beiräten RLP: Das IBEB-Diskursforum als Transmissionsriemen

Angesichts der vielen verschiedenen Perspektiven und Expertisen, die den Diskurs um Kinderrechte bestimmen, bietet der mit dem KiTaG geforderte Kita-Beirat eine weitere Chance, die Rechte der Kinder in Rheinland-Pfalz verstärkt voran zu bringen. Die darin integrierte pädagogische Fachkraft, die die Perspektiven der Kinder vertreten soll, ist hier einer der Dreh- und Angelpunkte.

Zu diesem Thema tauschten sich am 23. Juni 2020 18 Teilnehmer*innen aus dem Feld der Kindertagesbetreuung, überwiegend aus Rheinland-Pfalz, im Rahmen des IBEB-Diskursforums zu der Frage aus: Wie sind Kinderrechte mit dem Instrument Kita-Beirat in Rheinland-Pfalz umzusetzen?

Hierbei entstanden Eckpunkte, die für die Entwicklung einer Handlungsempfehlung und den ausführenden Akteuren in der Praxis einen ersten Anhaltspunkt bieten. Die Dokumentation dieser Veranstaltung bietet Ihnen neben den Eckpunkten, die aus dem Diskurs entstanden sind, die Möglichkeit, drei wertvolle Impulse einzusehen:

  • Zum Kita-Beirat allgemein und den dort verankerten Kinderrechten, Sissi Westrich (Referentin im Ministerium für Bildung, RLP)
  • Zu Kindern als Akteuren der Qualitätsentwicklung und der Verankerung der Kinderperspektiven in den Kita-Beiräten RLP, Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann (Professorin an der Freien Universität Bozen)
  • Zur praktischen Umsetzung der Partizipation von Kindern, Uta Steinkamp (Gesamtleitung städtischer Kindertageseinrichtungen Lübeck

Dokumentation IBEB-Diskursforum: Kinderrechte in den Kita-Beiräten RLP: Das IBEB-Diskursforum als Transmissionsriemen

Wir wünschen Ihnen eine spannende und gewinnbringende Lektüre.

  • Übergabe QiD-Manual an QiD-Kitas aus der Erprobungsphase des Projektes QiD-In Vielfalt stark werden, Quelle: IBEB

Qualitätsentwicklung im Diskurs - QiD-Tandems erhalten neues QiD-Manual

Das QiD-Manual ist ein Ergebnis des Projektes QiD - In Vielfalt stark werden und stellt die Arbeitsgrundlage des um den Schwerpunkt Vielfalt weiterentwickelten Ansatzes dar. Das Manual enthält die Inhalte des bisherigen QiD-Ordners in weiterentwickelter Form. Uns ist es gelungen, jeder Kita, die bisher an QiD teilgenommen hat, ein Exemplar für ihre Folgeprozesse in den nächsten Wochen kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Das Manual ist so gehalten, dass es als einzelnes Buch verwendet werden kann, aber auch, z. B. in den QiD-Ordner abgeheftet werden kann (Perforation auf der Rückseite).

Dokumentation der Veranstaltung: „Stärkung rheinland-pfälzischer Jugendämter: Umsetzungsmöglichkeiten des Sozialraumbudgets“

Hiermit möchten wir auf unsere Dokumentation der Online-Veranstaltung „Stärkung rheinland-pfälzischer Jugendämter: Umsetzungsmöglichkeiten des Sozialraumbudgets“ am 08.06.2020 hinweisen. Neben klassischen Skripten und Folien haben wir auch im Rahmen der Veranstaltungsdokumentation mit dem Vortrag von Prof. Dr. Michael Noack eine digitale Komponente in Form eines Videos für Sie aufbereitet.

Veranstaltungsdokumentation: „Stärkung rheinland-pfälzischer Jugendämter: Umsetzungsmöglichkeiten des Sozialraumbudgets“

Wir freuen uns, dass Sie Interesse daran haben, die Zukunft Ihres Sozialraumes im Sinne aller dort lebenden Personen positiv zu gestalten. Bei Fragen oder Bedarfen rund um das Thema Sozialraumorientierung/-budget melden Sie sich gern jederzeit unter ibeb.

IBEB-Formate zu den Themen Sozialraumorientierung und Sozialraumbudget

Mit dem neuen rheinland-pfälzischen Landesgesetz über die Weiterentwicklung der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (vom 03.09.2019) wird von den Jugendämtern in Rheinland-Pfalz, beginnend mit dem 01.07.2021, ein Konzept zur Verwendung des Sozialraumbudgets erwartet. Im Zuge der "konzeptionelle[n] Ausgestaltung des Sozialraumbudgets" (Begründung KitaG, S. 89) entstehen Informations-, Beratungs-, Unterstützungs- und Kooperationsbedarfe in einzelnen Jugendamtsbezirken oder Akteursverbünden vor Ort. Ausgehend von diesen Bedarfen unterstützt das IBEB bei der Auseinandersetzung mit den Anforderungen zum Thema Sozialraumbudget, die sich aus dem KitaG Rheinland-Pfalz ableiten. Bei Fragen zur Unterstützung im Zuge der Ausgestaltung Ihrer regionalen Sozialraumorganisation melden Sie sich gerne bei unseren wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen.

Weitere Informationen finden Sie hier: Flyer Sozialraumorientierung und Sozialraumbudget - IBEB Formate

Online-Fachtag „Qualitätsentwicklung im Diskurs“ im Landkreis Altenkirchen

  • Quelle: IBEB

  • Quelle: IBEB

  • Quelle: Colourbox

Der siebte Fachtag Qualitätsentwicklung im Diskurs (QiD) des Landkreises Altenkirchen fand am 30. Juni 2020 aufgrund der Kontaktbeschränkungen im virtuellen Raum, über die Kommunikationsplattform Zoom, statt. Insgesamt nahmen an diesem Online-Fachtag zum Thema „Sozialraumorientierung“ 33 pädagogische Fachkräfte, Leitungskräfte und Trägervertreter*innen teil. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Armin Schneider (Direktor des IBEB) und Lara Schindler (wissenschaftliche Mitarbeiterin des IBEB) erfolgte die offizielle Zertifizierung der Kitas, die ihren Schulungsprozess im QiD-Ansatz in den letzten Monaten erfolgreich abgeschlossen hatten. Hierfür wurden die jeweiligen Zertifikate für alle Teilnehmenden sichtbar eingeblendet und Vertreter*innen der jeweiligen Einrichtungen teilten ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus den QiD-Prozessen mit. Anschließend zeigte Sylvia Herzog mit ihrem Vortrag „Sozialräume als Lebenswelten“ die Bedeutung von sozialräumlichem Denken für die Kita auf. Im Anschluss hieran erarbeiteten die Teilnehmenden die Themen „Sozialraumorientierung konkret“ und „Vernetzung und Kooperation“ in Workshops, die in sogenannten Breakout-Sessions stattfanden.

Die zertifizierten Kitas des Landkreises Altenkirchen haben nun, ebenso wie alle bisher zertifizierten QiD-Kitas, die Möglichkeit der Folgezertifizierung. Unterstützt werden sie hierbei jetzt auch über die digitale Lernplattform OpenOlat.

 

  • Evaluationswhiteboard, Quelle: IBEB

QiD-Werkstatt erstmals online

Am 24. Juni 2020 loggten sich über 30 pädagogische Fachkräfte im Rahmen ihrer Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs in die 8. QiD-Werkstatt ein, die erstmals digital über ZOOM stattfand. Nach der Begrüßung durch Dr. Andy Schieler und Dr. Marina Swat (wissenschaftliche* Mitarbeiter*innen des IBEB), brach unerwarteterweise für die Veranstalter*innen das Internet zusammen und Sylvia Herzog (wissenschaftliche Mitarbeiterin des IBEB) begleitete die Teilnehmer*innen durch den ersten Teil der Veranstaltung. Die Teilnehmer*innen erhielten Informationen zum Status Quo und den aktuellen Entwicklungen von QiD.

Lara Schindler (wissenschaftliche Mitarbeiterin des IBEB) zeigte anhand eines interaktiv ausgestalteten Inputs, welche Aspekte für eine Kita als lernende Organisation im Kontext der Digitalisierung interessant sind. Darauffolgend präsentierte sie in ihrem Vortrag das aktuelle Projekt „QiD – Digitale Kompetenzen“, welches das Ziel verfolgt, QiD durch den Einsatz der digitalen Lernplattform OpenOlat zu erweitern. In einem anschließenden Austausch wurden die Teilnehmer*innen angeregt, die digitale Weiterentwicklung im Kontext von QiD begleitet vor Ort auszuprobieren. Die Ideen und Anregungen der Zugeschalteten zur Vernetzung über digitale Formate wurden erfasst und diskutiert. Anschließend fand ein durch Sylvia Herzog, Dr. Andy Schieler und Dr. Marina Swat moderierter Austausch zwischen den Teilnehmer*innen zum Thema "Vernetzung" über die Methode „Landkarte der Vernetzung“ zur Sicherung des Diskurses und der Weiterführung von QiD im Alltag statt. Die Ergebnisse wurden anhand einer vorbereiteten PowerPoint festgehalten.

Es hat sich gezeigt, dass die Digitalisierung einen Gewinn darstellen kann, sofern man sich darauf einlässt, dass die Technik auch einmal nicht das tut, was man von ihr erwartet. Für den 30.09.2020 ist noch eine weitere digitale QiD-Werkstatt geplant.

Leitlinien für Kita-Betreuung in Rheinland-Pfalz

MAINZ/RHEINLAND-PFALZ. Im gemeinsamen Diskurs haben die Mitglieder des Kita-Tags der Spitzen und des Ministeriums für Bildung Rheinland-Pfalz Leitlinien für die Kita-Betreuung in Rheinland-Pfalz erarbeitet und verabschiedet. Maßgeblich mitgewirkt hat an diesen Leitlinien das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) an der Hochschule Koblenz. Beschrieben wird in den Leitlinien, wie die nächsten Öffnungsschritte in der Corona-Krise aussehen sollen.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig stellte diese Leitlinien in einer Pressekonferenz vor. Ab Anfang Juni sollen die Kitas für jedes Kind unter Berücksichtigung der Hygieneregeln und der jeweiligen Personal- und Raumsituation vor Ort öffnen. Bei dem Zugang werden besonders auch Kinder berücksichtigt, die nach dem Sommer in die Schule gehen. Hierbei handelt es sich um die 3. Stufe der Öffnung, eine sogenannte eingeschränkte Regelbetreuung. Das bedeutet, dass alle Kinder einen Anspruch auf eine stunden- bzw. tageweise Betreuung haben. Unter der Berücksichtigung der Gegebenheiten sollen auch Eingewöhnungen und  Neuaufnahmen fortgeführt werden. Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des IBEB, hob den diskursiven Prozess der Leitlinienentstehung hervor: „Hier wurde wirklich darum gerungen, dass verschiedene Interessen berücksichtigt werden, vor allem aber Infektionsschutz und Kinderrechte. Uns war es in der Diskussion besonders wichtig, die Arbeit der Kitas in ihrem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag im Alltag mit Corona deutlich zu machen, die unterschiedlichen Sozialräume und u. a. auch die Arbeitgeber der Eltern mit in der Pflicht zu sehen“.

Bei allen Maßnahmen steht, so Ministerin Hubig, die Gesundheit an erster Stelle. Und zugleich ist die weitere Öffnung sehr wichtig und notwendig.

Alle Details können Sie in den Leitlinien für die Kita-Betreuung in Rheinland-Pfalz auf dem Kita Server aufrufen.