Erfolgreiches Partner-Treffen in Tansania: Hochschule Koblenz setzt sich für inklusive Bildung ein

22.11.2023

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Seit 2017 engagiert sich Prof. Dr. Marion Felder vom Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz intensiv in Tansania. Die Professorin ist Partnerin in zwei mit der Western Norway University of Applied Sciences (HVL) und dem Patandi College in Arusha beziehungsweise der University of Dodoma in Tansania durchgeführten Projekten. Diese streben die Qualifizierung von Pädagoginnen, Pädagogen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an, welche sich darum kümmern, die Fähigkeiten und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen mit Sehproblemen zu verbessern. Bei einem Austausch in Tansania, an dem auch Felder zugegen war, trafen sich nun die Partner des aktuellen Projektes „Learning is Visual“ (LiV) zur Vertiefung der Zusammenarbeit.

  • Gruppenbild der Partnerinnen und Partner beim Austausch in Tansania. (Foto: John Urio)

  • Prof. Dr. Marion Felder (Foto: Gunvor Wilhelmsen)

  • Der neue Studiengang an der University of Dodoma

Die internationale Zusammenarbeit war 2017 mit dem Projekt „Securing Education for Children in Tanzania“ (SecEd) gestartet. Es zielte darauf ab, die Lehrenden am Patandi College, einem öffentlichen, sonderpädagogischen College in Tansania, im Bereich Diagnostik und Intervention von Sehstörungen bei Kindern weiterzubilden. Nach dessen erfolgreichem Abschluss im Jahr 2021 wurde im selben Jahr das LiV-Projekt ins Leben gerufen, welches inzwischen bis ins Jahr 2025 verlängert wurde. Im aktuellen Projekt geht es darum, langfristig an der University of Dodoma ein Master of Education (MEd) Programm für Beeinträchtigungen des Sehens und Hörens zu etablieren. Dieser Studiengang ist einzigartig in Tansania. Der erste Durchgang für angehende Lehrkräfte startete Mitte November 2023 mit 20 Studierenden.

An beiden Projekten arbeitet Prof. Dr. Marion Felder gemeinsam mit der Projektleiterin Prof. Dr. Gunvor Birkeland Wilhelmsen von der norwegischen Partnerhochschule sowie mit den Partnern in Tansania. Diese ambitionierten Drittmittelprojekte mit einem Gesamtbudget von etwa drei Millionen Euro, die Bildungschancen erhöhen und damit zur Verringerung von Armut beitragen, werden durch das Research Council of Norway/RCN (SecEd) und die Norwegian Agency for Development Cooperation/NORAD (LiV) finanziert.

Parallel zur Entwicklung des MEd-Programms wurde in Zusammenarbeit mit den Partnern ein Curriculum für die Diagnostik und Sehförderung von Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Dieses Curriculum, das von Januar 2023 bis November 2023 mit 18 Pädagoginnen und Pädagogen erprobt wurde, findet nun langfristig für die Weiterbildung und Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen in Tansania Einsatz. Das Tanzania Institute of Education (TIE), vertreten durch Dr. Fika Mwakabungu, unterstützte und förderte die Umsetzung.

Im aktuellen Projekt erhalten drei Post-Docs, drei Promovierende und zwanzig Masterstudierende Unterstützung durch Stipendien und werden von den Partnern HVL, UDOM, Patandi College und Prof. Dr. Marion Felder betreut. Weitere Informationen und Publikationen zu den Projekten finden Sie auf der Webseite von Current Information and Research System in Norway www.cristin.no.

Das zentrale Ziel der Lehre und Forschung der Koblenzer Professorin ist es, Fachkräfte für die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen aus- und weiterzubilden. Entsprechend freut sich Prof. Dr. Marion Felder, ein positives Fazit des bisherigen Engagements in Tansania ziehen zu können: „Die afrikanischen Fachkräfte sind sehr engagiert und hoch motiviert, auch unter manchmal schwierigen Bedingungen wie regelmäßigem Stromausfall und instabilen Internetverbindungen. Die Daten weisen auf die hohe Bedeutung pädagogischer Sehförderung für Lesen und Lernen hin – nicht nur in Tansania, sondern auch in Norwegen und sicher auch in Deutschland.“

Aktuelles:

Eine Referentin steht vor ihrem Poster.
Eine Referentin steht vor ihrem Poster.

10. Juli 2024

Forschung zum Thema KI auf der International Conference on Computational Science (ICCS) 2024

REMAGEN. Auf der diesjährigen International Conference on Computational Science (ICCS) in Malaga wurden zwei Arbeiten des Fachbereichs Mathematik und Technik vorgestellt.