Aktuelles Keramik-Hotspot Kannenbäckerland - WesterWaldCampus beteiligt sich an Landespublikation

Höhr-Grenzhausen ist Deutschlands berühmteste Keramik- und Tonregion. Im Keramikmuseum wurde nun die aktuelle Ausgabe der "Blätter zum Land" der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz vorgestellt, die sich mit dem Westerwald als Keramik-Hotspot befasst. Im Laufe der Jahrhunderte ist im Kannenbäckerland eine einzigartige keramische Kultur entstanden – vom Handwerk über die Künstlerszene bis zur keramischen Hightech. Wer mehr über das Kannenbäckerland und seine Geschichte erfahren möchte, der hat in diesem Heft, an dem auch der WesterWaldCampus der Hochschule Koblenz mitgewirkt hat, die Möglichkeit dazu.

Bei Keramik denken viele zunächst an Kaffeebecher und Tischgeschirr, Wand- und Bodenfliesen, Waschbecken, Sanitärbedarf oder Dachziegel. Doch Keramik als Hightech-Material greift viel tiefer in unser Alltagsleben ein: von der Medizin bis hin zur Automobilindustrie. Ohne Keramik gäbe es weder Handytelefonate, noch Raketenflüge ins All. Die Autorinnen Annette Zeischka-Kenzler vom Keramikmuseum Westerwald und Anja Gros vom WesterWaldCampus der Hochschule Koblenz zeigen in Nummer 82 der "Blätter zum Land" die große keramische Bandbreite der Region und deren Entwicklung auf.

Die Wurzeln keramischer Ausbildung im Westerwald reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück und am 6. November 1879 wurde das keramische Handwerk erstmals auch wissenschaftlich behandelt. Heute ist mit dem Bildungs- und Forschungszentrum Keramik (BFZK) ein international anerkanntes und auf europäischer Ebene einzigartiges Bildungs- und Forschungszentrum für Keramik in Höhr-Grenzhausen angesiedelt. Zu den acht Institutionen, die auf den Gebieten der Forschung und Entwicklung, Lehre, Unternehmensgründung, Gestaltung, Kunst und Bewahrung der Geschichte tätig sind, gehört auch die Hochschule Koblenz.

Am WesterWaldCampus der Hochschule werden Ingenieurinnen und Ingenieure der „Werkstofftechnik Glas und Keramik“ im Bachelor und Master ausgebildet. Möglich ist auch ein duales Studium mit integrierten Praxisphasen. Zum aktuellen Sommersemester ist zudem der Studiengang Keramik-Wirtschaftsingenieurwesen gestartet. Das Institut für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) hingegen befasst sich mit der künstlerischen Seite der Keramik. Im Studiengang „Freie Kunst Keramik/Glas“ können Studierende den Bachelor und Master of Fine Arts erwerben.

„Die herausragende Bedeutung der Hochschule für alles rund um das Thema Keramik lässt sich nicht zuletzt auch daran erkennen, dass die Expertise unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit gefragt ist“, betont Autorin Anja Gros vom WesterWaldCampus. Das Gleiche gilt für die Absolventinnen und Absolventen, die in der Industrie händeringend gesucht werden und so beste Jobaussichten haben.  Informationen zum Studium finden Interessierte unter www.hs-koblenz.de/wwc.

Die Publikationsreihe "Blätter zum Land" befasst sich mit Rheinland-Pfalz und seiner Geschichte, den Menschen, der Wirtschaft, Kultur und Politik des Landes. Blatt Nummer 82 "Keramik-Hotspot Kannenbäckerland" kann bei der Landeszentrale für politische Bildung angefordert oder gleich im Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen mitgenommen werden. Es steht auch auf den Seiten des Landeszentrale zum kostenlosen Download bereit.