„Zwischen Kommerz und Engagement – Jugendkulturen in Deutschland“ – Gastvortrag von Klaus Farin
07.03.2017
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Die Zeit scheint sich zu beschleunigen, vor allem für Jugendliche. In immer schnelleren Rhythmen jagt ein Trend den nächsten. Die Zahl jugendlicher Lebensstile wächst explosionsartig. Fluktuation scheint das einzige Kontinuum im Meer jugendlicher Subkulturen zu sein. Doch sind die jugendlichen Lebenswelten wirklich ein einziges Chaos? Oder gibt es ungeschriebene Regeln, Steuerungsprozesse, Logik und handfeste materielle Interessen? Existieren Gemeinsamkeiten zwischen den vordergründig so verschiedenen Stilen der Punks und Skinheads, Hooligans und Gothics, Jesus Freaks und Satanisten, Autonomen und Neonazis, zwischen den Halbstarken der 1950er Jahre und den HipHoppern der Jetzt-Zeit?
Klaus Farin, geboren 1958 in Gelsenkirchen, ist Vorsitzender der Stiftung Respekt – Die Stiftung zur Förderung von jugendkultureller Vielfalt und Toleranz, Forschung und Bildung und im Vorstand von Aktion Courage e.V., dem Träger des Projektes „Schule ohne Rassismus“, sowie im Beirat der Zukunftsakademie NRW. Von 1998 bis 2011 war er Leiter des auch von ihm ins Leben gerufenen Archivs der Jugendkulturen.