Presse Fachbereichstag Architektur war zu Gast an der Hochschule Koblenz

Der Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe | Architektur hatte nun zwei Tage lang 26 Vertreterinnen und Vertreter der Architektur-Studiengänge aus ganz Deutschland zu Besuch: Der Fachbereichstag Architektur (fbta) ist die ständige Dekanatskonferenz aller Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland. Sie findet jedes Jahr an einer anderen Hochschule statt. Für das diesjährige Herbst-Plenum war die Hochschule Koblenz Gastgeberin und bot den Raum und Rahmen für den Austausch zu Themen der Hochschulentwicklung sowie zur Klärung aktueller hochschulpolitischer Fragen.

  • Führung durch die neuen Räumlichkeiten. Foto: Hochschule Koblenz/Gandner

  • Die Vertreterinnen und Vertreter des Fachbereichstages Architektur. Foto: Hochschule Koblenz/Niclas Mannstadt

  • Foto: Hochschule Koblenz/Niclas Mannstadt

  • Foto: Hochschule Koblenz/Gandner

  • Foto: Hochschule Koblenz/Gandner

  • Foto: Hochschule Koblenz/Gandner

  • Foto: Hochschule Koblenz/Gandner

Die Gäste wurden mit einer abwechslungsreichen Führung durch die regulären, aber auch neu konzipierten und gerade erst eingeweihten Räumlichkeiten des Fachbereichs empfangen. Dabei ergaben sich bereits angeregte Gespräche über Organisation und Inhalte der Architektenausbildung. So konnte beispielsweise Dipl.-Ing. Stephan Jost, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich, bei der Vorführung des Lichtlabors durch den Anwendungsumfang seine Zuhörer begeistern: „Baulich entspricht das Labor einer amtlichen Prüfstelle für Lichtmessungen und -simulation. Diese hochwertige Ausstattung ist für eine Hochschule sonst sehr selten.“

Auch die besondere räumliche Gestaltung und strukturelle Verflechtung des großen studentischen Arbeitsbereiches mit den Büroarbeitsplätzen der wissenschaftlichen Mitarbeitenden, welche auf einer offenen Galerie über den Plätzen der Studierenden organisiert sind, stieß auf Interesse: „Das fördert sicherlich den Austausch unter den Studierenden und Mitarbeitenden. Und den Geräuschpegel durch die vielen Studierenden unten habe ich hier oben höher erwartet“, merkte Prof. Stephanie Kaindl von der Fachhochschule Erfurt bei der Führung an.

Prof. Ulof Rückert eröffnete im Anschluss die Sitzung mit einem Einblick in die Fakten und Merkmale der Hochschule Koblenz und besonders des Fachbereichs bauen-kunst-werkstoffe | Architektur. So erwähnte er beispielsweise die ländlich geprägte Umgebung von Koblenz, aus der ein großer Teil der Studierenden komme: „Bei uns kommt der durchschnittliche Student mit dem Auto und fährt 30-45 Minuten täglich aus der Umgebung von Koblenz hoch zu uns auf die Karthause.“ Diese starke Verflechtung der Hochschule mit ihrer Region und Umgebung mache eine ihrer Besonderheiten aus und trage zur spezifischen Atmosphäre in Koblenz bei. Durch die Veranstaltung führte der Vorsitzende des Fachbereichstages Prof. Dipl.-Ing. Clemens Bonnen.

Ergänzt wurden die zwei Sitzungstage durch Beiträge von Prof. Ralf Niebergall, Architekt und Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer sowie von Prof. Ulrich Blum (Associate, Zaha Hadid Architects) zum Thema der Digitalisierung in der Architektur und Architekturausbildung. Gerade das digitale Arbeiten erhalte zunehmend mehr Einzug in die Hochschulausbildung innerhalb der Architektur, so dass die Fragen nach Art und Umfang der Digitalisierung relevant und dringlich seien. Dabei vertrat der Referent Blum die These, dass die Digitalisierung nicht isoliert als Einzelfach geführt werden dürfe, sondern in jede Fachdisziplin eingeschlossen werden müsse. Das Zusammentreffen bot eine gute Gelegenheit, dieses Thema hochschulübergreifend zu diskutieren. Dabei profitierten alle Beteiligten von dem offenen Erfahrungsaustausch der einzelnen Hochschulen. Abgerundet wurde das Rahmenprogramm, bei dem die Gäste die Stadt Koblenz kennen lernen konnten, mit einer Weinkellerführung sowie einem anschließenden gemeinsamen Abendessen.