Für Katastrophen gerüstet: Amateurfunkgruppe an der Hochschule Koblenz absolvierte Notfunkübung

Die Ereignisse bei der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr haben gezeigt, wie wichtig eine Funkkommunikation ist und dass auch das so genannte BOS-Netz, also das Netz von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk (THW) und Polizei, bei solchen Großschadensereignissen schnell an seine Grenzen kommt. Vor diesem Hintergrund hat die Amateurfunkgruppe an der Hochschule Koblenz nun eine Notfunkübung absolviert, um auszuloten, welchen Beitrag sie zur Unterstützung im Krisenfall leisten kann.

  • Arno Herz bei der Notfunkübung (Foto: Amateurfunkgruppe)

Es wurde das Szenario „Blackout in Koblenz und Umgebung“ angenommen, bei der der fehlende Strom Kommunikation per Handy sowie die Nutzung des Internets verhindert. Amateurfunk war in diesem Szenario aber möglich, da die mobilen Notfunkstationen aus den eigenen Kraftfahrzeugen der Funkamateure versorgt werden konnten. Die Station an der Hochschule Koblenz lief hier ebenfalls im Batteriebetrieb, allerdings solargepuffert. Ziel der Übung war es, zunächst die Kommunikation von zentralen Punkten im Umkreis von etwa 30 Kilometern um Koblenz sicherzustellen. Das konnten die Teilnehmer in der gut zweistündigen Übung in fast allen Punkten erreichen.

„Die Notfunkübung hat uns gezeigt, was wir leisten können, wo Mängel sind und wie schnell die Sachen einsatzbereit gemacht werden können. Denn: Besser geht immer!“, so Arno Herz, Leiter der Amateurfunkgruppe der Hochschule Koblenz. In einem zweiten Schritt sollen die „Funklöcher“ ausgelotet und bestimmt werden. Für dies werden aber noch Zusatzgeräte benötigt, damit dies möglichst automatisiert erfolgen kann.

Schon vor der Flutkatastrophe hatte der Verein dafür gesorgt, stets einsatzbereit zu sein. So wurden die seit der gemeinsamen Übung mit dem THW 2011 vorhandene Notfunkgruppe und deren Geräte während der Corona-Lockdowns in 2020 und 2021 nochmals aufgefrischt, repariert, erweitert und einzeln getestet. „In der Hochschule Koblenz halten wir derzeit insgesamt 12 notfunkfähige Systeme vor, die zunächst einen regionalen Bereich mit einem Radius von etwa 30 Kilometern abdecken können“, so Herz, „weiterhin stehen hier noch mobile wie auch stationäre Funkgeräte für Kurzwelle bereit, die zuverlässig deutschlandweit und bei Bedarf europaweit funktionieren.“ Zusätzlich stehen bei den Mitgliedern der Amateurfunkgruppe K32 Mittelrhein mehr als 40 weitere Endgeräte zu Hause bereit, die für diesen Zweck genutzt werden können.

Die Amateurfunkgruppe ist nicht nur eine technisch-wissenschaftliche Gruppe der Hochschule Koblenz, sondern auch offen für alle Interessierten. So sind alle herzlich willkommen, auch mal nur „reinzuschnuppern“. Wer direkt einsteigen will, kann an einem kostenfreien Online-Kurs zur Vorbereitung auf das Amateurfunkzeugnis teilnehmen, den die Amateurfunkgruppe wieder anbietet und der am 19. Oktober 2022 beginnt. Anfragen und Anmeldungen an Arno Herz, DL1PBC, dl1pbc@darc.de.

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