Energiewende und Digitalisierung im Verteilnetz – Studierende besuchten Westnetz in Saffig

Unter dem Motto „Herausforderungen und Chancen im Verteilnetz“ haben 20 Studierende der Elektrotechnik der Hochschule Koblenz das Regionalzentrum von Westnetz in Saffig besucht. Dort konnten sie einen Nachmittag lang in Vorträgen und bei praktischen Vorführungen vor Ort einen Eindruck von der Arbeit des größten Verteilnetzbetreibers in Deutschland erhalten.

  • Fotos: Hochschule Koblenz/Stolz

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Die Vorträge thematisierten Techniken und Möglichkeiten der Digitalisierung von Ortsnetzstationen, den Datentransport der Messdaten via Glasfaser und die Einbindung dieser Messwerte sowie deren Darstellung in der Netzleitstelle. Dabei stellten sich fünf der sieben Referenten als ehemalige Studierende der Hochschule Koblenz heraus, die in den meisten Fällen über eine Ausbildung oder eine Werkstudierendenstelle in das Unternehmen eingestiegen waren. Der Kontakt zu den interessierten Studierenden war auch sehr familiär, da sich einige tatsächlich noch aus Lerngruppen kannten.

In Begleitung ihres Professors Dr. Johannes Stolz erfuhren die Studierenden bei dieser Exkursion, welchen Herausforderungen Netzbetreiber in diesen Zeiten zeitgleich gegenüberstehen. Während durch die Energiewende zunehmend regenerative Energieträger ans Netz angeschlossen werden müssen, sorgt die Wärmewende dafür, dass mehr und mehr Personen auf eine Wärmepumpe als Heizung umsteigen und so der elektrische Lastbedarf im Netz steigt. Hinzu kommt, dass im Rahmen der Mobilitätswende immer mehr Elektro- und Hybridfahrzeuge angemeldet und betrieben werden.

Neben der Theorie erhielten die Studierenden bei ihrer Exkursion auch Einblicke in die Netzführung sowie in die Darstellung des Netzes. Zudem konnten sie den Arbeitsalltag von Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Netzleitstelle verfolgen. Bei einem Außentermin konnten die Teilnehmenden den frisch abgeschlossenen Umbau einer alten Turmstation zu einer modernen, voll digitalisierten Kompaktstation begutachten. Die hier gewonnenen Messwerte gehen direkt per Glasfaser in die Netzleitstelle und erweitern so die Möglichkeiten, auch in der Niederspannung belastete Abgänge festzustellen.

„Durch die Digitalisierung sind die Netzbetreiber mittlerweile nicht mehr nur ein Arbeitsplatz für Energietechnikerinnen und –techniker“, betonte Stolz, „für die Glasfasertechnik, für die Digitalisierung und die Messwertaufbereitung werden auch Expertinnen und Experten aus den Bereichen Informationstechnik, Automatisierung und Messtechnik gebraucht, so dass fast die volle Bandbreite der Studienfächer aus der Elektro- und Informationstechnik hier Anwendung findet.“

Aufgrund der sehr guten Resonanz werden in den nächsten Monaten weitere Exkursionen stattfinden, um den Studierenden noch mehr praktische Einblicke in mögliche Berufsfelder zu bieten.

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