Prüfungsamt WIWI Anerkennung & Anrechnung

Stand 01.06.2021

Bereits erworbene Kompetenzen sollen nicht mehrfach abgefragt werden und Studienzeiten sollen qualitätsgesichert und sinnvoll verkürzt werden.

Anerkennung = hochschulisch erworbene Kompetenzen oder Qualifikationen 

Gem. der Prüfungsordnung kann die Anerkennung nur abgelehnt werden, wenn wesentliche Unterschiede hinsichtlich der erworbenen Kompetenzen nachgewiesen und begründet werden.

Anrechnung = außerhochschulisch erworbene Kompetenzen (Kenntnisse und Fähigkeiten)

Gem. der Prüfungsordnung muss die Anrechnung abgelehnt werden, wenn Leistungen nicht gleichwertig (nach Inhalt und Niveau) sind. 

  • Anträge auf Anerkennung und Anrechnung können erst gestellt werden, wenn Studierende im jeweiligen Studiengang im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Koblenz eingeschrieben sind. 
  • Vorabprüfungen (bei der Bewerbung oder aufgrund einer allgemeinen Studienberatung) sind grundsätzlich nicht möglich. 
  • Anträge auf Anerkennung und Anrechnung sind zu stellen, bevor sich Studierende im Prüfungsverfahren des jeweiligen Moduls befinden, also bevor sie sich z. B. erstmals zu einer Prüfung angemeldet haben. 
  • Anträge auf Anerkennung und Anrechnung sind innerhalb des ersten Studiensemesters zu stellen. 
  • Empfehlung zum Zeitpunkt der Antragsstellung: so früh wie möglich, spätestens aber bis drei Wochen vor dem Ende der An- und Abmeldefrist zu den Prüfungen. Diese Vorlaufzeit wird mindestens benötigt, um die Anerkennung/Anrechnung zu überprüfen und zu bescheiden. 
  • Waren Studierende bereits in einem vergleichbaren/verwandten Studiengang eingeschrieben, erfolgt prinzipiell die Einstufung ins zweite Fachsemester. Bewirkt anschließend ein Antrag auf Anerkennung von Leistungen aus dem vorherigen Studium, dass eine gewisse Zahl an Modulen (und damit auch an ECTS-Punkten) anerkannt werden, wird von Amts wegen eine Heraufstufung der Fachsemesterzahl vorgenommen. 
  • Bei der Anerkennung von hochschulischen Leistungen wird gemäß der Prüfungsordnung i. V. m. § 25 Abs. 3 HochSchG Rheinland-Pfalz auch die Versuchszählung übernommen. 
  • Schriftlicher Antrag der Studierenden auf Anerkennung, in dem dargestellt wird
    • auf welches Modul/ auf welche Module sich der Antrag bezieht (die Modulbeschreibungen des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften sind in ihrer aktuellen Fassung auf unserer Homepage abrufbar) und
    • welches Modul/ welche Module der vorherigen Hochschule/Universität mit diesem Modul/diesen Modulen korrespondieren (z. B. das Modul „Grundlagen der Volkswirtschaftslehre“ der Universität Mannheim korrespondiert mit dem Modul „Einführung in die Volkswirtschaftslehre“ des FB Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Koblenz).
    • Im Anerkennungsverfahren könnten auch zwei oder mehrere Module zusammengefasst zur Anerkennung eines Modules dienen. 
    • Umgekehrt könnte es auch möglich sein, dass für ein umfangreicheres, erfolgreich absolviertes Modul zwei/ mehrere Module im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften anerkannt werden.
  • Aktuelle Leistungsübersicht aus dem vorherigen Studium. Diese muss von der Hochschule unterschrieben und gestempelt sein, ein einfacher Auszug aus dem Online-Portal ist nicht ausreichend. Darüber hinaus ist eine aktuelle Unbedenklichkeitsbescheinigung vorzulegen. 
  • Modulbeschreibungen der einzelnen Module, die auf eine mögliche Anerkennung geprüft werden sollen. WICHTIG: Bitte nur die einzelnen Modulbeschreibungen vorlegen, kein komplettes Modulhandbuch.
     
  • Schriftlicher Antrag auf Anrechnung, in dem dargestellt wird
    • auf welches Modul/auf welche Module sich der Antrag bezieht (die Modulbeschreibungen des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften sind in ihrer aktuellen Fassung auf unserer Homepage abrufbar) und
    • welche erworbenen Kompetenzen (z. B. Weiterbildung, Ausbildungsbestandteile, Zertifikatskurse, Erfahrungen aus der Berufspraxis o. Ä.) mit diesem Modul/diesen Modulen korrespondieren (z. B. das Lernfeld „Jahresabschluss analysieren und bewerten“ der Berufsschule korrespondiert mit dem Modul „Jahresabschluss“ der Hochschule Koblenz),
  • Abschluss- und Prüfungszeugnisse, Zertifikate, Arbeitszeugnisse (jeweils amtlich beglaubigt) 
  • ggf. eigenes (Anrechnungs-)Portfolio, Arbeitsproben, Stellenbeschreibungen oder Publikationen
  • Es muss zudem dargestellt werden, warum Studierende der Auffassung sind, dass Ihre z. B. in der Berufsschule erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen als gleichwertig mit dem betreffenden Modul / mit den betreffenden Modulen der Hochschule anzusehen sind. Diese Gleichwertigkeit müssen Studierende begründen. Das heißt, dass Studierende darlegen müssen, dass sie nicht nur die entsprechende Prüfung z. B. an der Berufsschule bestanden haben, sondern dass auch die Lehrinhalte dieses Fachs an der Berufsschule mit den Lehrinhalten des betreffenden Moduls als gleichwertig anzusehen sind (z. B. durch Vorlage des Rahmenlehrplans der Berufsschule, aus dem die Inhalte und die Anzahl der Unterrichtsstunden des betreffenden Fachs hervorgehen).
  • Eine Anrechnung von Leistungen kann nur bis maximal zur Hälfte der im Studiengang zu erwerbenden ECTS-Punkte erfolgen (HochSchG Rheinland-Pfalz § 25 Abs. 4).