Presse Zum Sommersemester 2019 startet derStudiengang für Berufstätige im Bauwesen

Zum Sommersemester 2019 startet am RheinMoselCampus der Hochschule Koblenz der neue berufsintegrierte Studiengang Bauingenieurwesen (BIBING). Er ermöglicht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus Berufen des Bauwesens, parallel zu ihrer Berufstätigkeit ein Bachelorstudium zu absolvieren. Wie groß das Interesse an dem Studienangebot ist, hat nun eine gut besuchte Infoveranstaltung des Fachbereichs bauen-kunst-werkstoffe gezeigt.

  • Einen Teil des Publikums sowie Prof. Dr.-Ing. Lothar Kirschbauer (vorne stehend) und Prof. Dirk Fischer (rechts oben sitzend).

Nachdem sich Kommunen, Behörden, Unternehmen und interessierte Privatpersonen in einer ersten Veranstaltung im Frühjahr letzten Jahres allgemein über das neue Studienangebot informiert hatten, erfuhren sie diesmal kompakt alles Wichtige für den konkreten Beginn und die weitere Organisation des Studiums. Dabei ging es um Themen wie Zulassungsvoraussetzungen, Studienaufbau, und Unterstützungsmöglichkeiten für die berufstätigen Studierenden.

„Wir wissen aus vielen Gesprächen mit Ingenieurbüros, Bauverwaltungen und Bauunternehmungen im Großraum Koblenz, dass auch hier – wie überall bundesweit – ein großer Mangel an Bauingenieurinnen und -ingenieuren herrscht“, so Prof. Dirk Fischer, der die neue Studienmöglichkeit an der Hochschule Koblenz gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Lothar Kirschbauer ins Leben gerufen hat. „In der Baubranche gibt es viele berufserfahrene Angestellte, die sich gerne weiterqualifizieren möchten und ein großes Potential dafür haben, die aber – nicht zuletzt aus finanziellen Gründen – ein Vollzeitstudium nicht stemmen können“, weiß Kirschbauer, „für diese Zielgruppe haben wir den Studiengang entwickelt.“

Durch eine Kooperationsvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Hochschule haben die Studierenden die Möglichkeit, in ihrem Beruf weiterhin tätig zu sein und sich trotzdem für höhere Aufgabenbereiche zu qualifizieren. Bereits erworbene und vergleichbare Kompetenzen aus den Ausbildungsberufen des Baugewerbes können bei vorhandener Gleichwertigkeit auf Antrag angerechnet werden. Damit richtet sich der neue Studiengang insbesondere an Bautechnikerinnen und Bautechniker mit den Schwerpunkten Hochbau und Tiefbau sowie vergleichbare, qualifizierte Angestellte des Baugewerbes mit entsprechender Erfahrung. Aber auch Berufsgruppen wie beispielsweise Bauzeichnerinnen und Bauzeichner sollen angesprochen werden. Dieser Personenkreis kann hierdurch seine Qualifikation über den zweiten Bildungsweg zu einem staatlich anerkannten akademischen Titel als Ingenieurin oder Ingenieur aufstocken.

Bewerben können sich in Kooperation mit ihren Unternehmen nicht nur Personen, die die allgemeine oder fachbezogene Hochschulreife nachweisen können, sondern auch Personen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung über eine berufliche Ausbildung oder eine berufliche Weiterqualifikation durch eine Meisterprüfung oder eine ähnliche Prüfung erworben haben. Da die Mathematik im Bauingenieurstudium eine große Rolle spielt, für viele berufsqualifizierten Studierenden die Kenntnisse der Mittelstufenmathematik aber lange zurückliegen, ist für die angehenden Studierenden in Kooperation mit der Volkshochschule Koblenz ein mathematisches Unterstützungsangebot vorgesehen, welches sie auf das Studium vorbereiten und den Einstieg in die Mathematikvorlesungen erleichtern soll.

Das Studium schließt mit einem staatlich anerkannten Abschluss als „Bachelor of Engineering“ ab und hat eine Regelstudienzeit von 12 Semestern. Begonnen werden kann jeweils zum Sommersemester.Als Ansprechpartner stehen Prof. Dr.-Ing. Lothar Kirschbauer, Prof. BauAss. Dirk Fischer und M.Eng. Nadine Kahil aus dem Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe zur Verfügung. Die jeweiligen Kontaktdaten finden sich unter www.hs-koblenz.de/bauingenieurwesen/team/. Möglich ist auch eine E-Mail an bibing(at)hs-koblenz.de.

Die Entwicklung des Studiengangs wurde durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.