Aktuelles Forschungsergebnisse: Bildungsangebote der Hochschulen Koblenz, Bonn-Rhein-Sieg und Worms für „nicht-traditionell“ Studierende kommen gut an

  • Studieren mit Familie braucht alternative Lern- und Lehrkonzepte. Foto: colourbox.de

  • Erfahrung E-Learning

  • Elektronische Medien als Lerninstrumente

  • Präferenzen für Elektronische Medien als Lerninstrumente

  • Gesamtnote des Kurses

Koblenz. Im  Sommersemester 2017 untersuchten die Hochschulen Koblenz, Worms und Bonn-Rhein-Sieg die Akzeptanz neu entwickelter Lehrangebote für „nicht-traditionell“ Studierende im Bereich der Wirtschaftswissenschaften mittels einer Befragung. Unter „nicht-traditionell“ Studierenden werden Berufstätige, Personen mit Familienpflichten und beruflich Qualifizierte verstanden. Ein wesentliches Merkmal dieser Personengruppe ist es, das sie sich erst spät für eine akademische Laufbahn entscheiden, ganz unterschiedliche Bildungsbiografien mitbringen und in der Regel über ein knappes Zeitbudget verfügen.

Die Probanden konnten zwischen acht berufsbegleitenden und kostenlosen Bildungsangeboten in drei betriebswirtschaftlichen Schwerpunkten – Versicherungswirtschaft, Außenwirtschaft und Wirtschaftsinformatik – wählen. Diese Pilotkurse im Projekt „work&study“ sind an den besonderen Bedürfnissen der Zielgruppe ausgerichtet und ermöglichen ein flexibles Lernen.
Am Ende der Pilotphase prüften die Hochschulen, ob die alternativen Lern- und Lehrkonzepte aus Sicht der Teilnehmer *innen aufgehen und wie die Hochschulen ihre Angebote noch weiter verbessern können. Dazu konzipierten die Verbundpartner eine Online-Umfrage. Der Fragebogen umfasste 52 Fragen zu neun unterschiedlichen Dimensionen, wie beispielsweise E-Learning und Didaktik.

An der Befragung beteiligten sich 71 der 98 Teilnehmer, dies entspricht einer Rücklaufquote von 72,4 Prozent. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse der Umfrage vor. Als Gesamtnote erhalten die Kurse eine 2,3. Eindeutig fällt das Ergebnis bei der Frage nach Erfahrungen mit E-Learning aus. 84,5 Prozent der Befragten geben an, wenig bis gar keine Erfahrung mit dieser Lernform zu besitzen. Gleichzeitig nutzt jeder Dritte elektronische Medien besonders gern, um sich Lerninhalte anzueignen. Auf einer Skala von eins bis fünf entscheiden sich 33,8 Prozent für den höchsten Wert und weitere 26,8 Prozent wählen den Skalenwert vier, um ihre Vorliebe für das Lernen mit elektronischen Medien zu beschreiben. Zusammen entspricht dies 60,6 Prozent. In der Dokumentation: Teil 1 – Verbundergebnisse unkommentiert, finden Interessierte weitere Ergebnisse der Umfrage. Am 4. Dezember 2017 veröffentlichen die Verbundpartner auf der Website des Projektes „work&study“ (http://www.work-and-study.info/) Zahlen differenziert nach Hochschulen.

Das Verbundprojekt „work&study“
Das länder- und hochschulübergreifende Verbundprojekt „work&study“ wird seit Sommer 2014 durch den Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Der Wettbewerb ist Teil der Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“. Sie verfolgt das Ziel, die Bildungschancen aller Bürger*Innen vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklung des Demografischen Wandels und der wachsenden Bedeutung des Lebenslangen Lernens zu steigern.
Fragen zu den Ergebnissen der Evaluation beantworten: Claudia Hoffmann, Tel.: 0261 9528-951, hoffmann, und Dr. Kerstin Voß, Tel.: 0261 9528-960, voss.