Studienaufbau Studienmodule

Das Curriculum ist so konzipiert, dass die in den Hochschulsemestern erworbenen Kenntnisse in den Praxisphasen im Betrieb mit engem zeitlichen Bezug angewendet werden können (siehe Studienverlaufsplan). So wurde beispielsweise das Modul "Grundlagen des Software Engineering" ins zweite Semester gelegt, dessen Inhalte in der ersten betrieblichen Praxisphase bei der eigenen Umsetzung erster kleiner Softwareprojekte sehr nützlich sind.

In den Informatik-Modulen werden die Grundlagen der Informatik und die Methoden des Software Engineering gelehrt. Die Mathematikmodule der ersten beiden Semester sind die Voraussetzung für die spezialisierenden Module in den höheren Semestern.

In der ersten Praxisphase, der 15 ECTS Punkte zugeordnet sind, sollen die Studierenden in die betrieblichen Abläufe integriert werden und ihre Fachkenntnisse durch die Teilnahme an der Entwicklung von Softwareprodukten vertiefen. Die Betreuung der Studierenden erfolgt gemeinsam durch qualifizierte Mitarbeiter der beteiligten Firmen und einen Hochschullehrenden. Der Erkenntnisfortschritt, den die Studierenden innerhalb der Praxisphase erzielt haben, soll am Ende durch einen zu benotenden Vortrag an der Hochschule dokumentiert werden. Ein ähnliches Muster ist im weiteren Studienverlauf zu finden.

In den Semestern nach der ersten Praxisphase nimmt die Spezialisierung in den Informatik-Fächern deutlich zu. Insbesondere steht das Themengebiet Mensch-Maschine–Interaktion im Fokus. Hier geht es u.a. um die Vermittlung von Programmiertechniken zur Entwicklung von benutzerfreundlichen Bedienoberflächen. Darüber hinaus erwerben die Studierenden in den Wahlpflichtmodulen gemäß ihren persönlichen Interessen Wissen in anderen Gebieten, in denen IT-Anwendungen eine wichtige Rolle spielen. Idealerweise sind es Module, die den Erwartungen des jeweiligen Kooperationsunternehmen entgegen kommen.  Insbesondere ist es möglich, sich durch geeignete Wahl der Module in einem der nebenstehend genannten Vertiefungsfächer zu profilieren.

Es müssen in jedem Fall vier verschiedene Wahlpflichtmodule belegt werden.  Ein Vertiefungsfach kann auf dem Zeugnis ausgewiesen werden, wenn mindestens drei der belegten Wahlpflichtmodule aus diesem Vertiefungsfach stammen.  Alle wählbaren Wahlpflichtmodule sind im Modulhandbuch genannt.

In der zweiten Praxisphase, der ebenfalls sind 15 ECTS Punkte zugeordnet, haben die Studierenden in größerer Eigenverantwortlichkeit am Prozess der betrieblichen Softwareentwicklung teil. Sie wird abgeschlossen durch einen schriftlichen Projektbericht, der von einem Hochschullehrenden bewertet wird. Das Anfertigen dieses Dokuments kann als Generalprobe für die Bachelorarbeit betrachtet werden. Es werden daher hohe Ansprüche an Form und Inhalt gestellt. Auch bei der zweiten Praxisphase achtet die Steuerungsgruppe auf die Einhaltung der Qualitätskriterien.

Das siebte Semester beinhaltet weiterführende informatikbezogene Inhalte und bietet weitere Gelegenheit, sich in den Wahlpflichtmodulen zu vertiefen.  Es macht die Studierenden somit fit für das letzte Semester, in dem sie ihre Abschlussarbeit im jeweiligen Betrieb anfertigen. Gemäß unserem Studienplan sind die Studierenden zu diesem Zeitpunkt zu sozialkompetenten Mitarbeitern gereift, die ein komplexes Softwareprojekt (mit hohem Anspruch) weitestgehend eigenständig planen und innerhalb eines kleinen Teams implementieren können.