Stärkung des ländlichen Raums: Erste Absolvierende des interdisziplinären Masterstudiengangs Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung verabschiedet

Im März 2021 startete der neu geschaffene Masterstudiengang „Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung M.Sc.“ an der Hochschule Koblenz, der sich interdisziplinär mit den Auswirkungen des gesellschaftlichen und demografischen Wandels auf lokaler und regionaler Ebene beschäftigt. Diese fachbereichsübergreifende Kooperation der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen und Soziale Arbeit verfolgt das Ziel, ländliche Räume zu stärken. Nun haben die ersten sieben Studierenden ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und in einer Feierstunde im Oberlichtsaal am RheinMoselCampus der Hochschule ihre Masterurkunden erhalten. Der Präsident der Hochschule Prof. Dr. Karl Stoffel, die Dekane Prof. Ulof Rückert und Prof. Dr. Armin Schneider sowie Studiengangsleiter Prof. Peter Thomé beglückwünschten die Absolvierenden.

  • Von links: Prof. Dr. Karl Stoffel, Prof. Dr. Steffen Kröhnert, die Absolvierenden Valerie Stillger, Lea Rindsfüsser, Christoph Zepp und Daniel Greipel, Prof. Ulof Rückert, Julia Trapp und Prof. Peter Thomé. Auf dem Bild fehlen die Absolvierenden Frank Fischer, Dominik Molz und Annika Schreiber. (Foto: Hochschule Koblenz/Mannstadt)

In seinem Grußwort stellte Hochschulpräsident Karl Stoffel die Relevanz des neuen Studiengangs heraus: „Der interdisziplinäre Ansatz macht den Masterstudiengang besonders innovativ und praxisnah und ist gerade in der Region rund um Koblenz, die größtenteils ländlich und kleinstädtisch geprägt ist, mit sehr hohem Anwendungsbezug möglich“, betonte er. Vor allem mit dem Transfer zwischen Forschung, Lehre und Praxis in Zusammenarbeit mit den Orten der Region könne der Studiengang einen wichtigen und zukunftsweisenden Beitrag für die regionale Entwicklung leisten. Dies zeigten auch die Studierenden, die ihre praxisorientieren Master-Thesen kurz vorstellten. So untersuchte eine Absolventin das aktive Leerstandsmanagement als Instrument der Ortsinnenentwicklung im Welterbe Oberes Mittelrheintal, andere Studierende widmeten sich Wohnbedarfen und Ortsinnenentwicklung im Landkreis Südwestpfalz, neuen Wohnformen in ländlichen Räumen oder aktuellen Fragen einer resilienten Ortsentwicklung im Umgang mit dem Klimawandel an der Untermosel.

„Viele der Studierenden beschäftigen sich in ihren Abschlussarbeiten mit Themen aus ihrer eigenen Heimatregion. Zudem greifen sie aktuelle Herausforderungen auf, zu denen sie mit ihren Untersuchungen einen Beitrag leisten möchten“, beobachtete Studiengangsleiter Peter Thomé. Eine Studentin ging beispielsweise der Frage nach, inwiefern eine Internationale Bauausstellung (IBA) ein Impulsgeber für die Ahrregion nach der Flutkatastrophe sein könnte. Die Ergebnisse wird sie den kommunalen Akteuren des Landkreises in wenigen Tagen bei einem Workshop präsentieren. Zudem lobte Thomé den Mut und die Offenheit der Studierenden, sich auf einen gänzlich neuen Studiengang eingelassen zu haben, ohne genau zu wissen, was sie erwarte. Und dieser Mut wurde belohnt: Viele der Absolvierenden sind bereits ins Berufsleben gestartet und haben eine Anstellung gefunden, beispielsweise beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung oder auch als wissenschaftliche Mitarbeitende bei der Hochschule Koblenz selbst. Andere berichten von sehr positivem Feedback in den nun anstehenden Bewerbungsprozessen.

Für den nächsten Studienstart im März 2023 sind bereits jetzt Anmeldungen möglich. Interessierte erhalten am Mittwoch, den 30. November um 18 Uhr in der virtuellen Informationsveranstaltung zum interdisziplinären Masterstudiengang „Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung“ wichtige Informationen: Peter Thomé und sein Team stellen den Studiengang vor und geben einen Überblick zu Inhalten, Studienverlauf und Zugangsvoraussetzungen. Die Zugangsdaten sowie nähere Infos zum Studiengang sind unter www.hs-koblenz.de/io-s verfügbar.

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