IBEB unterwegs

IBEB unterwegs in der Kita Sonnenschein, Kirn

Das IBEB besuchte die Kita Sonnenschein in Kirn. Die Kita-Leiterin, Sandra Reemen, nahm sich trotz Krankheitswelle in der Kita die Zeit, mit Dr. Andy Schieler und Lara Schindler vom IBEB über die pädagogische Arbeit in ihrer Einrichtung zu sprechen. Frau Reemen, die die 1993 erbaute Einrichtung seit nun fast 30 Jahren leitet, stellte die Einrichtung mit all ihren Besonderheiten vor. Die naturnah gelegene Kita steht in einer Hanglage. Dadurch verfügt das Haus nicht nur über viele Treppen und erstreckt sich über mehrere Stockwerke, sondern auch das Außengelände ist hierdurch geprägt von Hängen. Neben Außenspielgeräten wird dieses von Gebüschen und sogar einem eigenen Steinbruch ergänzt. All dies wird von den Kindern zum Spielen verwendet. Dabei verwundert es nicht, dass die Kinder aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in ihren grobmotorischen Fähigkeiten Tag für Tag gefordert werden und dadurch viele Entwicklungsschritte verbuchen. Die Kita Sonnenschein ist ehemalige Konsultationskita für Demokratiepädagogik des Landes Rheinland-Pfalz. Auch wenn gewisse Instrumente wie die Kinderkonferenz nach der Corona-Zeit erst wieder neu eingeführt werden müssen, findet Partizipation an vielen Stellen im Alltag Raum. Alle Räume der Einrichtung stehen den Kindern ohne Einschränkungen zur Verfügung. Die Kita wird als Haus gesehen, in dem alle 75 Kinder sowie das gesamte Team der Einrichtung gemeinsam leben, lernen und arbeiten. Die Änderungen des Betreuungsanspruchs, zuletzt durch das neue Kita-Gesetz in Rheinland-Pfalz, zeigen allen Beteiligten in der Kita deutliche Grenzen auf – vor allem die räumlich-baulichen. Das überträgt sich auf die pädagogische Arbeit der Fachkräfte. So hat Sandra Reemen eine ganz klare Meinung: „Wir brauchen nicht mehr Personal, wir brauchen mehr Räume.“.

Im 19 Personen starken Team der Einrichtung mit Fachkräften, die unter anderem im Situationsansatz und in Religionspädagogik ausgebildet sind, wird sehr ressourcenorientiert gearbeitet. Das Team nutzt regelmäßig kollegiale Fallberatungen und es werden Hypothesensuchen aufgestellt, um die eigene Arbeit zu reflektieren und die Kinder und Familien bestmöglich unterstützen zu können. Die gelebte Demokratiepädagogik mit den Kindern wirkt sich spürbar auch auf das Team aus, da die Kinder in vielen Alltagssituationen sehr selbstständig agieren. Damit bleibt für die Fachkräfte der Kita Sonnenschein mehr Zeit und Raum für weitere Bildungsarbeit mit den Kindern. Auch die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern und Familien ist ein bedeutender Punkt in der Arbeit des Teams. Sandra Reemen ist der Meinung: „Ein Kind kommt nie alleine in die Kita.“. Eltern in vielerlei Hinsicht zu begleiten und stetig zu informieren, zum Beispiel hinsichtlich unterschiedlicher Bildungsthemen, ist daher eine wichtige Aufgabe in der alltäglichen Arbeit des Teams.

Sorgen machen sich Sandra Reemen und ihr Team um Entwicklungen in Bezug auf die Sprache und Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Zu beobachten ist die Verwendung von Einwortsätzen bei den Kindern und die mangelnde Konzentration auf eine Sache bzw. das Durchhaltevermögen, sich auf etwas zu fokussieren und an etwas dran zu bleiben. Eine Hypothese der Kita-Leitung ist, dass die vermehrte und vor allem von Erwachsenen unbegleitete Nutzung von digitalen Medien damit zu tun haben könnte.

Gegen Digitales stellt sich die Einrichtung allerdings nicht. Die pädagogischen Fachkräfte der Kita Sonnenschein nutzen beispielsweise regelmäßig Tablets. Nicht nur um Videos der Kinder für Entwicklungsgespräche zur Untermauerung von Lerngeschichten aufzunehmen, sondern auch, um über eine App mit den Eltern in Kontakt zu bleiben. So können schnell Informationen weitergegebenen werden, was alle Beteiligten entlastet.

Die Kita Sonnenschein aus Kirn hat jüngst erfolgreich ihre Folgezertifizierung im Rahmen von Qualitätsentwicklung im Diskurs (QiD) abgeschlossen, nachdem die Einrichtung 2017 erstmals im QiD-Ansatz zertifiziert wurde.

Für Hospitationsbesuche steht die Einrichtung gerne bereit.

Kita Sonnenschein Kirn, Leitung: Sandra Reemen, Tel.: 06752-135-8100, E-Mail: kita-sonnenschein(at)kirn.de

IBEB unterwegs in der Kita Waldwichtel, Oberhausen bei Kirn

Das IBEB war wieder unterwegs und besuchte die Kita Waldwichtel in Oberhausen bei Kirn. Heike Zerfaß (Kita-Leitung) und Marcel Horlebein (pädagogische Fachkraft) nahmen sich Zeit, um Lara Schindler, Dr. Andy Schieler und dem IBEB-Maskottchen Ebbi Einblicke in den Waldplatz und die Einrichtung zu geben. 13 Mitarbeiter:innen (zehn Erzieher:innen, eine Berufspraktikantin, eine Teilzeitauszubildende und eine Sozialassistentin) begleiten den Alltag der Kinder in einem teiloffenen Konzept mit Gruppen- und Funktionsräumen täglich von 7:15 Uhr bis 16:15 Uhr mit flexiblen Bringzeiten. Insgesamt 50 Kinder (zehn U2- und 40 Ü2-Kinder) besuchen die Kita mit einem Ganztagsplatz. In der Gruppe der Waldwichtel befinden sich Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren, die immer montags und dienstags zu jeder Jahreszeit und in allen Wetterlagen (ausgenommen bei starkem Wind) den Vormittag im Wald verbringen. Begleitet werden die Kinder stets von vier pädagogischen Fachkräften, wovon zwei zertifizierte Wald- und Wildnispädagoginnen sowie BNE-Fachkräfte sind. Früh werden die Kinder von den Eltern direkt in den Wald gebracht und zum Mittagessen laufen die Kinder gemeinsam mit den Erzieher:innen in die Kita (ca. eine halbe Stunde Fußweg). Am Rande des öffentlichen Waldplatzes der Gemeinde (mit gutem Kontakt zum Förster) steht ein von Freiwilligen gestalteter Bauwagen bereit, in dem die Kinder und Erzieher:innen Unterschlupf finden und Materialien untergebracht sind. Die Nutzung des Waldes als pädagogischer Raum ist seit 25 Jahren ein wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit der Kita Waldwichtel und entsprechend konzeptionell verankert. Im fachlichen Austausch mit den Fachkräften vor Ort wird deutlich, dass der Wald als ein Segen für die Entwicklung der Kinder und die Arbeit der Fachkräfte beschrieben wird:

  • Die Grobmotorik der Kinder verbessert sich durch die Unebenheiten im Waldboden, das Klettern und Spielen mit Ästen, Erde und Steinen zusehends.
  • Die Ausdauer der Kinder steigert sich mit der Zeit, sichtbar dadurch, dass Kinder, die erst kurze Zeit in der Waldgruppe sind, die Bänke auf dem Weg zurück in die Kita zum Pausieren nutzen, während die „älteren Hasen“ der Waldgruppe den Rückweg ohne Verschnaufpausen meistern.
  • Die Selbstwirksamkeit und das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Grenzen offenbaren sich im selbsttätigen Interagieren mit der Natur.
  • Das Spielen im Wald ohne zweckgebundene Spielsachen erfordert Fantasie, erfordert Kommunikation mit anderen, um die eigenen Fantasien zu teilen und fördert somit die soziale und sprachliche Entwicklung.
  • Das Draußensein im weitläufigen Gelände fördert prosoziales Verhalten im gegenseitigen aufeinander Acht geben, wenn andere Kinder z. B. die Sichtweite der Gruppe zu verlassen drohen.
  • Der große Raum im Wald ermöglicht auch den in kleineren Räumen als verhaltensauffällig wahrgenommenen Kindern den nötigen Entfaltungsraum, wodurch das auffällige Verhalten als deutlich reduziert erlebt wird und die Fachkräfte sowie die Kinder weniger Stress empfinden.
  • Auch das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil kommt nicht zu kurz, wenn beispielsweise die fünfte Birke als nächster Halt einer Wanderung auserkoren wird.
  • Durch das Erleben verschiedener Tages- und Jahreszeiten und Witterungen erfahren die Kinder die natürlichen Zyklen unmittelbar. Das ermöglicht den Fachkräften die Begleitung langfristiger Lernprozesse in allen Bildungsbereichen.

„Im Wald wird aus einem Flüstern ein Rufen und aus einem Lächeln ein lautes Lachen.“ (Alexandra Fey, pädagogische Fachkraft und FaKiB). Die Konsequenzen dieser konzeptionellen Ausrichtung auf den Wald als Lebensraum sind auch die positiven Rückmeldungen der Grundschule, in denen die Kinder der Kita Waldwichtel als motorisch und sprachlich weiter entwickelter beschrieben werden. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten der Kinder, aber auch der Fachkräfte, werden im Vergleich zu anderen Kitas als deutlich geringer wahrgenommen. Immer wieder hospitieren andere Fachkräfte und Eltern in der Kita Waldwichtel, in dem Wissen um die Vorteile und den Erfahrungsschatz der Kita. In der Einrichtung selbst werden zudem Projekte im Rahmen der Bildung nachhaltiger Entwicklung (BNE) umgesetzt und dabei u. a. ein Frühstücksbüffet mithilfe regionaler, saisonaler, biologischer und fair gehandelter Zutaten angeboten.

Die Kita Waldwichtel sichert und entwickelt ihre Qualität mit dem Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs (QiD) und hat nach der Erstzertifizierung 2017 in diesem Jahr erfolgreich die Folgezertifizierung durchlaufen.

Die Kita Waldwichtel steht gern für Hospitationsbesuche bereit.

Kita Waldwichtel Oberhausen, Leitung: Heike Zerfaß, Tel.: 06752 2872, E-Mail: kiga-waldwichtel(at)t-online.de

IBEB unterwegs in der Kinderkrippe „Michels Zwergenhaus“ in Stromberg

Dr. Marina Swat, Dr. Andy Schieler und Maskottchen Ebbi besuchten als Vertreter:innen des IBEB die Kinderkrippe „Michels Zwergenhaus“ in Stromberg. Hierbei handelt es sich um eine Kleinkindeinrichtung mit 25 Ganztagsplätzen für Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren und sieben pädagogischen Mitarbeiter:innen in kommunaler Trägerschaft der Stadt Stromberg.

Der Besuch begann mit einem Rundgang durch die Einrichtung, geführt von der Einrichtungsleiterin Stephanie Nitschke im Beisein des Trägervertreters und Kreisbeigeordneten Gerhard Krüger sowie dem Elternausschussvertreter Stephan Berger. Die modernen Räumlichkeiten werden mit viel Kreativität und Flexibilität multifunktional und äußerst effizient genutzt, damit alle notwendigen Tätigkeiten in den räumlich überschaubaren Innenbereichen Platz finden. Im gern genutzten Außenbereich entsteht neben dem Highlight der Bobby-Car-Bahn derzeit ein Tipi aus Weiden. Im Innen- und Außenbereich wird bewusst auf Alltagsmaterialien und das Prinzip „weniger ist mehr“ gesetzt, da das Kita-Team mit weniger Spielzeug ein intensiveres Spiel bei den Kindern beobachtet. Das Essen für die Kinder wird täglich frisch und in der eigenen Küche selbst gekocht. Der unmittelbare Sozialraum der Kita wird in naher Zukunft um eine Kita erweitert, die direkt an die Kinderkrippe angrenzen soll. Das Team ist auch über den Sozialraum hinaus gut vernetzt, z. B. mit dem Kreiselternausschuss des Landkreises Bad Kreuznach oder dem IBEB.

Nach dem Rundgang tauschten sich alle Beteiligten im Freien zu aktuellen Themen der Kinderkrippe aus. Diskutiert wurden hierbei unter anderem die seit Inkrafttreten des neuen KiTaG monatlich(!) neu beantragte Betriebserlaubnis, die als Belastung empfundenen Regelungen des KiTaG, die in der Einrichtung nicht 1:1 umzusetzen sind, die Priorität des eigenen hohen pädagogischen Anspruchs und der auch in Stromberg omnipräsente Personalmangel. Von regulär sieben pädagogischen Fachkräften stehen der Einrichtung meist krankheitsbedingt seit mehreren Wochen nur zwei bis drei Fachkräfte zur Verfügung. Ohne Springerkraft und „Feuerwehrkraft“ sei der Betrieb nicht aufrechtzuerhalten, so der Trägervertreter Herr Krüger. Dieser wünscht sich pädagogische „Feuerwehrkräfte“ des Landes, die vor Ort im Bedarfsfall einspringen können.

Stolz sind Leitung, Träger- und Elternausschussvertretung gleichermaßen vor allem auf die Besonderheit als Kleinkindeinrichtung mit dem fachlich fundierten Fokus auf sehr jungen Kindern. Alle Fachkräfte haben die Weiterbildung für die U3-Pädagogik abgeschlossen und sind in der Lage, auf die besonderen Entwicklungsbedürfnisse von Kindern unter drei Jahren professionell einzugehen. Das größte Anliegen dabei ist: Diese Besonderheit als Krippeneinrichtung weiterführen zu dürfen, was bedeutet, „die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit wir als Einrichtung nicht untergehen“, so Frau Nitschke. Das ist der einstimmige Wunsch aller, einschließlich der Eltern und des Trägers. Dabei gelte es auch, „politisch die Weichen zu stellen, damit sich die Rahmenbedingungen so aufstellen, dass Personalführung, Teamarbeit und Qualitätsentwicklung wieder möglich sind“, ergänzte Frau Nitschke. Gut, dass es bei allen Widrigkeiten die täglichen Beziehungen zu den Kindern gibt: „Der Umgang mit den Kindern ist das, was unsere Batterien auflädt.“ (Stephanie Nitschke).

Der Kontakt zwischen dem IBEB und der Kinderkrippe „Michels Zwergenhaus“ ist durch den Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs entstanden, mit dem die Kita 2018 erstmals zertifiziert und 2022, nach der Qualitätsentwicklung im Prozess der Peer-Eingewöhnungen, folgezertifiziert wurde. Die Übergabe des QiD-Folgezertifikats war zugleich Anlass des Besuches.

Die Einrichtung steht gern für Hospitationsbesuche zu Themen der Kleinkindpädagogik bereit.

IBEB unterwegs in der Kita „St. Marien“ in Kyllburg

Erzieherin und Kita-Kinder zusammen mit dem Maskottchen Ebbi

Quelle: IBEB

Foto der Räumlichkeiten der Kita St. Marien in Kyllburg, man sieht einen Besprechungstisch

Quelle: IBEB

Foto von gemalten Bildern in der Kita St. Marien in Kyllburg

Quelle: IBEB

Vertreter:innen des IBEB besuchten mit dem Maskottchen Ebbi die Kita „St. Marien“ in Kyllburg, eine Einrichtung mit 80 Plätzen, verteilt auf zwei Regelgruppen und zwei altersgemischte Gruppen, sowie 11 pädagogischen Mitarbeiter*innen in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde Bitburger Land.

Der Besuch begann mit einem Rundgang durch die Einrichtung, den die Kita-Leiterin Marianne Engler-Schuster, Erzieherin Karin Johanns und die Elternvertreterin Alexandra Leppich leiteten. Die Räumlichkeiten befinden sich im ehemaligen Gebäude einer Hauptschule, welche nun von Kita und Grundschule unter dem Begriff „Haus der Bildung“ genutzt werden. Die Kinder der Kita können neben den Gruppenräumen Angebote im Wahrnehmungsraum, im Bewegungsraum, im Funktionsraum, im Schlafraum und im Außengelände wahrnehmen.

Die Besonderheit der Kita ist die gelingende Zusammenarbeit mit der anliegenden Grundschule. Diese zeigt sich unter anderem in der gemeinsamen Nutzung der Mensa sowie der gemeinsamen Lernwerkstatt. Die Lernwerkstatt ist eine materialreiche Lernumgebung, die Kinder zum Beobachten, Staunen und Experimentieren anregt. Frau Engler-Schuster betont, dass die Kooperation mit der Grundschule keineswegs durch die bloße räumliche Nähe, sondern „nur mit enger Absprache funktioniert“. Eine Durchlässigkeit mit einer hohen Transparenz sei enorm wichtig für eine gute Zusammenarbeit und eine kindgerechte Gestaltung des Übergangs.

Weitere Schwerpunkte der Einrichtung sind die alltagsintegrierte Sprachförderung und Bewegungsangebote, die von Erzieherinnen der Einrichtung sowie in Kooperation mit dem Sportverein in Kyllburg angeboten werden. Die gesunde Ernährung und die Zahnpflege haben in der Kita einen hohen Stellenwert und werden in täglich umgesetzt.

Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass die Kita nicht nur mit der Grundschule, sondern auch im Sozialraum als Familienzentrum gut vernetzt ist. Frau Alexandra Leppich zeigte sich als Elternvertreterin hoch zufrieden mit der pädagogischen Arbeit der Kita und schätzt dabei vor allem die intensive Zusammenarbeit mit der Grundschule. Darüber hinaus werden die Interessen der Eltern von der Kita geachtet und sogar konkret abgefragt. Die Elternecke im Eingangsbereich der Kita sei ebenso ein gutes Angebot.

Das Familienzentrum hat zwei Schwerpunkte: Die Familienberatung und die Familienbildung. Hier sollen die Zugänge für Bildungs- und Beratungsangeboten erleichtert werden. Die Angebote sind niederschwellig, kostenfrei und wohnortnah. Jährlich finden Angebote mit Eltern und Kindern im Sozialraum der Kindertagesstätte statt. Neben der Kooperation mit der Grundschule und dem Sportverein finden in der Kita weiter Kooperationen statt: Kreismusikschule, Familienbildungsstätte, Logopädie, Ergotherapie, Kiwi (Kinder Willkommen), Krabbelgruppe für Kinder ab sechs Monaten bis zum Eintritt in die Kita.

Der Kontakt zwischen dem IBEB und der Kita „St. Marien“ ist durch den Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs entstanden, den die Kita im Jahr 2018 erfolgreich durchlaufen hat und sich derzeit im Prozess der Folgezertifizierung befindet. 

Die Einrichtung steht gern für Hospitationsbesuche bereit.

IBEB unterwegs zu Besuch in der Kindertagesbetreuung „Löwenzahn“ in Mendig

Gruppenbild in der Kindertagespflege Mendig

Quelle: IBEB

Logo der Kindertagespflege Mendig

Quelle: Jutta Neideck

Kita Kind auf der Rutsche im Außenbereich der Kindertagespflege Mendig

Quelle: IBEB

Das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) besuchte im Rahmen des Formates „IBEB unterwegs“, in Begleitung des Maskottchens Ebbi, Jutta Neideck in ihrer Kindertagesbetreuung „Löwenzahn“ in Mendig. Neben den Besuchen in Kindertageseinrichtungen tauscht sich das IBEB ebenso mit der Kindertagespflege aus.

Aktuell betreut Frau Neideck insgesamt 7 Kinder, wovon durchschnittlich drei bis vier Kinder gleichzeitig anwesend sind. Das Angebot der Kindertagespflege richtet sich insbesondere an Kinder von null bis drei Jahren und an Kinder im schulpflichtigen Alter bis 14 Jahre. Frau Neideck betreut von 12.00 – 19.00 Uhr in großzügigen Räumlichkeiten, vier Zimmer (aufgeteilt in Themenräume Spiel-, Bastel-, Hausaufgaben-, Musik-, Schafraum) sowie ein Bad und einen Garten mit Spielmöglichkeiten. Sie ist von Beruf Kinderpflegerin und hat darüber hinaus eine Qualifizierung zur Tagespflegeperson absolviert. Die fachliche Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen im Kreis Mayen-Koblenz steht in der Verantwortung des Jugendamtes, hierfür zuständig ist Frau Geishecker. Auch die Tagespflege verfolgt einen Förderauftrag der sozialen, emotionalen, körperlichen und geistigen Entwicklung der Kinder. Frau Neideck hat sich in diesem Kontext vor allem auf die Partizipation der Kinder spezialisiert. Während des Besuches äußerte sie, dass die Eltern vor allem die Flexibilität und die kleine Kindergruppe an ihrem Angebot schätzen.

Im Rahmen einer Interessengemeinschaft setzt sich Frau Neideck regelmäßig für eine bessere Vernetzung vor Ort ein. Im Gespräch mit ihr wurde schnell deutlich, was sie an der Kindertagespflege besonders begeistert: zum einen die Arbeit mit Kindern verschiedener Altersstufen und das gemeinschaftliche, familiennahe Miteinander, zum anderen das selbstständige Arbeiten ohne große Dokumentationspflicht und daher mehr Zeit mit dem Kind.

IBEB unterwegs in der städtischen Kita Steinkaut in Bad Kreuznach

Quelle: IBEB

Quelle: IBEB

Vertreter des IBEB besuchten mit dem Maskottchen Ebbi die städtische Kita Steinkaut in Bad Kreuznach, eine Einrichtung mit 130 Kindern und 24 pädagogischen Mitarbeiter*innen (darunter vier männliche Fachkräfte). Die Kita Steinkaut ist die erste Kita, die den Prozess der Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs nach ihrer Erstzertifizierung im Jahr 2015 erfolgreich durchlaufen hat. Der Besuch begann mit einem Rundgang durch die Einrichtung, bei dem drei Kinder der Kita Steinkaut – Esther, Anina und Vanessa – ihre Einrichtung und Spielräume vorgestellt haben.

Wir nehmen alle Kinder und Eltern so wie sie sind.“ Mit diesem Leitsatz begann Beate Keller, Leiterin der Kita Steinkaut, das Gespräch über die Arbeit in ihrer Einrichtung. Der ressourcenorientierte Blick auf den einzelnen Menschen bezieht sich dabei nicht nur auf die Kinder und Familien, sondern auch auf die Mitarbeiter*innen des Kita-Teams. Frau Keller sieht sich in ihrer Leitungsfunktion als Bedienstete ihrer Mitarbeiter*innen. Dies konnte unmittelbar durch die anwesende stellvertretende Leitung, Chris Rudolf, sowie durch die pädagogische Fachkraft und Tandempartnerin bei der Arbeit mit Qualitätsentwicklung im Diskurs, Daniela Schmelzer, bestätigt werden. In dem Vertrauen, dass autonome Menschen wissen, was sie brauchen, verstehen sich alle pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung auch als Autonomie-Vorbilder für Kinder. „Das Gegenteil von Hierarchie ist nicht Chaos, sondern Autonomie“, so Beate Keller.

Doch nicht nur innerhalb der Kita, sondern auch im Sozialraum wird das Miteinander auf Augenhöhe gelebt. Die Kita Steinkaut erlebt sich im Sozialraum als gut vernetzt und hebt dabei besonders die Gemeinschaft mit drei weiteren Kitas in Bad Kreuznach hervor (kürzlich wurde beispielsweise ein gemeinsames Kicker-Turnier ausgetragen). Die Unterstützung der eigenen pädagogischen Arbeit durch den kommunalen Träger wird dabei als eine wichtige Bedingung benannt und hochgeschätzt: „Wir fühlen uns vom Träger getragen.

Mit im Gespräch dabei war auch Daniela Wex, Vertreterin des aus zehn Elternteilen bestehenden Elternausschusses. Frau Wex zeigt sich hoch zufrieden mit der pädagogischen Arbeit der Kita Steinkaut und schätzt dabei vor allem die intensive Erziehungs- und Bildungspartnerschaft: „Ich würde alle Kinder hierher bringen, egal wie weit ich laufen müsste.

Im abschließenden Austausch über den Schwerpunkt der interkulturellen Pädagogik brachte Beate Keller die Haltung der Kita auf den Punkt: „Es ist der Blick auf und die Anerkennung von Diversität. Und damit wird man nie fertig.

Die Einrichtung steht gern für Hospitationsbesuche bereit.

IBEB unterwegs in der katholischen Kita St. Raphael in Weißenthurm

Kindergruppe der Kita in Weißenthurm

Quelle: IBEB

spielende Kinder der Kita Weißenthurm mit Ebbi dem Maskottchen

Quelle: IBEB

Kita Kind und Ebbi das Maskottchen lesen ein Buch

Quelle: IBEB

Das IBEB besuchte im Rahmen des Formates „IBEB unterwegs“ mit dem Maskottchen Ebbi die katholische Kita St. Raphael in Weißenthurm. In der Einrichtung unter der Trägerschaft der Kita gGmbH Koblenz werden insgesamt 115 Kinder (44 Ganztagsplätze) in fünf Gruppen von 19 pädagogischen Fachkräften (darunter sechs interkulturelle Fachkräfte) in ihrer Entwicklung begleitet. Die Kinder und Familien stammen aus insgesamt 17 verschiedenen Ländern und prägen damit das vielfältige Bild der Einrichtung, in der 92% der Kinder und Familien einen Migrationshintergrund aufweisen.

Im Gespräch mit der Leitung Martina Huckriede und der stellvertretenden Leitung Ursel Ueberbach wurde schnell deutlich, dass das Kita-Team den damit verbundenen Herausforderungen durch intensive Bemühungen um gegenseitige Verständigung begegnet. Hierbei sind u.a. einfach gehaltene Elternbefragungen, nonverbale Kommunikation, buchstäbliches An-die-Hand-Nehmen und mitunter auch digitale Übersetzungshilfen behilflich. Weil Inklusion in der Einrichtung ernst genommen wird, gestalten interkulturelle Fachkräfte keine exklusiven Angebote für ausgewählte Kinder, sondern richten ihre Angebote bewusst an alle Kinder. Erfahrungen mit den Grenzen der Inklusion (z.B. mitunter 2,5-3 Jahre Zeit von der Beobachtung über die Diagnostik bis hin zur Förderbewilligung) sind ebenso Alltag in der Einrichtung wie die Beharrlichkeit im weiter währenden Bemühen um die Ausdehnung dieser Grenzen.

Das Kita-Team veranstaltet darüber hinaus auch Eltern-Kind-Aktionsnachmittage, in denen die Eltern angeregt und unterstützt werden, sich ganz auf das gemeinsame Spielen mit ihren Kindern einzulassen. Frau Huckriede benennt als größtes Qualitätsziel: das Kind im Mittelpunkt. Das Credo der eigenen Kita-Verfassung mit dem selbst formulierten humanistisch-anthropologischen Ansatz lautet: „Die Essenz des Gelingens ist Vertrauen!

Die Einrichtung steht gern für Hospitationsbesuche bereit.

 

IBEB unterwegs zu Besuch in der protestantischen Kita Betzenberg in Kaiserslautern

IBEB unterwegs, hier in der Kita Betzenberg

Quelle: IBEB

spielende Kinder an einem Maltisch in der Kita am Betzenberg

Quelle: IBEB

Kita-Kind hält Ebbi das Maskottchen im Arm

Quelle: IBEB

Quelle: IBEB

Das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) besuchte im Rahmen des neuen Formates „IBEB unterwegs“ in Begleitung des Maskottchen Ebbi die protestantische Kindertageseinrichtung auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Als Konsultationskita des Landes Rheinland-Pfalz setzt die Einrichtung ihren konzeptionellen Schwerpunkt auf das Thema Lebenswelt- und Sozialraumorientierung. Dies zeigt sich sehr deutlich durch eine enge Kooperation und Vernetzung mit dem Ortsansässigen Sportverein sowie durch vielfältige und niedrigschwellige Beratungsangebote für Familien im Stadtteil. Hinzu kommt ein enger Austausch mit der nahgelegenen protestantischen Kirchengemeinde, die ebenfalls unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsleistungen anbietet und mit den Angeboten der Kindertagesstätte verzahnt. Die Einrichtung, unter der Leitung von Nadja Lobodda, bietet 91 Kindern in der Zeit von 06:30 – 17.30 Uhr die Möglichkeit, im Rahmen der Offenen Arbeit unterschiedliche Erlebnis- und Erfahrungsräume zu nutzen. Frau Lobodda verschaffte dem IBEB-Tandem darüber hinaus interessante Einblicke in die tiergestützte Pädagogik. Diese ist ein wichtiger Teil der pädagogischen Arbeit, um Kinder im Umgang mit Tieren und Natur zu sensibilisieren. Die Mitarbeiter*innen beziehen die Kinder in die Pflege der einzelnen Tiere mit ein. Über diesen Weg haben die Kinder die Möglichkeit zu erfahren, was es bedeutet, ein Tier artgerecht zu pflegen und zu versorgen. Über die Arbeit mit den Kindern hinaus, nimmt die Einrichtung die Stärkung der Eltern in den Blick. Hierzu greift das Team die individuellen Problemlagen der Eltern auf und bietet in der Kita, als erste Anlaufstelle, niederschwellige Angebote an.

IBEB unterwegs im Waldkindergarten des Deutschen Roten Kreuz in Worms

Quelle: IBEB

Quelle: IBEB

Bereits zum dritten Mal besuchte das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) im Rahmen des neuen Formates „IBEB unterwegs“ mit dem Maskottchen Ebbi eine Kindertageseinrichtung in Rheinland-Pfalz. Diesmal führte uns der Weg nach Worms, wo wir einen Kindergarten besuchten, der das besondere Konzept des Waldkindergartens verfolgt. Die Leiterin der Einrichtung, Kathrin Lüthge, verschaffte Einblicke in das grüne Außengelände im Wormser Erlebnisgarten mit mehreren Bauwägen und Holzhütten und gab dem IBEB-Tandem einen umfassenden Einblick in die Arbeit und Konzeption des Waldkindergartens. Dieser bietet 40 Kindern in zwei Gruppen die Möglichkeit, die Natur als Erlebnisraum durch vielfältige und kreative Spielangebote ganzheitlich zu erfahren und zu entdecken. Die örtliche Anbindung an den Wormser Erlebnisgarten eröffnet dem Kindergarten neben den Ausflugsplätzen gute Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Nutzung der Toilettenanlagen oder die Gestaltung eines Beetes. Von dort aus schwärmen die beiden Gruppen mit dem beladenen Bollerwagen in das umliegende Wormser Wäldchen aus. Die Tagesstruktur sieht einen vielfältigen Wechsel der Örtlichkeiten als ein festes Element vor. Somit erhalten die Kinder viel Freiraum. Für diesen besonderen Freiraum ist eine Vertrauensbasis zwischen Kindern und Erzieherinnen als wichtige Grundlage zu betrachten, berichtet uns Frau Lüthge. Das freie Spiel wird hierbei von der Einrichtung als bedeutsame Methode im Alltag betrachtet und ist ein elementarer Bestandteil im Konzept des Waldkindergartens. Folgendes Zitat von Hugo Kükelhaus ist für die Leitung in der Arbeit des Waldkindergartens ein wichtiger Leitsatz, der die Ausrichtung der gesamten pädagogischen Arbeit beeinflusst: „Wo kein Wagnis, da kein Gewinn. Wo kein Spiel, da kein Leben“.

IBEB unterwegs in der KITA Nahbollenbach in Idar-Oberstein

Quelle: IBEB

Im Rahmen des neuen Formates „IBEB unterwegs“ besuchte das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz die städtische KITA Nahbollenbach in Idar-Oberstein. Das Leitungsteam, Juliane Groß und Silke Fritsch, präsentierte den zwei Mitarbeiterinnen des IBEB seine Einrichtung und gab Einblicke in die Konzeption der Kita. Das Konzept der offenen Arbeit bietet den über 100 Kindern ein vielfältiges Angebot. Interessant ist z.B. das Wegweisersystem der Einrichtung, mit dessen Hilfe sich alle Kinder in der räumlich weitläufigen Kita gut zurecht finden können. Groß berichtete, dass es mit den Kindern gemeinsam entwickelt, gestaltet und installiert wurde. Dieses System ist notwendig, da die Kita in den Räumlichkeiten einer ehemaligen umgebauten Grundschule verortet ist, welche sich auf drei Stockwerke verteilt und allen Kita-Beteiligten viel Platz zur freien Entfaltung bietet. Die Kita stellte sich der Herausforderung 27 Räume, im Rahmen guter Strukturen nutzbar zu machen und somit vielfältige Bedarfe zu decken. Die morgendliche Anmeldung bei Frau Fritsch bietet den Eltern und den pädagogischen Fachkräften Team einen guten Austausch. Neben den Angeboten innerhalb der Einrichtung ist es der KITA Nahbollenbach besonders wichtig, den Sozialraum aktiv zu nutzen, so Groß. Das IBEB gewann bei diesem Besuch interessante Einblicke in die die aufwendige Raumgestaltung und die dahinterstehenden jeweiligen Leitlinien.

IBEB unterwegs in der Kita Zauberwind in Hüffelsheim: digital ist real

Erzieherin und Kita-Kind der Kita Zauberwind

Die Premiere des neuen Formates „IBEB unterwegs“ mit dem Maskottchen Ebbi führte das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz zu einem Austausch in die kommunale Kita Zauberwind nach Hüffelsheim in der Verbandsgemeinde Rüdesheim. Der Leiter der Einrichtung, Martin Mucha, zeigte das großzügige Gelände rund um die Kita und gab umfassende Einblicke in die Arbeit und Konzeption der Kita, die auch Konsultationskita zum Schwerpunkt „digitale Medien in der Kita“ ist. Mucha vertritt die Ansicht, dem Thema digitaler Medien die Schwere zu nehmen und dies unter dem Primat der Erziehung in den Kita-Alltag einzubringen. Beim Gespräch wurden die Fachleute vom Kamerakind des Tages, Emely, fotografiert und der Besuch entsprechend dokumentiert. Wichtig ist der Kita, dass digitale Medien einen Mehrwert für die Erziehung haben und auch so genutzt werden. Dazu gehört auch, dass der Leiter Eltern höflich und bestimmt bittet, das Smartphone in der Kita auszustellen. In der Kita Zauberwind gehören Tablets zum Alltag, sie sind zugänglich, aber nicht in einer Zeigefinger-pädagogik, sondern wie der Leiter sagt: Das Digitale gehört zur Realität und das neben dem Spielen im Sand, dem Sport und dem Toben im Außengelände.

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