Presse Fachtag thematisierte Ressourcenaktivierung und Resilienzförderung von jungen Menschen in Problemlagen

Wie gelingt es, junge Menschen, die sich aufgrund negativer Erfahrungen in einer Hilfe-Einrichtung befinden, zu stärken und sie dazu zu motivieren, sich den Herausforderungen zu stellen und diese auch zu meistern? Hier wenden die Fachkräfte die Methoden der Ressourcenaktivierung und Resilienzförderung für Jugendliche der stationären Jugendhilfe an. Diese neuen Methoden der Fachlichkeit standen im Focus einer Fachtagung des Instituts für Forschung und Weiterbildung (IFW) der Hochschule Koblenz im Kolpinghaus Limburg. An diesem 4. Projekt-Fachtag im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Praxis-Forschungsprojekts „Care Leaver“ in Kooperation mit dem Jugendamt, der Wohnungslosen- und Suchthilfe, Jobcenter, Bewährungshilfe und Bildungsträger nahmen 40 Fachkräfte aus diesen unterschiedlichen Hilfe-Einrichtungen teil.

  • Von links nach rechts: Dirk Holbach, Corinna Leißling und Prof. Dr. Robert Frietsch

Inhaltlicher Schwerpunkt des Fachtags waren die praxisnahe Anwendung der Konzepte zur Ressourcenaktivierung und Resilienzförderung bei Jugendlichen in spezifischen Problemlagen. Viele dieser jungen Menschen haben Erfahrungen von Armut, Gewalt, Drogen und kritischen Lebensereignissen wie gravierenden Erkrankungen oder Tod von Bezugspersonen gemacht, aus denen sich ohne professionelle Hilfen weitere vielschichtige Folgeprobleme entwickeln. Prof. Dr. Robert Frietsch, Dirk Holbach und Corinna Leißling vom IFW stellten den Fachkräften ausgewählte Erhebungsinstrumente für diese spezifischen Problemlagen vor. Die Tagung bot viel Raum für den fachlichen Diskurs über die Anwendung und Praxistauglichkeit der Instrumente in den unterschiedlichen Hilfeeinrichtungen für Jugendliche.

„Die Teilnehmenden freuten sich sehr, dass der persönliche Austausch wieder möglich war und gaben auf einem Beurteilungsbogen eine sehr positive Rückmeldung zu Durchführung und Inhalten des Fachtags“, so Prof. Dr. Frietsch, „daher haben wir gleich einen weiteren Fachtag am 16. Dezember vereinbart, bei dem wir weitere Instrumente vorstellen und den fachlichen Diskurs fortsetzen werden.“