Institute des Fachbereichs Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB)

  • Titelseite FoKi

    Quelle: IBEB

Lesezeit: Die 12. Ausgabe des FoKi ist erschienen!

Wir freuen uns, Ihnen die zwölfte Ausgabe von Fokus Kinder: KiTa-Entwicklungen in Rheinland-Pfalz auf den Punkt gebracht (FoKi) zu präsentieren.

Für diese Ausgabe haben wir uns in der Kita-Landschaft auf die Suche nach Übergangserfahrungen begeben. Dabei wollten wir herausfinden, welche Übergänge die Praxis aktuell beschäftigt und wie es ihr gelingt, die Herausforderungen rund um einen anstehenden oder zurückliegenden Übergang erfolgreich zu meistern. Am Ende wurde schnell deutlich, dass wir dauerhaft mit sehr unterschiedlichen Übergängen konfrontiert sein können, wie etwa mit dem Übergang Kita-Grundschule, Frieden-Krieg, der Umsetzung einer neuen gesetzlichen Regelung oder dem Zurückfinden in den Alltag nach punktuellen Ereignissen wie Corona oder der Flut im Kreis Ahrweiler. 

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre!

Studie zu den Entwicklungen der Pandemie im Kita-Alltag Rheinland-Pfalz (StEPKita RLP)

Mit der Corona-Pandemie gingen viele Veränderungen mit verschiedenen Maßnahmen einher, die den pädagogischen Alltag in den Kindertageseinrichtungen betreffen. Um Wissen darüber zu schaffen, wie diese Veränderungen von den Akteur:innen in den Kindertageseinrichtungen wahrgenommen und beschrieben werden, hat das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) die Studie zu den Entwicklungen der Pandemie im Kita-Alltag Rheinland-Pfalz (StEPKita RLP) im Auftrag des Ministeriums für Bildung Rheinland-Pfalz durchgeführt. Im Rahmen einer Online-Befragung (vom 25.10.2021 bis zum 16.11.2021) – zu einem Zeitpunkt, zu dem bereits viele Maßnahmen in die Kitas hineingewirkt haben – beteiligten sich 1.415 pädagogische Kita-Leitungs- und Fachkräfte aus mindestens 380 verschiedenen Einrichtungen (ca. 15 % aller rheinland-pfälzischen Kitas) aus 36 der 41 Jugendamtsbezirke in Rheinland-Pfalz.

Ab sofort ist der ausführliche Studienbericht zu StEPKita RLP verfügbar.

In der Kurzfassung zu StEPKita RLP wird die Studie in sieben Fragen zusammengefasst.

  • erste Seite der FAQ-Liste

    Quelle: IBEB

Schnelle Antworten auf häufige Fragen: Die FAQ-Liste zum Kita-Beirat gibt Auskunft.

Als der Kita-Beirat am 01. Juli 2021 neu in die Kitas in Rheinland-Pfalz kam, tauchten zeitgleich von allen Seiten aus Fragen auf. Unverständlich war das nicht. Schließlich waren die Kitas und Träger in Rheinland-Pfalz mit der Einführung des § 7 KiTaG nun dazu aufgefordert, das neue Gremium in ihre Praxis zu überführen. Das Projekt Kita-Beirat: Beteiligung und Demokratie ermöglichen hat sich zum Ziel gesetzt, die Umsetzung des Kita-Beirats in die Praxis bestmöglich zu begleiten. In diesem Kontext wurden seit Beginn des Projekts Fragen aus der Praxis gesammelt, gebündelt und schließlich in einer FAQ-Liste thematisch zusammengeführt. Die FAQ-Liste stellt für alle Akteur:innen im Feld der Kindertagesbetreuung bei ihrer Arbeit im und mit dem Kita-Beirat ein Unterstützungsangebot dar und wird regelmäßig aktualisiert.

  • Titelseite der Studie

    Quelle: FLEET Education Events GmbH

  • Gruppenfoto

    Quelle: FLEET Education Events GmbH

DKLK-Studie 2022 veröffentlicht

Die DKLK-Studie wird seit 2015 alljährlich zum Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK) in neuer Auflage präsentiert und gilt als wichtiges Sprachrohr der Kitaleitungen in Deutschland. 4.800 Kitaleitungen beteiligten sich an der aktuellen Umfrage. Deutlich wurde dabei unter anderem, dass die Mehrheit der Kitaleitungen (84 %) ihre Arbeit trotz vieler Missstände sehr gerne ausüben. Wertschätzung nehmen die Leitungen von Kindern (100 %), Mitarbeitenden (97 %), Fachberatung (91 %), Eltern (88 %) und Trägern (87 %) wahr, lediglich die Kommunal- (43 %), Landes- (21 %) und Bundespolitik (18 %) sind hier abgeschlagen. Positive Entwicklungen zum Vorjahr zeigten sich hinsichtlich des Anteils an Leitungen ohne vertragliche Leitungszeit (12 % in 2022, 2021 waren es noch 16 %), jedoch liegt bei 45 % der Kitaleitungen die tatsächliche Leitungszeit noch immer über der vertraglichen Leitungszeit. Der Personalmangel hat sich hingegen in den letzten 12 Monaten verschärft, so sahen es 84 % der Kitaleitungen (2021 waren es noch 72 % der Kitaleitungen).

Hinsichtlich des diesjährigen Schwerpunktthemas Gesundheit und Gesundheitsprävention wurde deutlich, dass bei 70 % der Kitaleitungen dieses Thema in der Kita nicht konzeptionell verankert ist. Die potenziellen Belastungsfaktoren in der Kita unterscheiden sich dabei in ihrer Art. So gaben beispielsweise 82 % der Kitaleitungen an, sich psychisch belastet zu fühlen, eine physische Belastung gaben dagegen „nur“ 54 % an. Als stärkste gesundheitsfördernde Faktoren wurden der respektvolle Umgang miteinander (93 %), die Zusammenarbeit im Team (87 %) sowie der Betriebssport (86 %) genannt. Als häufigste gesundheitsgefährdende Faktoren wurden kranke Kinder in der Kita (95 %), der Geräuschpegel (93 %) sowie der Verwaltungsaufwand (87 %) benannt. Viele Maßnahmen zur Gesundheitsförderung/-prävention wurden als sehr nützlich betrachtet, sind bei vielen Befragten aber kaum zugänglich (z. B. internes Gesundheits-/Stressmanagement, Gesundheitszirkel, Einzelcoaching/-supervision für Mitarbeitende, ergonomisch eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze).

„Auch in diesem Jahr ermöglichen es die Teilnehmer:innen, die in vielerlei Hinsicht repräsentativen Einschätzungen von Kitaleitungen quer durch die Bundesrepublik aufzuarbeiten und in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. In genau diesen Fokus gehören in gleichem Maße die alarmierenden Ergebnisse wie jene Erkenntnisse, die unterstreichen, dass das Arbeitsfeld der Kindertageseinrichtungen ein durchaus erstrebenswertes ist“, erklärte Dr. Andy Schieler von der Hochschule Koblenz, der in diesem Jahr für die wissenschaftliche Leitung der Studie verantwortlich ist.

Die DKLK-Studie 2022 wurde von Fleet Education Events in Kooperation mit dem VBE Bundesverband sowie den drei VBE Landesverbänden, dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), dem VBE Baden-Württemberg und dem VBE Nordrhein-Westfalen durchgeführt. „Die hohe Teilnahmebereitschaft unterstreicht die Bedeutung der Umfrage für die Bildungsdebatte in Deutschland“, erklärt Axel Korda, Geschäftsführer von Fleet Education Events. Der Studienbericht und die Key-Facts stehen auf der Website des deutschen Kitaleitungskongress zum Download bereit.

1. Hybride QiD-Werkstatt am 10.03.2022: Über Stolpersteine und Stegreif-Reden

  • Erfahrungsbericht Susanne Gimbel (Leitung Kita Herdorf), QiD-Werkstatt 10.03.2022.

  • Workshop, QiD-Werkstatt 10.03.2022.

Nicht gänzlich ohne technische Hürden, dafür mit vielen Erkenntnissen und regem Diskurs führten die IBEB-Mitarbeiter:innen Lara Schindler und Dr. Andy Schieler durch die erste hybride QiD-Werkstatt. 15 Teilnehmer:innen an der Hochschule Koblenz und 35 Teilnehmer:innen online erhielten zunächst Einblicke in aktuelle Entwicklungen des IBEB und des QiD-Ansatzes, ehe sie sich in Kleingruppen (zwei vor Ort, zwei online) zu den Themen „QiD im Alltag“, „Prozessdarstellung“, „Folgezertifizierung“ und „Puzzleteil“ kollegial austauschten. Für die hier identifizierten Stolpersteine erarbeiteten die Teilnehmer:innen kreative Lösungen (Methode: Ein Plädoyer an die Stolpersteine, QiD-Manual, S. 79). Dass der QiD-Ansatz eine Art Alltagsbewältigungswerkzeug darstellt und kein „on top“ zum Kita-Alltag, wurde in dem sehr informativen und engagierten Erfahrungsbericht von Susanne Gimbel (Leitung der Kita Herdorf) deutlich. „Qualität wird täglich hergestellt“, so die Kitaleiterin, die Frage ist nur wie. Für dieses Wie bietet der QiD-Ansatz eine Struktur und vielfältige Methoden. 

Was den QiD-Ansatz im Wesentlichen ausmacht und wie die Arbeit mit dem Ansatz in aller Kürze erklärt werden kann, erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam mit den Workshop-Moderator:innen (Sylvia Herzog, Christine Gottbehüt, Heike Huf, Lara Schindler, Dr. Andy Schieler) in Kleingruppen anhand einer Stegreif-Rede (Methode: Kommunikation erfolgreich gestalten: Stegreif-Rede, QiD-Manual, S. 98). In maximal zwei Minuten stellte jede Gruppe im Anschluss ihre Rede vor – eine starke Leistung!

Der Ablauf der gesamten QiD-Werkstatt orientierte sich an dem bekannten Säulenschaubild des Ansatzes und machte erfahrbar: der Ansatz ist eine Herangehensweise an selbst gewählte Themen, die so gemeinsam beobachtet, gemeinsam entwickelt und gemeinsam in der Praxis gestaltet werden. Ein besonderer Dank gilt Melanie Schoening und Sylvia Herzog für die omnipräsente Unterstützung bei der Durchführung der ersten hybriden QiD-Werkstatt des IBEB. Weitere QiD-Werkstätten folgen, erneut vor Ort und digital: am 09.06.2022 (Pirmasens) und 12.10.2022 (Bitburg).

  • Rollenkarte FaKiB

    Quelle: IBEB

Rollenkarte FaKiB

Zur Unterstützung der Fachkraft für die Kinderperspektive im Kita-Beirat (FaKiB) wurde eine vorläufige Rollenkarte entwickelt, die alle interessierten FaKiB in Rheinland-Pfalz für ihre Arbeit im Kita-Beirat nutzen können. Im weiteren Forschungsprozess wird die vorläufige Rollenkarte dann mit Unterstützung der im Feld tätigen FaKiB weiterentwickelt und 2023 final veröffentlicht. Die Rollenkarte ist ab sofort abrufbar.