Institute des Fachbereichs Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB)

hybrider Wissenschaft-Praxis-Transfer am 16.12.2021

Keine Angst, nichts bleibt beim Alten – Kita-Studien zu Auswirkungen der Pandemie in der Bundesrepublik und in Rheinland-Pfalz

Wir laden Sie herzlich zu einer Veranstaltung der Veranstaltungreihe Wissenschaft-Praxis-Transfer (WPT) zum Thema "Keine Angst, nichts bleibt beim Alten – Kita-Studien zu Auswirkungen der Pandemie in der Bundesrepublik und in Rheinland-Pfalz." ein.

  • Datum: Donnerstag, den 16. Dezember 2021
  • Zeit: 10:00 – 14:00 Uhr
  • Ort: hybrid über die Plattform Zoom und an der Hochschule Koblenz (Raum A110)

Die Online-Anmeldung zum WPT ist ab sofort möglich.

Nähere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie auf der Seite des Wissenschaft-Praxis-Transfers.

Letzte QiD-Veranstaltung im Jahr 2021

Bereits zum zweiten Mal fand der Fachtag Qualitätsentwicklung im Diskurs (QiD) im Kreis Donnersbergkreis digital statt. Mehr als 25 pädagogische Leitungs- und Fachkräfte sowie Trägervertreter:innen nahmen an der Veranstaltung zum Thema „Sozialraum“ teil. Nach der Begrüßung durch Ulrike Pohlmann (Geschäftsführerin IBEB), Susanne Stark (Fachberaterin Kreisverwaltung Donnersbergkreis) und Lara Schindler (wissenschaftliche Mitarbeiterin IBEB) kamen die Tandems der Einrichtungen zu Wort, die ihren Schulungsprozess im QiD-Ansatz in den vergangenen Monaten erfolgreich abgeschlossen haben. Die Tandems der frisch zertifizierten Kitas berichteten eindrücklich von ihren individuellen QiD-Prozessen in herausfordernden Zeiten.

Im Anschluss daran stellte Susanne Stark eine kurze Zusammenfassung der Konzeption zum Sozialraumbudget im Donnersbergkreis vor, bevor die Teilnehmer:innen dem Fachvortrag „Sozial(raum) eine erste Orientierung“ von Dr. Marina Swat (wissenschaftliche Mitarbeiterin IBEB) folgen konnten. Deutlich wurde insbesondere, welche Bedeutung und Wirkung der Sozialraum für die Kita und all ihre Akteur:innengruppen hat und welche Rolle pädagogischen Fachkräften in der Kita zuteil wird. Die Inhalte des Vortrags wurden anschließend in verschiedenen Workshops vertieft. Mit einer Methode zum Perspektivenwechsel wurde im ersten Workshop unter der Leitung von Dr. Marina Swat das Thema „Kita-Sozialarbeit“ diskutiert. In Workshop zwei mit Sylvia Herzog (QiD-Prozessbegleiterin) ging es um das Thema „Kinder im Sozialraum“, während im dritten Workshop mit Dr. Andy Schieler (wissenschaftlicher Mitarbeiter IBEB) „Methodische Zugänge zum Sozialraum“ diskutiert wurden. Die Aussage einer:s Teilnehmer:in des Fachtags zum Thema Sozialraum verdeutlicht bildhaft den Effekt der Arbeit im Kita-Sozialraum: „Man geht immer ein Stückchen vor und nicht zurück!“.

Im kommenden Jahr wird eine weitere Regionalgruppe aus fünf Einrichtungen des LK Donnersbergkreis den Schulungsprozess des Ansatzes Qualitätsentwicklung im Diskurs durchlaufen.

Internationaler Tag der Kinderrechte: Die Kinder sind dabei!

  • Schaubild: Was haben wir gemacht?

    Quelle: IBEB

  • Schaubild: Was haben wir vor?

    Quelle: IBEB

Sehr geehrte Menschen,

am 20. November jährt sich der internationale Tag der Kinderrechte. Dies ist für uns der Anlass, die Perspektiven der Kinder explizit und prägnant auf unserer Website zu platzieren. Nach nun drei Jahren lohnt es sich, ein kurzes Resümee unserer Zusammenarbeit mit den jungen Menschen zu ziehen, welches für die Kinder positiv ausfällt, für einige Erwachsene jedoch noch Entwicklungspotenzial aufzeigt. Bei vielen Erwachsenen in den Kita-Teams stoßen wir auf großen Zuspruch, wenn wir sie motivieren wollen, Kinder mit ihren Perspektiven und Meinungen in den Kita-Alltag aktiv einzubinden, Im Spannungsfeld hierzu wird allerdings immer wieder das nicht von der  Hand zu weisende Argument des Zeitmangels benannt. Dann verläuft ein Gespräch zum Beispiel wie folgt:

 „Aktuell sind wir mit anderen Themen beschäftigt. Außerdem sind Kinderperspektiven bei uns immer gefragt“.

„Wie genau?“

„Ja, immer irgendwie!“

Momentan befassen wir uns im Institut mit der Frage: Was müssen Erwachsene können, damit Kinder in ihnen die eigenen Perspektiven und Meinungen repräsentiert sehen (s. Kita-Beirat)? Die Anfrage an einen sehr anerkannten und gut genutzten Kinderradiosender gibt zu denken: „Bei einer derart gearteten Frage müssten wir ein bisschen Glück haben, denn erfahrungsgemäß melden sich bei solch ‚komplexeren‘ Fragen eher weniger Anruferkinder“.

Aus dieser Rückmeldung lassen sich weitere Fragen ableiten: Warum fällt Kindern zu ‚komplexeren‘ Fragen nichts ein? Haben Kinder zu manchen Themen wirklich nichts zu sagen oder haben sie sich daran gewöhnt, dass Erwachsene bestimmen und entscheiden? An dieser Stelle sei nur die Reaktion eines Kindes auf einen Partizipationsversuch genannt: „Hätte ich gewusst, dass die das wirklich so machen, wie ich es gemalt habe, dann hätte ich das anders aufgemalt“.

Wir bleiben dran!

Herzliche Grüße

Marina Swat

  • Gruppenarbeit: Wann ist Kita-Sozialraumarbeit ein Erfolg?

    Quelle: IBEB

  • Gruppenarbeit: vor, während, nach der Kita-Beiratssitzung

    Quelle: IBEB

3. QiD-Fachtag in der Stadt Neuwied: Im Diskurs über Kita-Beirat und Kita-Sozial(raum)arbeit

Der gemeinsame digitale Fachtag der Stadtverwaltung Neuwied und des IBEB, an dem alle Kita-Teams (!) der zehn städtischen Kitas in Neuwied teilgenommen haben, wurde durch Prof. Dr. Armin Schneider (Direktor des IBEB) und Bürgermeister Peter Jung eröffnet. In die beiden Themen des Fachtages, Kita-Beirat und Kita-Sozial(raum)arbeit, leitete Sissi Westrich vom Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz ein, ehe Anna Battke (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, IBEB) und Astrid Egenolf-Dickopf (Bistum Limburg) Impulse zur Gestaltung des Kita-Beirats und des aktiven Einbezugs der Kinderperspektiven gaben. Sabrina Bläser (Koordinatorin der Kita-Sozialarbeit, Stadt Neuwied) und Alisa Werner (Bedarfsplanerin, Stadt Speyer) informierten über die Verwendung und das Potenzial der Kita-Sozial(raum)arbeit als einen wesentlichen Beitrag zur Chancengerechtigkeit bei verschiedenen Bedarfen der Kinder und Familien in unterschiedlichen Sozialräumen.

Die anschließenden sechs Kleingruppen zu beiden Themen orientierten sich an Fragen der Kinder und Eltern der Kita „Zum Aubachtal“ Oberbieber, die im Vorfeld des Fachtages die Fachkraft für Kinderperspektiven durch die Kinder wählen ließ. Kinderfragen an den Kita-Beirat waren bspw.: „Welche Ideen werden denn genommen?“, „Wie kommt es zu einer Lösung?“ oder „Sind die Kinder auch Bestimmer?“. Kinderfragen an die Kita-Sozial(raum)arbeit waren zum Beispiel: „Was machen die dann hier?“, „Wie lange bleiben die denn bei uns?“ oder „Wie viele Leute kommen denn?“. In der abschließenden Plenumsrunde gingen die Workshopmoderatorinnen auf die Fragen der Kinder und Eltern anhand der Diskussionen aus den Workshops ein.

QiD in der Kindertagespflege: Kindertagespflegepersonen zeigen Qualität

Im Landkreis Mayen-Koblenz haben sich am 26.10.2021 zehn Kindertagespflegepersonen auf den Weg gemacht, ihre Qualität mithilfe des Ansatzes Qualitätsentwicklung im Diskurs weiter zu entwickeln. Initiiert von Dorothee Geishecker (Fachdienst Kindertagespflege im Kreisjugendamt Mayen-Koblenz) und begleitet von Thea Pfeffer (QiD-Prozessbegleiterin) treffen sich die Kindertagespflegepersonen in fünf Regionalgruppentreffen innerhalb eines Jahres. Die Treffen finden teilweise unter der Woche, teilweise samstags statt. Die Kindertagespflegepersonen arbeiten im Tandem zusammen und tauschen sich auch über die bestehenden Vernetzungsstrukturen im Landkreis aus, um die Aufgaben gemeinsam zu erarbeiten und den fachlichen Austausch zu ermöglichen. Die Kreisverwaltung finanziert den Schulungsprozess mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung Rheinland-Pfalz.

  • Foto vom Treffen Kindertagespflegepersonen im Landkreis Mayen-Koblenz im Rahmen des Ansatzes Qualitätsentwicklung im Diskurs

    Treffen von Kindertagespflegepersonen im Landkreis Mayen-Koblenz im Rahmen des Ansatzes Qualitätsentwicklung im Diskurs / Quelle: IBEB

  • Foto vom Treffen Kindertagespflegepersonen

    Treffen von Kindertagespflegepersonen im Landkreis Mayen-Koblenz im Rahmen des Ansatzes Qualitätsentwicklung im Diskurs / Quelle: IBEB

  • Erste Seite des FoKi

    Quelle: IBEB

Neue Ausgabe des FoKi erschienen

Zum bereits elften Mal ist der Newsletter Fokus Kinder: KiTa-Entwicklungen in Rheinland-Pfalz auf den Punkt gebracht (FoKi) erschienen. Für diese Ausgabe haben wir uns in der Kita-Landschaft auf die Suche nach leisen und lauten, konstruktiven und kritischen, nachdenklichen und motivierten Stimmen aus Wissenschaft und Praxis begeben, die uns ihre ersten Erfahrungen mit dem neuen KiTa-Gesetz mitteilen wollten. Herausgekommen ist ein bunter Mix aus verschiedenen Perspektiven, die die Herausforderungen des KiTa-Gesetzes ebenso beleuchten wie seine Potentiale. Außerdem erhalten Sie spannende Informationen zur Sozialraumanalyse, zu anstehenden Terminen sowie zu interessanten Publikationen. Viel Freude bei der Lektüre!

Flanieren funktioniert auch digital

  • Zertifikatsübergabe in der Kita Katharina Kasper in Ebernhahn / Quelle: IBEB

  • Zertifikatsübergabe in der Kita St. Bonifatius in Wirges / Quelle: IBEB

  • Zertifikatsübergabe in der Kita "Haus der kleinen Füße" in Ransbach-Baumbach / Quelle: IBEB

  • Zertifikatsübergabe in der Kita Haiderbach in Wittgert / Quelle: IBEB

Davon konnten sich die Teilnehmer:innen des Abschlussfachtags „Digitalität als neue Normalität?! (DiNo)“ des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) am 26.10.2021 selbst überzeugen. Für den digitalen Fachtag des IBEB nahmen knapp 70 Personen vor ihren digitalen Endgeräten Platz und lauschten nicht nur den Worten von Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des IBEB, und Staatssekretärin für Bildung, Bettina Brück, sondern auch dem Vortrag von Prof.‘in Dr. Melanie Kubandt und Jaqueline Veenker von der Universität Vechta. Sie zeigten auf, dass die Digitalität im Feld der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung weitestgehend noch nicht zur Normalität gehört, sich dies jedoch ändern muss.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden interessante Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt dargestellt und Einblicke in die Erprobungsphase gegeben, an der  vier Einrichtungen teilgenommen hatten. Für das erfolgreiche Absolvieren des in Rheinland-Pfalz etablierten Ansatzes zur Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen Qualitätsentwicklung im Diskurs (QiD) erhielten die Kitas ihr Zertifikat, das einen Tag zuvor von Ulrike Pohlmann, Geschäftsführerin IBEB, und Lara Schindler, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt QiD – Digitale Kompetenzen, in den Einrichtungen vor Ort übergeben wurde.

Die Teilnehmer:innen hatten bei der Veranstaltung mitunter die Möglichkeit, verschiedene digitale Tools kennenzulernen und auszutesten, die digitale Lernplattform OpenOlat zu erkunden, Gedankenexperimente durchzuführen und ihre digitalen Kompetenzen zu erweitern.

Feststeht nach der Veranstaltung, dass Digitalität in Kindertageseinrichtungen zur Normalität werden muss. Das IBEB wird sich auch in Zukunft für dieses Anliegen stark machen.

Näheres zum Fachtag lesen Sie auch auf der Seite des Forschungsprojektes QiD – Digitale Kompetenzen.