Institute des Fachbereichs Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB)

  • Buchcover "Wie Kindertagespflege gelingt"

    Quelle: IBEB

Neue Publikation zur Kindertagespflege von Prof. Dr. Armin Schneider

Wie kann Kindertagespflege gelingen? Unter welchen Voraussetzungen wird die Arbeit in der Kindertagespflege zum Erfolg? Armin Schneider setzt sich in seiner neuen Veröffentlichung „Wie Kindertagespflege gelingt“ mit dem Thema der Kindertagespflege rund um Qualitätsfaktoren, Rahmenbedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten auseinander. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Motivation auf Seiten der Kindertagespflegepersonen nicht alleinige Voraussetzung für eine gelingende Arbeit ist. Vielmehr bestimmen die Bedingungen der Kommunen und Länder, die Zusammenarbeit mit Fachberatungen und Jugendämtern sowie wirksame Gesetze über den Erfolg ihrer Arbeit. Und nicht zuletzt zählen auch die nicht monetären Komponenten wie Wertschätzung und Kommunikation zu den Gelingensfaktoren in der Kindertagespflege.

Digitaler Fachtag des IBEB "Digitalisierung in der Kita – Ist das denn wirklich nötig?" am 27.04.2021

  • Kinder am Tablet

    Quelle: www.colourbox.de

Über 170 Personen nahmen am digitalen Fachtag des IBEB teil. Vertreter*innen aus Kita-Praxis, Trägerschaften, Fach- und Hochschulen, Verwaltungen, Politik und Verbänden aus ganz Deutschland diskutierten in den einzelnen Workshops zu den Vor- und Nachteilen sowie Voraussetzungen und Perspektiven rund um das Thema.

Zu Beginn begrüßte Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des IBEB und Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften, alle Teilnehmer*innen und gab Einblicke in persönliche Anekdoten zu Digitalem. Anika Reifenhäuser und Lara Schindler, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen des IBEB, klärten die anwesenden Personen zum Einstieg nicht nur über die technischen Gegebenheiten des Tages, sondern auch die Hintergründe der Entstehung der Veranstaltung auf. Den inhaltlichen Einstieg gestaltete Eva Reichert-Garschhammer, Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in Bayern, mit ihrem Vortrag „Kita digital – Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken“. Im Anschluss daran folgten zwei Workshop-Runden, in denen erfahrene Referent*innen Inputs zu verschiedenen Themen lieferten und anschließend mit den Teilnehmer*innen hierüber in den Austausch traten. Jede „Breakout-Session“ wurde von Mitarbeiter*innen des IBEB betreut. Neben Prof. Dr. Armin Schneider, Anika Reifenhäuser und Lara Schindler übernahmen auch Ulrike Pohlmann, Geschäftsführerin des IBEB, und Dr. Andy Schieler, wissenschaftlicher Mitarbeiter des IBEB, die Betreuung. Es standen insgesamt fünf verschiedene Themen zur Auswahl:

  • „Digitale Bildung in der Kindheit – Chancen und Herausforderungen“ von Prof. i.R. Dr. Stefan Aufenanger
  • „Strukturen, mehr als Haltung“ von Hendrik Epe
  • „Digitale Kompetenzen in der Kita: zwischen Abwehr und Aufbruch“ von Prof.'in Dr. Melanie Kubandt Jaqueline Veenker (M. Ed.)
  • „Kompetent digital kommunizieren“ von Dr. Marc Urlen
  • „Gedankenexperiment: Kreative Nutzung digitaler Medien“ von Katja Batzler, Pia Lauscher und Daniel Zils
     

Alle Teilnehmer*innen konnten somit an diesem Tag an zwei verschiedenen Workshops teilnehmen. Zudem wurde eine Erhebung mittels Online-Fragebogen durchgeführt, die ein genaueres Bild hinsichtlich der Digitalisierung in der vielfältigen Kita-Landschaft zeichnen soll und demnächst veröffentlicht wird. Abschließend wurden die Ergebnisse aus den beiden Runden aller Workshops von den Referent*innen im Plenum vorgestellt.

Mit dem Fachtag regte das IBEB den wichtigen Diskurs zum Thema Digitalisierung in der Kita-Landschaft an und wird diesen fortführen.

Wie GUT ist der BOSS?! Prof. Dr. Armin Schneider im Interview mit den #Kitahelden

  • Prof. Dr. Armin Schneider

    Quelle: HS Koblenz

„Demokratie muss Tag für Tag gelebt werden.“ Auch oder gerade der Boss ist damit gemeint, so Herr Prof. Dr. Schneider im Interview mit #Kitahelden. Darin äußert sich Herr Prof. Dr. Schneider zur Frage: „Wie gut ist der Boss?“ und gibt Einblicke zu seiner Auffassung von Leitung und Management in sozialen Organisationen. Dass der Boss oder die ‚Bossin‘ eine zentrale Funktion einnimmt, wenn es um eine gut geführte Organisation geht, bewertet er als selbstverständlich. Die Leute folgen erst, wenn Emotionen wahrzunehmen seien – in erster Linie seien das Hoffnung, Vertrauen, Mitgefühl, Stärke und schließlich auch die Fähigkeit, aus eigenen Fehlern zu lernen. Leitungskompetenz sei nicht allein durch die Wahl in die Leitungsrolle gegeben, sondern brauche Zeit und Kompetenz, um sich zu entwickeln. Das umfasse auch die Erkenntnis, dass Leitung als eine Dienstfunktion an der Organisation und nicht als Status zu begreifen sei.

Mehr dazu im youtube-Beitrag der #Kitahelden.

 

Erster digitaler QiD-Fachtag in Idar-Oberstein | 16.04.2021

Der QiD-Fachtag in Idar-Oberstein diente als regionale Veranstaltung, u.a. im Rahmen der Folgezertifizierung für bereits QiD-zertifizierte Kitas. Alle aktuellen und notwendigen Informationen rund um Qualitätsentwicklung im Diskurs (QiD) erhielten die pädagogischen Fachkräfte von Dr. Andy Schieler, der neben Sylvia Herzog und Dr. Marina Swat, als wissenschaftliche Mitarbeitende des IBEB, den Tag begleitete. Das Thema des Tages war „Partizipation“, zu welchem Dr. Astrid Boll und Sylvia Herzog ihr theoretisches sowie praktisches Wissen mit den Teilnehmenden teilten und in anschließenden Workshops zur Diskussion aufriefen.

Dr. Astrid Boll nahm die Teilnehmenden in ihrem Vortrag in die rechtliche Absicherung der Partizipation in Kindertageseinrichtungen mit und machte auf die Bedeutung der Stufen der Partizipation aufmerksam. Die (Vor-)Stufe der Partizipation „Informieren“ vertiefte Astrid Boll, wobei sie die Bedeutung des „Informierens“ als von Eltern gewünschte und als notwendige Partizipationsstufe für Mitarbeitende betonte. Sie bot Einblick in das wissenschaftliche Projekt „GroBi“, dessen Ergebnisse und veranschaulichte anhand von Büchern und weiteren Bereichen (Essensgestaltung) die praktischen Bezüge der Stufe des „Informierens“.

Sylvia Herzog hob das von allen Kitas genutzte Konzept der Offenen Arbeit besonders hervor und regte die Teilnehmenden dazu an, ihren Bick dafür zu schärfen, dass Partizipation ein Grundsatz des Konzepts der Offenen Arbeit ist. Somit wird Partizipation im Alltag gelebt und ist auf allen Ebenen (Team, Leitung, Eltern/Familien, Kinder, Sozialraum) erkennbar. Herzog: „Offene Arbeit ist mehr als „offene Türen“. Es bedarf einer entsprechenden Haltung und eines partizipativen Konzepts.“

  • Quelle: IBEB

  • Quelle: IBEB

Die drei inhaltlich (anhand vorbereiteter Leitfragen) und methodisch gleich gestalteten Workshops dienten dazu, die Vorträge zu vertiefen und Reflexionen anzuregen. Auf vorbereiteten Oberflächen wurden die Beiträge der Teilnehmenden mittels virtueller Metakarten gebündelt. Das Miroboard diente hier der Visualisierung und Ergebnissicherung, so dass im Plenum die Inhalte mit allen geteilt werden konnten.

In den Workshops von Leonie Dortschy, Sylvia Herzog und Dr. Marina Swat wurde immer wieder das Thema der coronabedingten Einschränkungen genannt. Die aktuelle Zeit wurde allerdings auch als Chance für die Partizipation von Kindern beschrieben. Es lohnt sich, nicht nur im Gewohnten zu bleiben, sondern andere Wege auszuprobieren und sich neu zu orientieren. Kinder konnten z. B. aufgrund der Gruppengröße in der eigenen Wahl der Spielpartner*in intensiver einbezogen werden, und die Interessen der Kinder entfalteten sich neu. Praktische Beispiele für starke Momente der Selbstbestimmung von Kindern kamen zur Sprache. Selbstbewusste Kinder wissen, wie sie ihre Wünsche äußern können, sich zu beschweren hingegen bedarf noch etwas Übung. Es wurde darüber nachgedacht, wie Kinder mehr angeregt werden können, Kritik zu äußern oder „Nein“ zu sagen, wenn sie beispielsweise an einem Angebot nicht teilnehmen möchten. Interessenkonflikte zwischen Erwachsenen und Kindern bzgl. Schlafenszeit, und wie sich pädagogische Fachkräfte hier im Hinblick auf Partizipation positionieren, waren spannende Themen.

10. QiD-Werkstatt am 11. März 2021 – zum dritten Mal online

Im Rahmen ihrer Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs nahmen ca. 50 pädagogische Fachkräfte an der 10. QiD-Werkstatt, die zum dritten Mal digital über ZOOM stattfand, teil. Nach der Begrüßung berichtete Dr. Andy Schieler (wissenschaftlicher Mitarbeiter des IBEB) über Aktuelles aus dem IBEB und im QiD-Ansatz, ehe Lara Schindler (wissenschaftliche Mitarbeiterin des IBEB) die Teilnehmer*innen über den aktuellen Stand im Projekt „QiD – Digitale Kompetenzen“ informierte. Anschließend erhielten die Teilnehmer*innen erstmals auch online die Gelegenheit zum offenen kollegialen Austausch in Kleingruppen über verschiedene QiD-Themen. Im Folgenden gab Daniela Mai (Leitung der Kath. Kindertageseinrichtung St. Michael in Bollendorf sowie der Kath. Kindertageseinrichtung St. Luzia in Ferschweiler) in einem leidenschaftlichen Erfahrungsbericht Einblicke in Wege der Beteiligung von Kindern im Rahmen von Qualitätsentwicklung im Diskurs. Frau Mai unterstrich dabei die Bedeutung von Informationsbereitstellung und Wissensaneignung im Kontext der Partizipation: „Wenn die Kinder das Wissen über etwas haben, dann können sie viel besser mitentscheiden.“ Das Thema Partizipation von Kindern wurde nach der Mittagspause in vier verschiedenen Workshops aufgegriffen und mit Blick auf die Themen Beschwerdemanagement (Sylvia Herzog, Prozessbegleiterin des IBEB), Verantwortlichkeit (Anna Battke, wissenschaftliche Mitarbeiterin des IBEB), Haltung (Lara Schindler) und Unterstützungsmöglichkeiten (Dr. Andy Schieler) diskutiert und schließlich im Plenum zusammengetragen. Die Ergebnisse wurden anhand eines Onlineboards festgehalten. Die nächsten digitalen QiD-Werkstätten finden am 16.06.2021 und 06.10.2021 statt.

  • Evaluation QiD Werkstatt

    Quelle: IBEB

  • Erfahrungsbericht QiD-Werkstatt

    Quelle: Kita Bollendorf/Kita Ferschweiler

Vielfalt in der Kita

Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, dass Kitas wichtige Anlaufstellen im örtlichen Sozialraum sind. Sie sind Schnittstellen für das soziale Leben, indem sie vielfältige Anlässe für soziale Kontakte gestalten. Angesichts der hohen Vielfalt von Familien die in den Tageseinrichtungen zusammenkommen, bedarf es einer hochprofessionellen pädagogischen Arbeit, die Vielfalt als den gemeinsamen Nenner betrachtet. 

Die neu erschienene KiTa aktuell spezial – Vielfalt in der Kita, herausgegeben von Daniel Roos, lädt Sie dazu ein, beim Diskurs um Vielfalt und Inklusion nicht nach Patentrezepten zu suchen. Vielmehr trägt dieses Heft dazu bei, Vielfalt und Inklusion auf einer breiten fachlichen Ebene immer wieder neu zu denken, mit dem Ziel einer vielfaltssensiblen Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit.

Online-Austauschtreffen von Institutionen zum Thema „Digitale Lernformate für pädagogische Fachkräfte in Kitas“

Auf Einladung des Bildungsministeriums und des Institutes für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) tauschten sich rheinland-pfälzische Bildungsinstitutionen online über das Thema „Digitale Lernformate für pädagogische Fachkräfte in Kitas“ aus. Inhalte des Treffens waren zum einen die Vorstellung des aktuellen Standes des Projektes Qualitätsentwicklung im Diskurs – Digitale Kompetenzen sowie Beiträge zu den digitalen Lernformaten von medien+bildung.com und des Institutes für Lehrerfort- und -weiterbildung (ILF). Zum anderen gab es eine rege Diskussion aller Beteiligten zu den Lehren, die aus der Corona-Pandemie gezogen werden können, sowie zu potenziellen Entwicklungen im Bereich der digitalen Lernformate in Rheinland-Pfalz. An dem Treffen nahmen neben den genannten folgende Institutionen teil: Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e. V., Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum (SPFZ) und Kita-Campus.

 

Wie kann Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz gelingen?

Diese und viele andere Fragen zu den Gelingensbedingungen von Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz wurden im Rahmen der Vorstellung der Ergebnisse zur Evaluation der Gelingensbedingungen der Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz virtuell diskutiert. In der vom IBEB durchgeführten und vom Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz finanzierten Studie wurden die  Gelingensbedingungen der Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz untersucht und damit die Qualität und deren Rahmenbedingungen in den Blick genommen.

An der Veranstaltung nahmen neben der Fachpraxis hochrangige Gäste wie z. B. die Abteilungsleiterin Frühkindliche Bildung im Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, Regina Käseberg, teil. Das Podium setzte sich aus Expert*innen wie Prof. Dr. Gabriel Schoyerer von der KSH München, Karen Schönenberg, Referentin im Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz, Inge Losch-Engler vom Bundesverband Kindertagespflege, Dorothee Geishecker, Fachberatung für den Landkreis Mayen-Koblenz, Christine Roth-Sager, Fachberatung beim Kinderschutzbund Ludwigshafen, Jutta Neideck, Kindertagesmutter aus Mendig sowie Christina Mahle als Vertreterin der Elternperspektive zusammen.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Pressemitteilung: Wie kann Kindertagespflege in Rheinland-Pfalz gelingen?

Vielfältige Verfahren der Qualitätsentwicklung und des Qualitätsmanagements für Kindertageseinrichtungen in Rheinland-Pfalz

Die gesetzlich vorgegebene Sicherung und Weiterentwicklung der Kita-Qualität wird in den Kitas in Rheinland-Pfalz auf vielfältige Weise gelebt. Durch die vorliegende Präsentation sollen die einzelnen, aktuell in Rheinland-Pfalz angewendeten Verfahren der Qualitätsentwicklung und des Qualitäts-managements, einschließlich deren Spezifika, überblicksartig deutlich werden. Die vorliegende Präsentation ist im Rahmen des Beirats Qualitätsentwicklung im Diskurs entstanden. Der Beirat besteht aus vom Kita-Tag der Spitzen Rheinland-Pfalz berufenen Expert*innen zum Thema Qualität in Kindertageseinrichtungen. Die Inhalte sind mithilfe der Expertise der Beiratsmitglieder sowie durch ergänzende Recherchen des IBEB zusammengetragen worden. Die Präsentation erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das bedeutet zum einen: Bitte konsultieren Sie für weitere Informationen zum jeweiligen Verfahren die entsprechenden Herausgeber*innen. Zum anderen laden wir Sie ein, uns Ihr Verfahren mit den dazugehörigen Informationen mitzuteilen, sollte dieses noch nicht in der Übersicht berücksichtigt worden sein. Wir wünschen Ihnen mit dieser Übersicht weitere Impulse für die Qualitätsprozesse in Ihrer Kita.