Presse Hochschule Koblenz, Uni in Koblenz und Deutsches Rotes Kreuz mit Impfaktion zufrieden

Sechs Tage lang täglich zehn Stunden haben die Hochschule Koblenz, die Uni in Koblenz und das Deutsche Rote Kreuz in einer gemeinsamen Aktion am RheinMoselCampus der Hochschule Koblenz Studierende sowie andere Erwachsene jeden Alters mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz geimpft. Für die Erstimpfungen hatte das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit in Rheinland-Pfalz im Rahmen einer landesweiten Impfaktion dem Hochschulstandort Koblenz 5.000 Dosen vom Impfstoff des Mainzer Biotechnologie-Unternehmens BioNTech zur Verfügung gestellt. Obwohl davon nur ca. 1.800 Dosen verimpft werden konnten, werten die drei Partner die gemeinsame Impfaktion als Erfolg.

  • Foto: Hochschule Koblenz/Menz

Zu den Studierenden, die das Angebot genutzt haben, gehört der 22-jährige Ashraf Yahya, der an der Hochschule Koblenz Mechatronik studiert. „Ich habe mich impfen lassen, weil ich mich und andere schützen möchte, weil ich kein Risiko für andere darstellen möchte“, so Yahya, der vor allem das Aufklärungsgespräch mit dem Arzt vor Ort besonders hervorhebt: „Bei diesem Gespräch habe ich mich sehr gut beraten gefühlt.“ Die Organisation vor Ort fand auch die Koblenzer Wirtschaftsingenieurin Sylvia Marcinkiewicz sehr angenehm: „Alle waren sehr freundlich und die Abläufe waren gut organisiert und schnell.“ Die 31-Jährige hatte zu Beginn der Impfaktion bedauert, nicht zu den Berechtigten zu gehören: „Als ich dann erfahren habe, dass die Altersbeschränkung aufgehoben wurde, habe ich mich sofort angemeldet.“

Zu Beginn der Aktion waren die Impfungen in der Tat nur für Studierende und Auszubildende jeden Alters sowie für junge Erwachsene zwischen 18 und 27 mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz reserviert gewesen. Doch bereits im Laufe des ersten Impftages konnten sich auch Erwachsene ohne Altersbeschränkung für eine Erstimpfung registrieren lassen, was sehr gut angenommen wurde: Waren es noch dreimal so viele Studierende und Auszubildende wie sonstige Personen, die sich für einen Impftermin am ersten Tag der Aktion registriert hatten, so war das Verhältnis der beiden Gruppen bereits am dritten Tag ausgeglichen. Ab dem vierten Impftag waren die Nicht-Studierenden beziehungsweise älteren Erwachsenen deutlich in der Mehrheit.

Warum nicht mehr Studentinnen und Studenten diese Aktion genutzt haben, ist auf mehrere Gründe zurückzuführen. Viele Studierende sind offenbar bereits geimpft oder warten nur noch auf ihre Zweitimpfung. Darüber hinaus hat ein Teil der Studierenden während der Corona-Semester den Wohnort wieder zu den Eltern verlagert und ist physisch nicht mehr vor Ort. Außerdem fällt die Impfaktion aktuell in die Prüfungsphase. Die Befürchtung, wegen möglicher Nebenwirkungen vielleicht eine Klausur zu verpassen, hat einige Impfwillige offenbar abgehalten, das Impfangebot jetzt anzunehmen. Dennoch wertet Prof. Dr. Stefan Wehner, Vizepräsident der Universität, die Aktion als Erfolg: „Gemeinsam haben wir es geschafft, vielen Menschen in Koblenz ein niedrigschwelliges Impfangebot zu machen. Wir waren und sind froh über jeden Einzelnen, der das Angebot angenommen hat. Denn Geimpfte leisten einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie. Uns als Koblenzer Hochschulen ist außerdem wichtig, dass wir aufgrund einer möglichst hohen Impfquote hoffentlich schon bald wieder zum gewohnten Hochschulalltag zurückkehren können.“

Um einen reibungslosen Ablauf vor Ort zu gewährleisen, hatte die Hochschule Koblenz in Abstimmung mit dem Deutschen Roten Kreuz am RheinMoselCampus eine Corona-konforme Impfstraße aufgebaut, die die zu Impfenden in einem Einbahnstraßensystem vom Check-in und dem ärztlichen Aufklärungsgespräch über die Impfung in abgetrennten Bereichen und dem Ruheraum bis zum Check-out führte. Die Uni in Koblenz war während der Aktion durchgehend im Schichtbetrieb von 8 bis 20 Uhr mit mindestens 10, die Hochschule Koblenz mit mindestens 7 und das Deutsche Rote Kreuz mit mindestens 12 Einsatzkräften zusätzlich zu den Ärztinnen und Ärzten vor Ort. Außerdem stellte das Studierendenwerk Koblenz für die Helferinnen und Helfer kostenlos Snacks und Getränke zur Verfügung. „Gemeinsam ist es uns gelungen, in weniger als einer Woche ein komplettes Impfzentrum aus dem Boden zu stampfen und reibungslos zu betreiben, obwohles nun wirklich nicht zum Alltag von Hochschulen gehört, Impfzentren aufzubauen und zu betreiben“, betonte Prof. Dr. Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz.

Sowohl die Impfwilligen, die vor Ort fast keine Wartezeit hatten, als auch die Einsatzkräfte profitierten von dem komfortablen Terminbuchungssystem, das das Rechenzentrum der Hochschule Koblenz eingerichtet hatte. „So konnten wir unsere Dienstpläne danach richten und immer nur so viele Impfdosen vorbereiten, wie auch wirklich gebraucht wurden“, erklärte Monique Thesing, die die Sonder-Impfaktion am Hochschulstandort Koblenz vonseiten des Deutschen Roten Kreuzes koordiniert hatte und auch sonst die gute Zusammenarbeit mit beiden Hochschulen lobte.

Im ersten Impfzeitraum wurden nur Erstimpfungen durchgeführt, die in einem zweiten Impfzeitraum vom 11. bis 13. August 2021 komplettiert werden. Anmeldungen dazu erfolgen wieder über die Internetseite www.hs-koblenz.de/impfangebot.