Ein zweites Leben für Elektrogeräte – das Repair-Café der Hochschule Koblenz war zu Gast in Antweiler

Viele defekte Elektrogeräte müssen nicht sofort in den Schrott – meist fehlt nur eine Kleinigkeit, sie wieder instand zu setzen. Nach der großen Resonanz im August 2021 machte das Repair-Café der Hochschule Koblenz, unterstützt vom Team der kooperierenden Elektroseelsorger Heimersheim, nun wieder Station im Dorfgemeinschaftshaus Antweiler. Mehr als 40 Haushaltsgeräte kamen bei dieser jüngsten Aktion aus Antweiler sowie aus den benachbarten Orten Aremberg, Winnerath, Wimbach, Rodder und Müsch zusammen.

Im August 2021 waren in Antweiler fast ausschließlich Elektrogeräte repariert worden, die das Ahrhochwasser in Mitleidenschaft gezogen hatte. Damals lag die Erfolgsquote bei deutlich über 90 Prozent. Anderthalb Jahre danach kamen auch noch vereinzelt Geräte mit Hochwasserschäden, bei denen es aber deutlich schlechter aussah. Die waren schon so verrostet oder zerfressen, dass meist nichts mehr ging. Trotzdem hatten die elf Reparateurinnen und Reparateure genug zu tun.

Die allermeisten Geräte konnten sofort repariert werden. Ein neuer Schalter an einer Stehlampe, ein verklemmtes Mahlwerk eines Kaffeevollautomaten, ein defektes Ladegerät für einen Akku, neue Kohlen für eine Bohrmaschine, ein Röhrenradio mit Aussetzern, Datensicherung eines defekten Handys – die Palette der mitgebrachten Elektrogeräte war sehr breit. Die Fähigkeiten des Reparatur-Teams sind es aber auch. So helfen im Repair-Café der Hochschule Koblenz IT-Spezialistinnen und -spezialisten, Feinmechaniker, Elektromeister, Ingenieurinnen und Ingenieure, Studierende sowie aktive und ehemalige Professoren mit, so dass im Team die Probleme schnell gelöst werden können. „Jeder kann irgendetwas und wir ergänzen uns hervorragend bei den einzelnen Geräten. Man hört oft ein ‚Schau mal mit, was meinst du?‘, das ist schon stark und macht dann auch großen Spaß!“, so der Organisator des Repair-Cafés, Prof. Dr. Johannes Stolz vom Fachbereich Ingenieurwesen der Hochschule Koblenz.

Im Gespräch mit den Besucherinnen und Besuchern zeigte sich, dass viele Geräte nicht wegen der Kosten, sondern vor allem wegen des ideellen Werts und dem Gedanken der Nachhaltigkeit repariert werden sollten. „Ich finde es klasse, dass es eine solche Aktion hier bei uns gibt, und würde mich freuen, wenn andere diese Ideen hier mit aufgreifen würden. Mir war nicht bewusst, dass das Nicht-Funktionieren manchmal nur an einer Kleinigkeit hängt. Ohne das Wissen und die Hilfe hier hätte ich das Gerät wahrscheinlich weggeworfen, denn Firmen reparieren das oft aus Kostengründen nicht mehr“, so eine Besucherin.

Nicht alle Geräte konnten sofort vor Ort repariert werden, da nicht jedes Ersatzteil in den Kisten des Repair-Café-Teams vorhanden war. Daher ist der Hochschul-Bus nachher voller weggefahren, als er vorher ankam. „In Absprache mit den jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer nehmen wir die Geräte mit nach Koblenz, bestellen die Ersatzteile, reparieren und machen dann wieder einen gesammelten Rücktransport nach Antweiler. Man kann zehnmal reparieren, aber nur einmal wegwerfen“, so Stolz.

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