Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung M.Sc. Studium

  • Von Studierenden erstelltes Poster, das beispielhaft die Arbeitsmethoden im Studiengang symbolisiert

Innovationen

1. Der Masterstudiengang Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung ist ein deutschlandweit einzigartiger interdisziplinärer Masterstudiengang, der die Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen und Soziale Arbeit an der Hochschule Koblenz miteinander verbindet.

2. Absolvierende technischer Studiengänge können im Masterstudiengang eine ganzheitlichere Perspektive erwerben, indem sie sozialwissenschaftliche Zugänge beispielsweise zu Themen des Wohnens, der Daseinsvorsorge, der Partizipation und Diversität sowie zu ethischen Aspekten sozialräumlicher Entwicklung kennenlernen.

3. Absolvierende der Sozialen Arbeit erweitern ihre Kenntnisse um infrastrukturell-bauliche und planerische Zugänge. Damit eröffnet ihnen der Masterstudiengang eine Qualifikation für Bereiche, in denen Sozialarbeiter*Innen zum Teil bereits tätig sind, aber meist ohne spezifisch dafür qualifiziert worden zu sein, wie zum Beispiel im Orts- und Quartiersmanagement.

4. Der Masterstudiengang Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung antwortet auf eine aktuelle strukturelle und politische Herausforderung: Ländliche Räume lebenswert zu erhalten! Dazu sollen dem Ort angemessene, integrierte Lösungen entwickelt werden, um Ungleichheiten abzubauen und dem Gefühl der Vernachlässigung entgegen zu wirken.

5. Der Fokus auf die Orts- und Sozialraumentwicklung in ländlichen Räumen bildet ein Alleinstellungsmerkmal und ist zugleich von hoher praktischer Bedeutung für die Region Koblenz sowie viele andere ländliche geprägte Räume.

Inhalte

Der Masterstudiengang beschäftigt sich interdisziplinär mit den Auswirkungen des gesellschaftlichen und demographischen Wandels auf lokaler und regionaler Ebene. Dazu werden Methoden der Problemidentifikation aus mehreren Disziplinen miteinander verknüpft. Zentrale Inhalte stammen aus Architektur und Städtebau (Siedlungsentwicklung und Entwurfsstrategien, baukulturelle Aspekte), aus den Sozialwissenschaften (Partizipation, Daseinsvorsorge und nachhaltige Entwicklung im Sozialraum) und aus dem Bauingenieurwesen (Raum-, Umwelt- und Infrastrukturplanung).

Die Inhalte der einzelnen Module sind im Modulhandbuch (PDF) dargestellt. 

 

Ziele und Berufsbilder

Ein zentrales Anliegen des Masterstudiengangs Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung ist es, den interdisziplinären Arbeitsansatz zu fördern. So können die Absolvent*Innen mit ihrer mehrperspektivischen Ausrichtung ortsstrukturelle und sozialräumliche Prozesse in ländlichen Räumen analysieren, bewerten, gestalten und steuern. Sie weisen theoretisch fundierte Expertise auf, um Chancen und Herausforderungen im ländlichen Raum sowohl auf sozialer, politischer und planerischer Ebene mitgestalten zu können. Damit sind sie fähig, an zentralen Schnittstellen in Kommunen, kommunalen Institutionen, regionalen Zusammenschlüssen und in Kammern, Verbänden, Stiftungen sowie in Planungs- und Beratungsbüros tätig zu werden.

 

Kammerfähigkeit

Studierende mit einem Bachelorabschluss Architektur können sich mit einem erfolgreich absolvierten Masterstudium "Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung M.Sc." unter bestimmten Voraussetzungen für eine Eintragung in die Architektenkammer qualifizieren. Nähere Informationen dazu finden Sie in der Broschüre Informationen zur Kammerfähigkeit (PDF).

 

Studienverlauf

Selbstverständlich bringen die Studierenden unterschiedliche Vorkenntnisse aus ihren Bachelorstudien mit. Diese Heterogenität ist explizit erwünscht und bietet die Basis, um Projekte mehrperspektivisch umzusetzen. Zudem können die Studierenden auch formal unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen aufweisen. Der Masterstudiengang reagiert darauf mit einer großen Flexibilität sowohl in der inhaltlich-didaktischen Konzeption als auch in der Schaffung geeigneter Zugangsvoraussetzungen für Studierende unterschiedlicher Bachelorstudiengänge:

  • Im ersten Semester findet eine interdisziplinäre Angleichung statt, um eine gemeinsame Basis für die Zusammenarbeit auszubilden. Hierzu werden erweiterte Grundlagen und relevante Methodenkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen vermittelt.
  • Das zweite Fachsemester zielt auf eine interdisziplinäre Verknüpfung der Fachinhalte über mehrere Module hinweg und fördert das Transferdenken.
  • Im dritten Semester können die Studierenden individuelle Schwerpunkte setzen, indem sie zwei Wahlpflichtmodule sowie das Thema der Abschlussarbeit wählen.

Weitere Informationen zum Studienverlauf und zu den Regelungen der Prüfungsordnung finden Sie in den Dokumenten im Downloadbereich.

Weitere Informationen zu Zulassungsvorsetzungen und Bewerbungsverfahren finden Sie auf der nächsten Seite.