Zustandsüberwachung von Drehfeldmaschinen

Heutige industrielle Produktionsanlagen weisen eine wachsende Komplexität auf. Häufig überschreiten die Kosten der durch Motorfehler verursachten Produktionsausfälle die Reparatur- oder Ersatzkosten der Maschine um ein Vielfaches. In Verbindung mit der deutlichen Verringerung des Personaleinsatzes insbesondere im Bereich der Bergbaubetriebe erhalten Technologien und Verfahrensweisen zur vorbeugenden Maschineninstandhaltung hier besondere Bedeutung.

Dies gilt natürlich auch für die häufig eingesetzten Asynchronmaschinen mit Kurzschlussläufern. Auch bei diesen sehr robusten Antrieben treten Betriebsausfälle auf. Als häufigste mechanische Ausfallursachen sind hierbei Lagerschäden zu verzeichnen. Bei den elektrischen Ausfallursachen sind im wesentlichen Statorwicklungsschäden sowie Stab- und  Ringbrüche der Kurzschlussläufer zu nennen. 

Inhalt aktueller Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind deshalb Verfahren und Geräte zur Maschinenüberwachung, die während des Anlagenbetriebs eine Zustandsdiagnose der Asynchronmaschine mit Kurzschlussläufer ermöglichen. Der prinzipbedingte Nachteil des schleifringlosen Rotors dieses Maschinentyps ist der erhöhte Schwierigkeitsgrad bei der Erkennung von Rotorfehlern, da ohne Demontage der Maschine eine direkte messtechnische Bestimmung der Rotoreigenschaften nicht möglich ist. Die Analysen des Körperschalls, des magnetischen Streuflusses und der Maschinenstromaufnahme zur Zustandsdiagnose finden hierbei besondere Beachtung.

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