Herausragender Bildungsweg: Eugenia Renner promoviert erfolgreich an der TU Dresden
26.01.2026
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KOBLENZ / DRESDEN. Eugenia Renner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz, hat ihre Promotion zur Doktorin der Philosophie (Dr. phil.) an der Technischen Universität Dresden mit Erfolg abgeschlossen. Ihre Dissertation mit dem Titel „Soziales Commitment türkischstämmiger Allochthonen der zweiten bis vierten Generation. Ein kritischer Beitrag zur Integrationsforschung“ wurde nach erfolgreicher Verteidigung vor dem Promotionsausschuss mit großem Interesse aufgenommen.
Ein Vorbild für die Durchlässigkeit des Bildungssystems
Das Besondere an Frau Dr. Renners akademischer Laufbahn: Sie erlangte die Promotionszulassung über den Weg der beruflichen Qualifikation und ein anschließendes Masterstudium – ohne zuvor einen klassischen Bachelorabschluss absolviert zu haben. Grundlage war eine anspruchsvolle Eignungsprüfung zur Gleichwertigkeitsfeststellung an der Hochschule Koblenz.
„Dieser Weg zählt zu den herausforderndsten und selten genutzten Pfaden zur Promotion“, erklärt Prof. Dr. Paul Krappmann, Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften. „Der Fachbereich ist glücklich und auch stolz, dass es Frau Renner gelungen ist, aus unseren Reihen heraus einen solch bemerkenswerten Weg zu gehen. Es ist ein Paradebeispiel für die Öffnung und Durchlässigkeit unseres Hochschulsystems.“
Innovative Forschung: Commitment statt bloßer Integration
Inhaltlich liefert die Arbeit einen innovativen Beitrag zur Migrationsgesellschaft. Dr. Renner überträgt das Konzept des organisationalen Commitments (Bindung an Organisationen) auf die gesamte Gesellschaft. Sie analysiert, wie subjektiv erlebte gesellschaftliche Bindung bei Menschen mit türkischer Migrationsgeschichte entsteht und welche Rolle Bildungseinrichtungen, Betriebe und zivilgesellschaftliche Strukturen dabei spielen.
Prof. Dr. Daniela Braun, die die Arbeit an der Hochschule Koblenz betreute, würdigt den theoretischen Mehrwert: „Das von Eugenia Renner begründete Commitment-Konzept bietet einen Ausweg aus den theoretischen Sackgassen der herkömmlichen Integrations- und Teilhabebegriffe. Diese sind oft von Vergleichen, Anpassungszwang oder der Unterscheidung zwischen Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit geprägt.“
Kooperation zwischen Hochschule und Universität
Die Dissertation entstand im Rahmen einer kooperativen Promotion – ein Modell, bei dem eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) eng mit einer Universität zusammenarbeitet. Neben Prof. Dr. Daniela Braun (HS Koblenz) wurde die Arbeit von Prof. Dr. Cornelia Wustmann (Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden) betreut.
Praxisrelevanz für die moderne Gesellschaft
Die Ergebnisse der Arbeit sind nicht nur wissenschaftlich bedeutsam, sondern bieten auch konkrete Impulse für die Praxis. Institutionen aus Pädagogik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erhalten wertvolle Anknüpfungspunkte, um das Engagement und die Partizipation ihrer Mitglieder gezielt zu fördern.
Dr. Eugenia Renner bleibt der Hochschule Koblenz weiterhin in der Projektleitung und Koordination des dualen Studiengangs „Bildung & Erziehung + (dual) Wien“ erhalten.
