Europäisches Patent für innovative Energiespeichertechnologie
18.02.2026
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Patentierte Innovation für nachhaltige Energiespeicher
Im Rahmen eines von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderten Forschungsprojekts entwickelte die Forschungsgruppe ein Verfahren, mit dem die Kompression und Expansion von Gasen deutlich effizienter wird. Druckluftspeicherkraftwerke gelten als besonders ressourcenschonende Stromspeicherlösung, da sie ohne seltene Erden oder Lithium auskommen, auf bewährte Standardkomponenten setzen und gut skalierbar sind. „Mit unserem Verfahren bieten Druckluftspeicherkraftwerke ein bisher unterschätztes Stromspeicherpotenzial als Alternative zu Batterie-Speichersystemen unter ausschließlicher Verwendung von Standardkomponenten“, erklärt Prof. Dr. Willi Nieratschker, Professor im Fachbereich Ingenieurwesen.
Effizienzsteigerung von Kompressoren nachgewiesen
Mithilfe von zwei Prüfständen konnte das Team die technische Machbarkeit des Verfahrens nachweisen und weiter optimieren. Prof. Dr. Marc Nadler betont die Bedeutung der Entwicklung: „Wir sind sehr stolz auf die von uns erreichten Ziele und Wirkungsgradsteigerungen gegenüber dem aktuellen Stand der Technik und hoffen, dass dieses Potential bald auch kommerziell nutzbar wird.“
Forschung mit internationaler Sichtbarkeit
Der praktische Nachweis des Forschungsansatzes war für das Team ein besonderer Meilenstein. Christian Braasch, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Ingenieurwesen, ergänzt: „Es ist ein gutes Gefühl, die eigene Idee in den letzten drei Jahren in einem Demonstrator zu realisieren. Das EU-Patent bestätigt dabei unser Alleinstellungsmerkmal. Unser Vortrag auf der International Compressor Conference in London hat uns gezeigt, dass wir eine der führenden Forschungsgruppen auf dem Gebiet der isothermen Kompression sind.“
Nächste Entwicklungsschritte und Partnerschaften geplant
Um das Innovations- und Anwendungspotenzial weiter auszubauen, plant die Forschungsgruppe zusätzliche Prüfstandsuntersuchungen mit erweiterten Druckbereichen. Parallel werden derzeit Anschlussfinanzierungen sowie industrielle und institutionelle Partner für die nächsten Entwicklungsschritte gesucht. Der Anwendungsbereich des patentierten Verfahrens geht weit über die reine Druckluftspeicherung hinaus. Damit lassen sich auch andere technische Gase wie z. B. Wasserstoff energiesparend und sicher auf hohe Drücke verdichten.
Mit dem erteilten EU-Patent und der Förderung durch die Carl-Zeiss-Stiftung unterstreicht die Hochschule Koblenz einmal mehr ihre Stärke in anwendungsnaher Forschung und ihren Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Energiespeicherlösungen für die Energiewende. Dies belegt auch die Bewertung der unabhängigen Plattform StudyCheck: Dort wurde die Hochschule Koblenz als besonders beliebte Hochschule ausgezeichnet und belegt unter den staatlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalz den ersten Platz.
