Mobilkommunikation / 5G / 6G / IoT
Unsere Arbeit fokussiert die Nutzung von drahtloser Konnektivität in spezifischen Anwendungsdomänen im Sinne des Internet of Things (IoT). Wir betreiben Projekte zu Industrie 4.0, eHealth, Smart Farming, Smart City und Elektromobilität in Kollaboration mit einer Vielzahl von Partnern aus Industrie und der akademischen Welt. Die folgende Liste gibt einen kurzen Überblick der gerade aktuell laufenden Projekte.
Kollaboration mit SEW-Eurodrive
In einer Kollaboration zum Thema "5G zur Unterstützung urbaner Logistik" arbeiten wir mit SEW-EURODRIVE (Bruchsal) an der Vernetzung autonomer e-Fahrzeuge (AGV: automated guided vehicles) mit 5G Mobilfunk. Wir unterstützen dabei das Projekt LieferBot-E um eine automatisierte Ver- und Entsorgung von städtischen Quartieren zu implementieren sowie auch die Vernetzung von Fertigungshallen mit 5G. Unser neuestes Projekt in dieser Domäne ist MultiNet6G. Hier beschäftigen wir uns mit der Konvergenz unterschiedlicher drahtloser Kommunikationstechnologien wie 5G, Wifi, VLC (lichtbasierter Kommunikation) und kommunizierendem Radar in einem einzigen Netz.
Kollaboration mit NTT DOCOMO Eurolabs
Im Projekt "Cloud-Natives Core Netz der nächsten Generation" mit NTT DOCOMO Eurolabs, München/Tokyo (europäisches Forschungslabor des japanischen Mobilfunkkonzern NTT DOCOMO) entwickeln wir neue Ansätze für das 6G Core Netz um industrielle Kommunikation mittels 6G zu ermöglichen.
5G-ready Testfeld nördliches Rheinland-Pfalz
Die Arbeitsgruppe betreibt seit 2022 das erste 5G-Campus-Netz im nördlichen Rheinland-Pfalz. Wir nutzen das Netz zum einen in der Lehre, zum anderen wollen wir dadurch lokalen Firmen die Möglichkeit bieten ihre Produkte 5G-ready zu machen. Die Motivation ist die zunehmende Nutzung von 5G in industriellen Anwendungen die dazu führen wird das die Produkte von KMU in solchen Netzen einsetzbar sein müssen.
Forschungsprojekt RIOT
Im Projekt RIOT - Resilient Internet of Things entwickeln wir neue Lösungen für die Resillienz und Sicherheit von IoT Anwendungen unter Nutzung von LORAWAN und 5G / NB-IoT. Derzeitige IoT-Anwendungen werden oft nach einem "best effort"-Prinzip genutzt, Netzqualität, Verfügbarkeit und Sicherheit spielen beim Design der Systeme nur eine nachgeordnete Rolle. Mit steigender Wichtigkeit solcher Anwendungen rückt aber auch deren Zuverlässigkeit in den Fokus.
Forschungsprojekt MultiNet6G
Das Projekt MultiNet6G verfolgt die Vision eine Vielzahl unterschiedlicher drahtloser Kommunikationstechnologien – geplant ist: 5G, Wifi, Visible Light Communication (VLC) und kommunikationsfähiges Radar – gezielt zu kombinieren und offene Mechanismen zu deren koordinierter Nutzung zu entwickeln. Die Kernanwendungen liegen im Bereich von Industrie 4.0 und urbaner Logistik. Es wird ein Demonstrator etabliert in dem für fahrerlose Transportsysteme (FTS) und Drohnen beispielhaft kooperative Bewegungsabläufe umgesetzt werden. Diese werden dann über das Multinetz koordiniert.
Forschungsprojekt NoLa
Das Projekt NoLa erforscht eine ganzheitliche Vorgehensweise für eine smarte und flexible nomadische 5G Versorgung in kleinteilig strukturierten ländlichen Räumen. Hierzu wird eine nomadische 5G Plattform konzipiert, prototypisch implementiert und im Reallabor getestet. Diese nomadische 5G Infrastruktur soll für Winzerinnen und Winzer im Steillagenweinbau eine bedarfsgerechte, flexibel einsetzbare mobile 5G Netzversorgung inkl. mobiler Edge Cloud bereitstellen. Für die Konzipierung der nomadischen 5G Infrastruktur sollen die idealen Versorgungskonzepte erforscht und verglichen werden.
Forschungsprojekt EcoNet6G - Energieeffiziente Campusnetzwerke mit 6G
5G- und 6G-Campusnetze sind entscheidend für die Industrie 4.0 und die digitalisierte Logistik und vernetzen mit Mobilfunktechnik Gebäude und Werksgelände. Im Gegensatz zu landesweiten Netzen bieten Campusnetze besondere Potenziale für die Energieoptimierung aufgrund ihrer spezifischen Struktur und Betriebsmuster. Die Projektmitarbeitenden möchten den Energieverbrauch reduzieren und die Effizienz steigern. Das Team erfasst die Nutzung produktiver Netze, prognostiziert sie, entwickelt Mechanismen für Kapazitätsregelungen und optimiert die Netzarchitektur. Die entwickelten Lösungen werden im Anschluss im 6G-Forschungsnetz der Hochschule Koblenz getestet. Zentrales Ziel ist es, Campusnetze energieoptimal zu gestalten und ihre Leistungsfähigkeit zu maximieren.