Inklusion und Teilhabe im Justizvollzug: Exkursion der Hochschule Koblenz in die JVA Rheinbach

09.01.2026

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Im Rahmen der Projektwerkstatt „Soziale Arbeit in Inklusion, Teilhabe und Gesundheitsförderung“ besuchten Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit der Hochschule Koblenz die Justizvollzugsanstalt Rheinbach.

  • Studierende aus der Projektwerkstatt vor der Jusitzvollzugsanstalt Rheinbach Quelle: HS Koblenz/Roos

Ziel des Besuchs war es, einen vertieften Einblick in die Praxis Sozialer Arbeit im Kontext des Justizvollzugs zu erhalten und theoretische Inhalte des Studiums mit konkreten beruflichen Handlungsfeldern zu verknüpfen. Begleitet wurde die Exkursion von Daniel Roos, Lecturer an der Hochschule Koblenz und Leiter der Projektwerkstatt. 

Ein besonderer Bezug zur Projektwerkstatt ergab sich dadurch, dass Frau Schnitzler, Studierende der Hochschule Koblenz, ihr Projekt im Rahmen der Projektwerkstatt in der JVA Rheinbach umsetzt. Frau Josephine Enke und Frau Buchinger, beide als Sozialarbeiterinnen in der JVA Rheinbach tätig, gaben den Studierenden aus dem Fachbereich Sozialwissenschaften einen umfassenden und fachlich fundierten Einblick in ihre Arbeit sowie in die unterschiedlichen Teilbereiche einer Justizvollzugsanstalt. Neben der Sozialen Arbeit im engeren Sinne wurden auch Schnittstellen zum Sicherheitsdienst, zur pastoralen Begleitung sowie zur beruflichen Reintegration der Inhaftierten thematisiert. Deutlich wurde dabei, wie eng verzahnt die verschiedenen Professionen innerhalb der JVA zusammenarbeiten und welche zentrale Rolle die Soziale Arbeit im Zusammenspiel dieser Bereiche einnimmt. Im Fokus standen zudem die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen Sozialer Arbeit im Justizvollzug, insbesondere im Spannungsfeld von Resozialisierung, Teilhabe, institutionellen Rahmenbedingungen und Gesundheitsförderung. Die Bedeutung professioneller Beziehungsgestaltung sowie die Rolle Sozialer Arbeit als vermittelnde und unterstützende Instanz innerhalb eines hochstrukturierten Systems wurden dabei eindrücklich herausgestellt. Der Besuch ermöglichte den Studierenden einen offenen Austausch und eine differenzierte Auseinandersetzung mit einem Arbeitsfeld, das in der öffentlichen Wahrnehmung häufig wenig sichtbar ist. Die gewonnenen Eindrücke wurden von den Studierenden als sehr intensiv und bereichernd erlebt und trugen wesentlich dazu bei, ein vertieftes Verständnis für die Komplexität und gesellschaftliche Relevanz Sozialer Arbeit im Justizvollzug zu entwickeln. Der Besuch der Justizvollzugsanstalt Rheinbach stellte eine wertvolle Ergänzung der Projektwerkstatt dar und unterstrich den hohen Stellenwert praxisnaher Lehre im Studiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Koblenz. Ein besonderer Dank gilt der JVA Rheinbach sowie Frau Enke und Frau Buchinger für ihre Offenheit, ihr Engagement und den intensiven fachlichen Austausch, der diesen Besuch in besonderer Weise ermöglicht und bereichert hat.