Flexible Raumgestaltung

Die Digitalisierung verändert nicht nur Lehr- und Lernformate, sondern stellt auch neue Anforderungen an die räumliche Gestaltung von Hochschulen. Während digitale Tools und hybride Lehrformate eine flexiblere Studienorganisation ermöglichen, bleibt der physische Lernraum ein zentraler Bestandteil akademischer Bildung. Moderne Lehrkonzepte erfordern dynamische Raumstrukturen, die kollaboratives Arbeiten, interaktive Lehrformate und hybride Lernsettings gleichermaßen unterstützen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entwickelten die Teilprojekte Digitaler Fachbereich und Digitale Lehr- und Lerninfrastruktur zusammen mit dem Pilotfachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften innovative Raumkonzepte, die klassische Seminar- und Vorlesungsräume neu denken. In mehreren Design‑Thinking‑Workshops wurden Studierende, Lehrende, E‑Learning‑Beauftragte sowie Technik‑Expert*innen gemeinsam eingeladen, Anforderungen und Nutzungsszenarien zu skizzieren und Prototypen für drei Raumtypen (Co‑Working Space, Snoozle Room, Creative Learning Space) zu entwickeln. Bei der Neugestaltung der Räume stand die Student Experience im Zentrum. Das Campusleben wurde nicht allein als Lehr- und Lernumgebung, sondern ganzheitlich betrachtet, denn der Campus soll ein positiv aufgeladener sozialer Interaktionsraum sein, der Studierenden und Mitarbeitenden eine akademische Heimat bietet. Insbesondere die Studierenden sollen Gründe haben, sich am RheinAhrCampus wohl zu fühlen und diesen auch außerhalb von Lehrveranstaltungen zu besuchen. Flexible Möbel, interaktive Medientechnik und modulare Raumkonzepte schaffen nun eine Umgebung, die sich an unterschiedliche Lehr- und Lernszenarien anpassen lässt.

Die Collaboration and Creative Spaces sind multifunktional gestaltet und so flexibel eingerichtet, dass sie sich optimal an unterschiedliche Gruppengrößen und Veranstaltungsformate anpassen. Digitale Tools unterstützen kollaborative Arbeitsprozesse und ermöglichen es den Studierenden, Inhalte einfach zu teilen, Präsentationen interaktiv zu gestalten und gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Die Architektur der Lernräume ermöglicht die Umsetzung modernen didaktischer Konzepte und ist durch ein niederschwelliges und digitales Buchungssystem für alle Lehrenden und Lernenden nutzbar. Gruppen können die Möbel nach ihren Anforderungen anordnen und so individuell die Arbeitsumgebung gestalten. 

Foto des Raumes A010 vor der Umgestaltung

Raum A010 - Ausgangslage

Konzeptskizze für den Raum A010

Raum A010 - Konzeption

Foto des Raumes A010 nach Umgestaltung

Raum A010 - Umsetzung

Foto des Raumes A223 vor der Umgestaltung

Raum A223 - Ausgangslage

Konzeptskizze für den Raum A223

Raum A223 - Konzeption

Foto des Raumes A223 nach Umgestaltung

Raum A223 - Umsetzung

Foto des Raumes B004 vor der Umgestaltung

Raum B004 - Ausgangslage

Konzeptskizze für den Raum B004

Raum B004 - Konzeption

Foto des Raumes B004 nach Umgestaltung

Raum B004 - Umsetzung

Flexibilisierung des Lernraums: Zwischen Digitalität und Präsenz

Der Fachbereich b-k-w hat verschiedene digitale Räume in OpenOLAT erprobt, um das digitale Lernen und den Austausch zwischen Lernenden und Lehrenden zu verbessern. Die Anwendungen wurden primär für digitale Sprechstunden und Besprechung von Gruppenarbeiten verwendet.

Die Umsetzung flexibler Raumkonzepte verdeutlichte, dass räumliche Gestaltung ein wesentlicher Bestandteil moderner Hochschulentwicklung ist. Durch die Verbindung von digitaler Infrastruktur, flexibler Möblierung und didaktisch durchdachten Nutzungsszenarien entstanden Lernräume, die Kooperation, Kreativität und Interaktion gezielt fördern. Damit leistete KuDiKo einen wichtigen Beitrag zur Schaffung einer zukunftsorientierten Lernumgebung, in der digitale und analoge Lehrformen sinnvoll ineinandergreifen und die Hochschule Koblenz als innovativen Lern- und Arbeitsort stärken.