Digitale Studienorganisation

Im Teilprojekt Digitaler Fachbereich wurde gezielt daran gearbeitet, administrative Prozesse zu optimieren, hybride und digitale Lehrangebote nachhaltig in bestehende Strukturen zu integrieren und eine größere individuelle Gestaltung des Studiums zu ermöglichen. Maßnahmen wie die Einführung digitaler Anmeldesysteme für Abschlussarbeiten, personalisierbare Stundenpläne über WebUntis und eine systematische Verzahnung von Online- und Präsenzformaten haben die Grundlage für ein flexibles und zukunftsorientiertes Hochschulsystem geschaffen.

Übersicht

M 1.1 Digitale Fachbereichskurse

M 1.2 Digitaler Stundenplan

M 1.3 Digitale Übersichten zu den Studienmodulen

M 1.4 Digitalisierung administrativer Prozesse

Digitale Fachbereichskurse

Die neu entwickelten digitalen Fachbereichskurse bündeln alle relevanten Informationen zum Studienverlauf vom Studienbeginn bis zur Abschlussarbeit auf einer zentralen Plattform in OpenOLAT.  Auf Basis von Feedback aus Studierendenworkshops und Expert*innenreviews mit Lehrenden wurden digitale Kursstrukturen entwickelt, die die Wahlmöglichkeiten und das Studienformat der Lehrveranstaltungen transparent abbilden. Darüber hinaus wurden Vernetzungsangebote und Informationen zu Campus und Studierendenleben eingebettet. Durch die digitalen Einführungskurse erhalten Studierende nicht nur die Möglichkeit, sich orts- und zeitunabhängig in die Fachbereiche einzuarbeiten, sondern können die Anforderungen der jeweiligen Studiengänge gezielt und bedarfsgerecht durchlaufen. 

Digitaler Stundenplan

Alle Lehrveranstaltungen auf einen Blick und jederzeit verfügbar: der digitale Stundenplan (WebUntis) bringt nicht nur Übersichtlichkeit, sondern auch Flexibilität für den Studienalltag. Die Umsetzung ermöglicht es Studierenden jederzeit auf ihren tagesaktuellen Stundenplan zuzugreifen und alle Lehrveranstaltungen, Räume und Lehrformate digital einzusehen. So lässt sich der gesamte Studienverlauf besser planen. Auch kurzfristige Änderungen und Raumwechsel werden automatisch aktualisiert und sind sofort ersichtlich.
Die beiden Fachbereiche haben 2022 begonnen, die Software zur Erstellung von Raumbelegungsplänen über WebUntis zu nutzen. Da die Nutzung von WebUntis künftig im Rahmen eines CMS angestrebt wird, dienen die gesammelten Erfahrungen dazu, Synergien für die gesamte Hochschule abzuleiten. Die gewonnen Erkenntnisse haben in einem ersten Schritt gezeigt, dass die Erstinstallation und Eingabe der Stammdaten anfangs zeitliche Ressourcen beanspruchten, langfristig jedoch zu einer deutlichen Arbeitserleichterung und einer verbesserten Planbarkeit von Lehrveranstaltungen geführt haben. 

Digitale Übersichten zu den Studienmodulen

Durch die neue Einbettung der Modulstrukturen der Studiengänge in OpenOLAT werden alle angebotenen Lehrveranstaltungen und Module transparent und einheitlich abgebildet. Die interaktive digitale Modulübersicht gibt Studierenden einen klaren Einblick in die Strukturen und Inhalte aller angebotenen Lehrveranstaltungen. Dabei wird sichtbar, ob die Module als Präsenz-, Online- oder Hybridveranstaltungen angeboten werden. 

Digitalisierung administrativer Prozesse

Die sukzessive Digitalisierung administrativer Prozesse stellte einen zentralen Hebel zur strukturellen Flexibilisierung der Studienorganisation dar. Sie ermöglichte nicht nur eine orts- und zeitunabhängige Abwicklung studentischer Verwaltungsangelegenheiten, sondern trug zugleich zur Standardisierung, Effizienzsteigerung und institutionellen Transparenz bei.
Im Pilotfachbereich b-k-w wurden zentrale Prozesse in einheitliche, digitale Workflows überführt, darunter die Anmeldung zu Abschlussarbeiten, die Anerkennung von Studienleistungen, Krankmeldungen sowie die Organisation der Kick-off Camps (KoC). Diese Maßnahmen haben die Flexibilität und Transparenz der Studienorganisation erhöht und die Abwicklung von Anliegen für Studierende, Lehrende und Verwaltungsmitarbeitende vereinfacht. Darüber hinaus wurde deutlich, dass die Digitalisierung administrativer Abläufe nicht nur ein technischer, sondern vor allem ein organisationaler Transformationsprozess ist: Sie verändert Rollenverständnisse, Entscheidungswege und die Interaktion zwischen Studierenden, Lehrenden und Verwaltungspersonal.