Rheinland-Pfalz stärkt Kinderschutz in Ausbildung und Studium
23.04.2026
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An der Tagung nehmen knapp 60 Lehrende von vier Universitäten, vier Hochschulen und acht Fachschulen für Sozialwesen sowie sechs Mitglieder des Landesbetroffenenrats teil. Vertreten sind unter anderem die Fachbereiche Erziehungswissenschaft, Lehreramtsbildung, Gesundheitswissenschaften, Medizin und Psychologie sowie Soziale Arbeit.
„Kinderschutz ist keine freiwillige Zusatzaufgabe. Er ist eine politische und gesellschaftliche Verantwortung. Wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, muss diese Verantwortung strukturell und verbindlich vermittelt bekommen. Mit dem Kinderschutzmodul stellen wir sicher, dass Fachkräfte von Anfang an gut vorbereitet werden“, betont Familienministerin Katharina Binz.
Ziel des Projekts ist es, Kinderschutz insbesondere im Kontext sexualisierter Gewalt langfristig und systematisch in Studien und Ausbildungsgängen zu verankern. Das Land Rheinland-Pfalz fördert das Vorhaben mit über 100.000 Euro. Es richtet sich an Studierende und Auszubildende in allen relevanten Fachrichtungen und soll deren Handlungskompetenz, Sicherheit und professionelle Haltung stärken.
Die Entwicklung erfolgt im engen Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Betroffenen. Hintergrund ist die fachlich belegte Erkenntnis, dass Kinderschutz in vielen Curricula bislang nur punktuell berücksichtigt wird.
„Fachschulen und Hochschulen spielen eine zentrale Rolle für die Qualifikation zukünftiger Fachkräfte. Bislang ist die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und Kinderschutz an vielen Standorten nur unzureichend in der Lehre verankert. Das Kinderschutzmodul ermöglicht es, diese Lücke zu schließen und das Thema dauerhaft und wissenschaftlich fundiert zu verankern“, erklären die Mitglieder der Projektleitung, Prof. Dr. Stefan Weyers (Universität Mainz), Prof. Dr. Kathinka Beckmann (Hochschule Koblenz) und Dr. Rosemarie Horcher-Metzger (Pädagogisches Zentrum Rodenbach).
Mit dem Projekt wird die Handlungsmaßnahme 6.3 Interdisziplinäre Entwicklung eines Kinderschutzmoduls des Pakts gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen umgesetzt.
Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration vom 20.04.2026