Girls’ Day 2026 an der Hochschule Koblenz: Technik erleben, Zukunft gestalten

KOBLENZ/REMAGEN. Die Hochschule Koblenz beteiligte sich auch 2026 wieder am bundesweiten Girls’ Day und lud Schülerinnen der Klassen 7 bis 13 zu einem abwechslungsreichen Programm an die Standorte Koblenz und Remagen ein.

  • Drei Mädchen sitzen in einem Elektroniklabor.

    Bild: Hochschule Koblenz, Martin Lisek

Mit ihren Angeboten zum Girls´Day möchte die Hochschule Koblenz Mädchen frühzeitig Einblicke in technische und naturwissenschaftliche Berufsfelder ermöglichen und ihr Interesse für MINT-Studiengänge wecken. Gemeinsam mit dem Ada-Lovelace-Projekt (ALP) setzte sie auf praxisnahe, interaktive Workshops, in denen die Teilnehmerinnen Technik nicht nur kennenlernen, sondern selbst ausprobieren konnten. Die Anmeldung erfolgte über die Girls´Day Plattform.

Campus Koblenz: Technik selbst gestalten

Am Campus Koblenz nahmen rund 30 Schülerinnen teil. Im Workshop „3D-Drucker in Action“ entwickelten sie eigene Objekte und erhielten Einblicke in 3D-Druck und Rapid Prototyping. 

Im kombinierten Angebot “Robbi-Lab”/ “Technik erleben” programmierten die Teilnehmerinnen ein Roboterfahrzeug und lernten spielerisch technische Zusammenhänge kennen. Gleichzeitig erhielten sie einen praxisnahen Einblick in den Entwicklungsprozess eines Produkts – von der Konstruktion bis zur Anwendung. 

Beim Workshop „Engineering und DIY“ stand das Selbermachen im Mittelpunkt: Die Schülerinnen bauten eigene elektronische Geräte und entdeckten dabei die Grundlagen der Elektronik.

Campus Remagen: Einblicke in Forschung und Studium

Am Campus Remagen nahmen 40 Schülerinnen von 16 Schulen aus dem Kreis Ahrweiler und dem Raum Bonn teil. Das Programm verband Technik, Informatik und Medizintechnik auf anschauliche Weise.

Die Teilnehmerinnen programmierten im Workshop „Dein Einstieg in die App-Programmierung“ eigene Apps und testeten diese direkt auf ihren Smartphones. Beim Bau des Geschicklichkeitsspiels „Heißer Draht“ bewiesen sie handwerkliches Geschick.

Darüber hinaus erhielten sie Einblicke in die aktuelle Forschung: Im Labor für Medizinische Strahlenphysik und Technik lernten sie moderne bildgebende Verfahren wie die Micro-Computertomographie kennen. Eine weitere Station war das Labor für Wearables, in dem innovative Mikronadel-Systeme entwickelt werden, um minimalinvasiv Biomarker wie Glukose, Elektrolyte oder Laktat zu messen. Im Bereich der Medizintechnik konnten praktische Übungen zur Messung von Blutdruck, EKG und Puls durchgeführt werden. Ein Tracking mit intelligenten Kamerasystemen war im SmartGAITLab möglich. Hier werden mithilfe KI-basierter Technologien Bewegungs- und Gangmuster analysiert. Auch Ultraschalltechnik wurde anschaulich vorgestellt.

Ein gemeinsames Mittagessen bot Gelegenheit zum Austausch mit Studentinnen, die von ihrem Studienalltag berichteten und Fragen beantworteten. Zum Abschluss zeigten Mentorinnen persönliche Bildungswege und berufliche Perspektiven im MINT-Bereich auf.

Engagement für mehr Chancengleichheit

Das Ada-Lovelace-Projekt unterstützt den Girls’ Day seit vielen Jahren und engagiert sich mit Mentorinnen, Workshops und Informationsangeboten für mehr Chancengleichheit in technischen Studien- und Berufsfeldern.

Technik erleben – Zukunft entdecken

Der Girls’ Day 2026 an der Hochschule Koblenz bot den Teilnehmerinnen eine wertvolle Gelegenheit, Hemmschwellen abzubauen und eigene Stärken zu entdecken. Besonders das praktische Ausprobieren eröffnete neue Perspektiven für die berufliche Zukunft. Die Teilnahme an allen Workshops war kostenfrei.
 

Über das ALP
Das Ada-Lovelace-Projekt wird durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration und das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit sowie dem Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.