Neuer dualer Bachelorstudiengang „Robotik und Künstliche Intelligenz“

16.03.2026

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Zum Wintersemester 2026/27 wird an der Hochschule Koblenz der neue duale Bachelorstudiengang „Robotik und Künstliche Intelligenz“ starten. Er bereitet Studierende auf Tätigkeiten in der Entwicklung und Anwendung robotischer und KI-gestützter Systeme vor, insbesondere im Bereich der Automatisierung von Fertigungs- und Logistikprozessen. Perspektiven eröffnen sich zudem in Engineering- und Beratungsunternehmen, in der Software- und Robotikbranche sowie in technologieorientierten Start-ups. Wissenschaftsminister Clemens Hoch überbrachte die Landesförderung in Höhe von 100.000 Euro an den Präsidenten der Hochschule Prof. Dr. Karl Stoffel.

„Duale Studiengänge verknüpfen ein akademisches Studium mit intensiven Praxisphasen in regionalen Unternehmen und fördern dadurch sowohl akademische Qualifikationen als auch praktische berufliche Kompetenzen. Die Landesregierung investiert in der aktuellen Förderrunde jeweils 100.000 Euro in fünf Studiengänge und stärkt damit die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte für Zukunftsbereiche. Damit soll auch künftig sichergestellt werden, dass Betriebe kompetentes Personal in den Bereichen Informatik, Künstliche Intelligenz, Cyber Security sowie in der Arzneimittelproduktion gewinnen können“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Die enge inhaltliche, organisatorische und vertragliche Verzahnung von Studium und Praxis ermögliche den Studierenden eine praxisnahe Ausbildung und einen direkten Berufseinstieg.

„Wir möchten den dualen Studiengang optimal an die Erfordernisse der Wirtschaft anpassen“, betonte Prof. Dr. Karl Stoffel. "Unternehmen profitieren davon, Nachwuchskräfte frühzeitig in ihre betrieblichen Abläufe zu integrieren und gezielt entsprechend ihren Anforderungen auszubilden."

Robotische Lösungen, insbesondere in Kombination mit Künstlicher Intelligenz, gewinnen in industriellen Prozessen rasant an Bedeutung. Ob Industrieroboter, mobile Robotik oder humanoide Systeme – intelligente, autonome Technologien prägen die industrielle Wertschöpfung und gelten als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Mit dem Studiengang „Robotik und Künstliche Intelligenz“, der in Koblenz als duale und nicht-duale Variante angeboten wird, reagiert die Hochschule auf den steigenden Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften.

Im Rahmen seines Besuchs informierte sich der Minister auch über die neuen Robotiklabore der Hochschule. „Mit unserer modernen Infrastruktur schaffen wir optimale Voraussetzungen im Rahmen der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung, dass Studierende bereits während ihres Studiums mit industriellen Robotersystemen und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz auf hohem industriellem Niveau arbeiten können“, erklärte Prof. Dr. Thomas Schnick, Dekan des Fachbereichs Ingenieurwesen. Das duale Studienmodell werde diese enge Verzahnung von wissenschaftlicher Ausbildung und betrieblicher Praxis künftig weiter vertiefen.

Der Schwerpunkt der aktuellen Förderrunde für duale Studiengänge liegt auf Schlüsselbereichen der Zukunft: Informatik, Künstliche Intelligenz und Cyber Security. Vier der fünf geförderten Studiengänge sind diesem Bereich zugeordnet. Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bingen, Koblenz, Mainz und Trier stärken damit gezielt ihr Studienangebot in zentralen Zukunftstechnologien. Mit einem weiteren geförderten Studiengang trägt die Hochschule Kaiserslautern dazu bei, dem steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Pharmaindustrie zu begegnen. Der duale Bachelorstudiengang vermittelt insbesondere Kompetenzen in der Entwicklung, Herstellung, Zulassung und Vermarktung nicht offiziell gefertigter Arzneimittel und bereitet die Studierenden gezielt auf Tätigkeiten in diesem Bereich vor.

Damit steht Studieninteressierten ein breit gefächertes Angebot an dualen Studienmöglichkeiten zur Verfügung. Im Wintersemester 2024/2025 betrug der Anteil dual Studierender an den Bachelorstudierenden der staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Rheinland-Pfalz 12,5 Prozent.

Hintergrund:
Die geförderten Hochschulen erhalten jeweils 100.000 Euro. Die Mittel können über einen Zeitraum von drei Jahren flexibel für Personal-, Sach- oder Investitionsausgaben im jeweiligen Studiengang eingesetzt werden. Die Förderung umfasst folgende duale Bachelorstudiengänge:

Technische Hochschule Bingen
praxisintegrierter Bachelorstudiengang „Smart Systems Engineering“
Regelstudienzeit: 7 Semester
Studienbeginn: Wintersemester 2025/2026

Hochschule Kaiserslautern
praxisintegrierter Bachelorstudiengang „Industriepharmazie dual“
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: Wintersemester 2025/2026

Hochschule Koblenz
praxisintegrierter Bachelorstudiengang „Robotik und Künstliche Intelligenz dual“
Regelstudienzeit: 7 Semester
Studienbeginn: Wintersemester 2026/2027

Hochschule Mainz
praxisintegrierter Bachelorstudiengang „Cyber Security Management dual“
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: Wintersemester 2026/2027

Hochschule Trier
ausbildungsintegrierter und praxisintegrierter Bachelorstudiengang „Informatik dual“
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: Wintersemester 2024/2025
 

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PRESSEMITTEILUNG MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT UND GESUNDHEIT