Veranstaltungen
Erhalten Sie auf dieser Seite eine Übersicht der kommenden Veranstaltungen der Hochschule Koblenz.
15:00 bis 19:00 Uhr
Joseph-Rovan-Allee 2
53424 Remagen
Eröffnung Ausstellung MemoriAhr
Die Flutkatastrophe hat das Ahrtal und die Menschen, die dort leben, tief geprägt. Die multimediale Ausstellung dokumentiert das Geschehen, erinnert an die Opfer und lässt Betroffene mit ihren Erfahrungen zu Wort kommen.
Die Ausstellung
Die Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 hat das Ahrtal tief geprägt. Menschen verloren ihr Zuhause, ihre Existenz und Angehörige. Gleichzeitig entstand eine außergewöhnliche Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität.
Mit MemoriAHR – Weg der Erinnerung für die Zukunft wird diese Geschichte bewahrt: die Katastrophe, die
persönlichen Erlebnisse, die Hilfe und Solidarität, aber
auch der Wiederaufbau und die Kraft der Menschen,
ihre Heimat neu zu gestalten.
Eine Idee wird zum Weg der Erinnerung
Die Initiative MemoriAHR entstand wenige Monate nach der Flut. Annette Holzapfel, Ethnologin aus Remagen, war von den Ereignissen und den Erfahrungen der Menschen
im Ahrtal tief bewegt. Aus Gesprächen mit Betroffenen, Helferinnen und Helfern sowie Einsatzkräften entstand die Idee, die Geschehnisse nicht nur für die Gegenwart,
sondern auch für zukünftige Generationen festzuhalten.
Mit großem persönlichen Engagement entwickelte sie
gemeinsam mit einer 31-köpfigen Bürgerinitiative den „Weg der Erinnerung für die Zukunft“. Über 70 weitere Menschen aus den betroffenen Orten unterstützten
das Projekt. Sie schrieben Texte, teilten persönliche
Erfahrungen und trugen gemeinsam mit der Initiative umfangreiches Bildmaterial zusammen. So entstand eine Dokumentation aus der Region und mit den Menschen,
die die Flut selbst erlebt haben.
36 Stelen im Ahrtal
Entlang der Ahr wurden Erinnerungsstelen an den von
der Flut betroffenen Orten errichtet. Jede Stele erzählt auf vier Informationstafeln die Geschichte des jeweiligen Ortes: vom Flutgeschehen über die Krisenbewältigung
und die außergewöhnliche SolidAHRität bis hin zum
Wiederaufbau und zu besonderen Projekten, die aus
der Katastrophe entstanden sind.
Für die Wanderausstellung wurden die Inhalte der Stelen auf 38 Tafeln zusammengeführt.
Fotos, Dokumente und persönliche Berichte machen die Ausstellung zu einer eindrucksvollen Dokumentation der Ereignisse und ihrer Folgen.
Erinnern heißt auch nach vorne schauen
MemoriAHR möchte nicht nur zurückblicken. Das Projekt soll die Erinnerung wachhalten, den außergewöhnlichen Zusammenhalt nach der Flut sichtbar machen und zugleich den Blick auf die Zukunft richten.
Denn hinter den Bildern und Dokumenten stehen
Menschen und ihre Geschichten. Menschen, die geholfen, angepackt, getrauert, durchgehalten und wieder aufgebaut haben. Unterstützt wurde die Initative vom Kulturministerium Rheinland-Pfalz mit der Finanzierung einer großen virtuellen Ausstellung auf dem Kulturerbeportal
des Landes. Im Rahmen dieser Ausstellung wurden durch den Filmemacher Utz Kastenholz professionelle Interviews
mit Betroffenen geführt. Die Ausstellung ist unter
dem Link ausstellungen.kreuz-rad-loewe.de/memoriahr
zu finden. Beraten wurde das Projekt von Dr. Kai-Michael Sprenger dem ehemaligen Referatsleiter für Archive,
Bibliotheken, nichtstaatliche Museen, Landesgeschichte, Heimatpflege des Kulturministeriums.
Erinnerung bleibt. Gemeinschaft trägt. Zukunft entsteht.
Die Wanderausstellung MemoriAHR lädt dazu ein, sich zu erinnern, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Wir laden Sie herzlich ein
Die Wanderausstellung ist zu Gast am
Campus Remagen vom 10. bis 24. November 2026
von Montags bis Samstag täglich von 8:00 Uhr bis 19:00 Uhr.