Schulsozialarbeit hautnah: Studierende der Sozialen Arbeit zu Gast an der Goethe-Schule Lahnstein
02.11.2026
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Wie sieht Schulsozialarbeit an einer Grundschule im Alltag aus? Dieser Frage sind rund 30 Studierende im zweiten Semester des Präsenzstudiengangs Soziale Arbeit der Hochschule Koblenz in ihrem Erkundungspraktikum (Modul M8) nachgegangen. Sie besuchten dazu die Goethe-Schule in Lahnstein und erhielten Einblicke aus erster Hand – von der Schulleitung ebenso wie von der Schulsozialarbeit.
Eine Schule stellt sich vor
Zum Auftakt stellte Schulleiter Marius Klein die Goethe-Schule insgesamt vor. Er gab den Studierenden einen Überblick über das Profil der Schule, ihre Schülerschaft und den Schulalltag z. B. Zahl der Kinder und Klassen, Ganztagsangebot, besondere Schwerpunkte. „Schule ist heute weit mehr als Unterricht – sie ist ein Lebensort für Kinder und ihre Familien“, so Marius Klein.
Brücke zwischen Schule und Jugendhilfe
Anschließend führte Schulsozialarbeiter Oliver Metzele gezielt in die Schulsozialarbeit und ihre Ausgestaltung an der Goethe-Schule ein. Schulsozialarbeit verbindet Schule und Kinder- und Jugendhilfe; seit 2021 ist sie mit § 13a im Achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) auch bundesgesetzlich verankert. An der Goethe-Schule umfasst sie z. B. Einzelberatung von Kindern, Gespräche mit Eltern, Angebote zum sozialen Lernen in den Klassen, Unterstützung in Krisen sowie die Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Jugendamt und Beratungsstellen. Gerade an einer Grundschule könne Unterstützung früh ansetzen, bevor sich Schwierigkeiten verfestigen. Wichtig sei, dass die Angebote freiwillig, vertraulich und niedrigschwellig erreichbar sind. „Oft bin ich die erste Anlaufstelle, wenn es für ein Kind in der Klasse oder zu Hause nicht rund läuft“, erklärte Oliver Metzele.
Viele Fragen aus der Praxis
Im anschließenden Austausch nutzten die Studierenden die Gelegenheit für zahlreiche Fragen – etwa zur Rolle der Schulsozialarbeit zwischen Kindern, Eltern und Lehrkräften, zum Umgang mit Schweigepflicht und Kinderschutz und zum Einstieg in das Berufsfeld. „Es war spannend zu sehen, wie viel Beziehungsarbeit hinter der Schulsozialarbeit steckt und wie vielfältig der Arbeitsalltag ist“, so ein Studierende:r im zweiten Semester.
Breiter Blick auf die Soziale Arbeit
Das Erkundungspraktikum soll den Studierenden einen möglichst breiten Einblick in die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit geben. Nach dem Besuch der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbands Westerwald-Rhein-Lahn Anfang Oktober stand mit der Schulsozialarbeit nun ein Arbeitsfeld im Mittelpunkt, das viele Studierende aus ihrer eigenen Schulzeit kennen – diesmal jedoch aus fachlicher Perspektive. „In der Schule erreicht Soziale Arbeit Kinder dort, wo sie jeden Tag sind – das sollen die Studierenden früh erleben“, sagt Daniel Roos, Lecturer im Fachbereich Sozialwissenschaften. Die Hochschule Koblenz dankt der Goethe-Schule Lahnstein, insbesondere Marius Klein und Oliver Metzele, herzlich für den offenen und praxisnahen Einblick
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