Ein Blick hinter die Kulissen des Jobcenters

27.10.2026

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Studierende der Sozialen Arbeit an der Hochschule Koblenz lernen das Jobcenter Mayen-Koblenz als Arbeitsfeld kennen

  •  Die Studierenden machen sich Notizen

    Mittendrin statt nur dabei: Die Studierenden machen sich Notizen, während Ina Jordan und Evelyn Marlstein vom Jobcenter Mayen-Koblenz erklären, wie ihre Behörde aufgebaut ist. Quelle: HS Koblenz/Roos

Wie berät man Menschen, die arbeitslos sind und Grundsicherung beziehen? Und welche Rolle spielt die Soziale Arbeit dabei? Darum ging es am Montag an der Hochschule Koblenz. Ina Jordan und Evelyn Manstein vom Jobcenter Mayen-Koblenz stellten ihre Arbeit im Modul „Erkundungspraktikum“ des Studiengangs Soziale Arbeit vor. Zu Gast waren sie bei zwei Seminargruppen gleichzeitig.

Zuerst ging es um den Aufbau des Jobcenters. Anhand des Organigramms zeigten die Referentinnen, wie die Arbeit organisiert ist. Es gibt Teams in Mayen, Andernach, Bendorf und Weißenthurm. Daneben gibt es eigene Stellen für junge Menschen unter 25, für die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern und für die Nachbetreuung nach der Arbeitsaufnahme.

Im Mittelpunkt stand das Dienstleistungsspektrum des Jobcenters Mayen-Koblenz.

„Viele kennen das Jobcenter nur als Behörde. Dabei reicht unser Angebot von der Beratung über Projekte für junge Menschen bis zur Begleitung nach dem Start in den Job. Genau diese Vielfalt wollten wir den Studierenden zeigen“, sagte Evelyn Manstein, (Projektkoordinatorin AktiVoReha). Die Studierenden nutzten die Gelegenheit für viele Fragen, vor allem zum Bürgergeld und zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende, die das Bürgergeld seit Juli 2026 ablöst.

Das Jobcenter Mayen-Koblenz ist im Landkreis Anlaufstelle für Fragen zu Arbeitsmarktintegration, Sozialleistungen und beruflicher Weiterbildung. Es hat vier Standorte: Mayen, Andernach, Bendorf und Weißenthurm. Neben der Beratung von Arbeitsuchenden gibt es unter anderem Nachbetreuungscoaches, die Jugendberufsagentur plus für junge Menschen unter 25 und Angebote zur Gesundheitsförderung. Seit dem 1. Juli 2026 heißt die Leistung nicht mehr Bürgergeld, sondern Grundsicherung für Arbeitsuchende.

Das Erkundungspraktikum (Modul 8) gibt Studierenden der Sozialen Arbeit im Wintersemester Einblicke in verschiedene Arbeitsfelder. Auf dem Programm stehen Vorträge von Fachleuten aus der Praxis und Besuche vor Ort, unter anderem in der Wohnungslosenhilfe, der Suchtberatung, der Schulsozialarbeit, im Jugendamt und in der Justizvollzugsanstalt Rheinbach. Später führen die Studierenden in Kleingruppen selbst Interviews mit Fachkräften.

„Der direkte Austausch mit der Praxis ist für unsere Studierenden unverzichtbar. Hier erleben sie, wie vielfältig Soziale Arbeit ist und welche Fragen den Berufsalltag wirklich prägen“, sagen Daniel Roos und Anna-Alexandra Allmann vom Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz, die die Veranstaltung gemeinsam begleiteten.

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