Alumniberichte Interview Steffen Kaas

Geburtsjahr: 1984

Gelernter Beruf / Erststudium: Bankkaufmann

Aktueller Beruf: Senior Consultant / Kreditanalyst

Vertiefungsrichtung: Unternehmensführung / Finanzmanagement

Studienstart und -ende: SoSe 2015 - SoSe 2018

Meine Zielsetzung war es, neben dem branchenspezifischen Know-how eine wissenschaftlich fundierte Basis für die angestrebten Managementaufgaben zu schaffen.

Ein starkes "Warum" ist meines Erachtens die beste Motivation um die Herausforderungen eines berufsbegleitenden Fernstudiums zu meistern.

Nein, auch habe ich mich weder als "Studierenden 2. Klasse" gesehen, noch wurde seitens der Hochschule ein Unterschied gemacht.

Mein Abschluss mit Auszeichnung (1,1) ist ein guter Beleg dafür, dass eine Zulassung zum MBA-Studium (unter bestimmten Bedingungen) zu Recht auch ohne Erststudium möglich ist.

Aus meiner Sicht ist es (gerade für beruflich Qualifizierte) sinnvoll, vor der Master-Thesis, den Kurs "Wissenschaftliches Arbeiten" zu absolvieren, um sich diese Methodik anzueignen oder aufzufrischen.

Es ist wie beim Sport - willkommene Ausreden und Ablenkungen sind schnell gefunden. Deshalb habe ich mir zur Vorbereitung auf die Präsenzveranstaltungen auch feste "Trainings-" Zeiten geblockt. Den Lernaufwand schätze ich auf durchschnittlich 8 bis 10 Stunden pro Woche.

Darüber hinaus habe ich vor den Klausurphasen 3 bis 5 Tage Urlaub genommen, um zu Lernen und Inhalte zu wiederholen.

Die Klassengemeinschaft war gut und mit einer Handvoll Kommilitonen stand ich laufend in Kontakt. Wir haben uns an den Präsenztagen getroffen, ausgetauscht und vor den Klausuren Mitschriften und Zusammenfassungen geteilt. Hilfreich war auch der Austausch mit Kommilitonen vorgerückter Semester. Die Kontaktmöglichkeiten zu den Dozenten sind angesichts eines Fernstudiums völlig angemessen.

Mit der Betreuung und Organisation durch das MBA-Team bin ich sehr zufrieden. Es war stets ein Miteinander.

Ich habe jede Präsenzveranstaltung besucht, was zum Teil auch psychologische Gründe hatte. Zum einen bleibt man durch die Vorbereitung auf den nächsten Unterricht kontinuierlich am Ball und zum anderen konnte ich so den relevanten Klausurstoff gefühlt besser einschätzen.

Die Anreise von ca. 4 Stunden mit Zug oder Auto habe ich genutzt um die Lehrbriefe zu lesen oder die Podcasts der Dozenten anzuhören.

Ich kann die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen empfehlen, aber auch diejenigen beruhigen, denen es nicht möglich ist - die Studienmaterialien können auf der OLAT Lernplattform der Hochschule abgerufen werden.

Ja, neben der Weiterentwicklung persönlicher und methodischer Fähigkeiten während des Studiums, wirkt sich der akademische Grad attraktiv im eigenen Unternehmen und auf dem Arbeitsmarkt aus.

Ich kann das MBA-Fernstudienprogramm uneingeschränkt weiterempfehlen, insbesondere für beruflich Qualifizierte.

Ein Mehrwert für Studierende wäre meines Erachtens, wenn Vorlesungen auch als Webinar angeboten würden.

Die eigentliche Herausforderung ist es, Familie, Beruf und Studium unter einen Hut zu bringen bzw. die richtige Study-Life-Balance für sich zu finden.

Alles in allem war es eine anstrengende, erlebnisreiche, und wertvolle Zeit am RAC und rund ums MBA-Studium - und schneller vorbei als gedacht.