Zusammenfassung

Die Erkenntnisse des Teilprojekts „Digitaler Fachbereich“ zeigen, dass Hochschuldigitalisierung kein rein technischer Modernisierungsprozess ist, sondern eine umfassende organisationale Transformation. Ein digitaler Fachbereich entsteht durch das Zusammenspiel technologischer, didaktischer, organisatorischer und sozialer Entwicklungsdimensionen, deren strategische Verzahnung entscheidend für eine nachhaltige Transformation ist.

Die Grundlage bildet eine stabile digitale Infrastruktur aus technischen Systemen, Plattformen und Unterstützungsstrukturen, die digitale Lehr-, Lern-, Kommunikations- und Organisationsprozesse ermöglicht. Darauf aufbauend fördern flexible und individualisierte Lehr-Lern-Formate – wie etwa hybride Lehre oder digitale Selbstlerneinheiten – orts- und zeitunabhängiges Lernen. Ebenso zentral ist die soziale und kollaborative Vernetzung innerhalb des Fachbereichs. Austausch- und Kooperationsformate fördern gemeinschaftliche Wissensentwicklung sowie die Reflexion digitaler Lehr- und Lernkonzepte.

Zugleich gewinnt die digitale Studienorganisation an Bedeutung. Digitale Verwaltungs- und Steuerungsprozesse unterstützen flexible, transparente und effiziente Studienverläufe und verbinden Mitarbeitende der Verwaltung, Lehrende und Studierende. 

Die Projektergebnisse verdeutlichen insgesamt die wechselseitige Abhängigkeit aller Entwicklungsdimensionen: Infrastruktur ermöglicht digitale Lehr- und Organisationsprozesse, Flexibilisierung benötigt digitale und administrative Unterstützung, und soziale Vernetzung verbindet diese Bereiche zu einem gemeinsamen Entwicklungsraum.

Der Aufbau eines digitalen Fachbereichs trägt damit wesentlich zur Entwicklung einer Kultur der Digitalität bei. Durch die Verknüpfung der infrastrukturellen Weiterentwicklung mit der organisatorischen Transformation sowie didaktischen Innovationen und sozialer Vernetzung entstehen gemeinsame Praktiken, Werte und Haltungen im Umgang mit Digitalisierung und KI. Dieses stellt eine wichtige Grundlage des Kulturverständnis der Digitalität auf Fachbereichsebene dar.

Projektförderung

Das Projekt Kultur der Digitalität an der Hochschule Koblenz (KuDiKo) wurde in der Förderlinie „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ der Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ unter dem FKZ FBM-EA-580-06530 gefördert.