Wohnungslosigkeit als Arbeitsfeld: Studierende lernen die Caritas-Wohnungslosenhilfe kennen

05.10.2026

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In ihrem Erkundungspraktikum (Modul M8) haben Studierende im zweiten Semester des Präsenzstudiengangs Soziale Arbeit der Hochschule Koblenz die Wohnungslosenhilfe des Caritasverbands Westerwald-Rhein-Lahn e. V. kennengelernt.

  • 4 Mitarbeitende der Wohnungslosenhilfe Caritasverband

    Gaben im Erkundungspraktikum Einblicke in die Wohnungslosenhilfe (v. l.): Daniel Seeliger, Lina Hüskes, David Zirwes und Valentin Kluess.

Im Mittelpunkt stand die Wohngemeinschaft „Dezentrales Stationäres Wohnen U27“ in Lahnstein. Sie richtet sich an junge Männer unter 27 Jahren, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. In vier Einzelzimmern finden sie eine Unterkunft und Begleitung auf dem Weg zu Tagesstruktur, Ausbildung, Arbeit und eigener Wohnung. David Zirwes vom Sozialdienst der Einrichtung und Daniel Seeliger von der Fachberatungsstelle Wohnraumsicherung Rhein-Lahn, die bei drohendem Wohnungsverlust berät, stellten den Studierenden ihre Arbeitsfelder vor. „Manchmal ist schon ein geregelter Tagesablauf ein großer Erfolg“, erklärte David Zirwes.

Lebenswelten durch die Kamera
Lina Hüskes und Valentin Kluess präsentierten ihr Projekt aus der Projektwerkstatt „Soziale Arbeit in Inklusion, Teilhabe und Gesundheitsförderung“: Sie gaben Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind, Einwegkameras mit, um ihre Lebenswelt zu fotografieren. „Wir wollten nicht über die Menschen sprechen, sondern ihnen die Möglichkeit geben, selbst zu zeigen, was ihren Alltag ausmacht“, so Lina Hüskes.

Breiter Blick auf die Soziale Arbeit
Das Erkundungspraktikum soll den Studierenden einen möglichst breiten Einblick in die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit geben – bewusst auch in die Arbeit mit Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind. „Wir möchten, dass die Studierenden dieses oft übersehene Arbeitsfeld früh kennenlernen“, sagt Daniel Roos, Lecturer im Fachbereich Sozialwissenschaften. Die Hochschule Koblenz dankt dem Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn und allen Mitwirkenden herzlich für den fachlichen Einblick in das Arbeitsfeld.