Das Forschungskolleg „Resiliente Transformationsräume (RETRA)

Das kooperative Forschungskolleg untersucht resiliente Transformationsräume zu innovativen Strategien für eine nachhaltige und krisenfeste Raumentwicklung in ländlich geprägten Mittelgebirgsregionen.

Projektlaufzeit 

2023 - 2026

Willkommen auf der Seite des Forschungskollegs ReTra!

 
Wozu forscht das Kolleg?

 

Im Forschungskolleg RETRA bietet das Forschungsteam der Rheinlanden Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und der Hochschule Koblenz (HS KO) eine Perspektive für die zukunftsorientierte Entwicklung von Transformationsräumen in Rheinland-Pfalz. Dabei werden Veränderungstendenzen von Planungskulturen, resilienzorientierte interkommunalen Siedlungsstrategien und die Implementierung von Resilienzkriterien im besonderen Städtebaurecht ebenso wie die Partizipation von Bürgerinnen und Bürger bis hin zu einer klimaresilienten Wasserwirtschaft und der Schaffung resilienter Sportinfrastukturen berücksichtigt. 

Während bisher vor allem zu urbanen Strukturen geforscht wurde, stehen im Forschungskolleg nun vorwiegend ländlich geprägte Räume im Fokus. Dadurch wird der wissenschaftliche Diskurs sinnvoll ergänzt. Unter anderem wird auch das Ahrtal in den Blick genommen, um Strategien für resiliente Ansätze und Akutphasen (unmittelbare klimatische Krisensituationen) abzuleiten.

Das Forschungskolleg hat folgende Forschungsziele:

  • Die Kombination vergleichender Forschung aus verschiedenen Fachdisziplinen, um Methoden und strategische Ansätze für die resiliente und krisenfeste Entwicklung von Transformationsräumen aufzuzeigen 
     
  • Analyse von Fallstudien und Wegen des Umgangs mit Transformationsräumen auf der Suche nach innovativen und nachhaltigen Lösungen, die eine höhere Lebensqualität in den jeweiligen Orten ermöglichen
     
  • Entwicklung neuartiger Methoden, Ausbildungskompetenzen und Anwendungen für resiliente Transformationsräume: ein konkreter Rahmen von Tools und Methoden, einschließlich Instrumenten für die Planung, Zusammenarbeit und Entwicklung der Anforderungen von Transformationsräumen, die auf ihre spezifischen Bedingungen zugeschnitten sind, um generalisierbare Erkenntnisse und innovative Strategien für eine nachhaltige und krisenfeste Raumentwicklung in ländlich geprägten Mittelgebirgsregionen zu liefern.

 

Warum gibt es das Kolleg?


Die Verletzlichkeit von Räumen gegenüber nicht beherrschbaren Naturereignissen und die immensen Auswirkungen auf Regionen und Kommunen wurde mit der Flutkatastrophe 2021 drastisch vor Augen geführt. Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und die Hochschule Koblenz (HS KO) begannen ihre Zusammenarbeit im Kompetenznetzwerk 'Wissenschaft für den Wiederaufbau', das sich mit dem gezielten Wiederaufbau des Ahrtals beschäftigt. Darauf aufbauend soll die bisherige informelle Zusammenarbeit in ein multidisziplinäres Wissenschaftsnetzwerk überführt und mit dem gemeinsamen Forschungsinteresse zu siedlungsstrukturellen Herausforderungen verstetigt werden.

 

Der Aufbau des Kollegs


Daraus ist ein kooperatives Forschungskolleg zwischen der RPTU und der HS KO entstanden, in dem an sechs kooperativen Promotionsthemen mit dem übergeordneten Themenfeld der resilienten Raumentwicklung geforscht wird. Dabei werden verschiedene Aspekte der Raumentwicklung beleuchtet, wie Planungskulturen, interkommunale Prozesse, resiliente städteplanerische oder Nachhaltigkeit und Klimaanpassung. Die Betreuung der Promotionsprojekte erfolgt durch Professor:innen aus unterschiedlichen Disziplinen, unterstützt durch Mentor:innen aus Wissenschaft und Praxis sowie einen Begleitausschuss. Durch diese strukturierte Kooperation werden Nachwuchswissenschaftler:innen gefördert und ein attraktiver Qualifizierungsweg ermöglicht.

 

Das Forschungskolleg wird im Rahmen der Förderlinie "Forschungskollegs in Rheinland-Pfalz" zur Förderung kooperativer Promotionen vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz (MWG) für einen Förderzeitraum von drei Jahren zu 50 Prozent finanziert. Gemeinsame Kolloquien und jährliche Summer Schools (Blockseminare) dienen der Thematisierung des aktuellen Forschungsstandes und des fachlichen Austauschs.

 

 

Co-Sprecher:innen

Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Karina M. Pallagst
Prof. Peter Thomé

Projektkoordination