Nach der Corona-Pandemie und der Rückkehr zur Präenzlehre zeigte sich, dass digitale und hybride Lehr- und Lernarrangements weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen. Infolgedessen haben sich die Anforderungen an die Lehr- und Lernräume stark verändert. Ein zentrales Merkmal dieser Transformation ist die Etablierung hybrider Lehr-Lern-Settings. Lehrveranstaltungen müssen zunehmend so gestaltet werden, dass Studierende sowohl physisch im Raum anwesend als auch digital zugeschaltet teilnehmen können. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, physische und virtuelle Lernräume systematisch miteinander zu verschränken und eine funktionale Gleichwertigkeit beider Teilnahmemodi sicherzustellen. Diese Entwicklung stellt erhöhte Anforderungen an die technische Ausstattung, so dass Lehr- und Lernräume über fest installierte Systeme verfügen müssen, die eine qualitativ hochwertige Übertragung von Bild und Ton gewährleisten und zugleich Interaktionsmöglichkeiten zwischen allen Teilnehmenden eröffnen. Die Bedeutung der technischen Ausstattung hat sich entsprechend von einer optionalen Ergänzung zu einer konstitutiven Voraussetzung moderner Lehre verschoben.
Im Rahmen des Teilprojektes „Digitale Lehr- und Lerninfrastruktur“ wurden umfangreiche Recherchen zur technischen Umsetzung dieser Bedürfnisse durchgeführt. Aufbauend wurden Konzepte zur Ausstattung von Piloträumen entwickelt. Auf dieser Grundlage wurden im August 2023 zwei Seminarräume am Campus in Remagen und ein Seminarraum am Campus in Koblenz ausgewählt. Für zwei der Seminarräume war es das Ziel über Deckenmikrofone eine bidirektionale Kommunikation zwischen den Standorten Remagen und Koblenz für eine standortübergreifende Lehre zu realisieren.
Durch die Umsetzung o.g. Maßnahme sind an der Hochschule zwei physische Lehr-/Lernräume für die standortübergreifende Kommunikation zwischen zwei größeren Gruppen entstanden. Diese bieten die Möglichkeit, für standortübergreifende und interdisziplinäre Lehr- und Austauschformate.
