Sommerferien voller Technik, Kreativität und Forschung an der Hochschule Koblenz
20.08.2026
Hochschule |Campus Koblenz|Campus Remagen| Campus Höhr-Grenzhausen | Studieninteressierte |
KOBLENZ/ REMAGEN/ HÖHR-GRENZHAUSEN. Technik entdecken, selbst experimentieren, programmieren, forschen und eigene Ideen umsetzen: In den Sommerferien hat die Hochschule Koblenz an ihren drei Standorten verschiedene Workshops für Schülerinnen und Schüler angeboten. Rund 80 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, Hochschulluft zu schnuppern und bei verschiedenen Ferienkursen praxisnah in die Welt von Technik, Informatik, Ingenieurwesen und erneuerbaren Energien einzutauchen.
Campus Koblenz: Technik zum Anfassen und Ausprobieren
Am Campus Koblenz konnten die Schülerinnen und Schüler in mehreren Kursen selbst zu Forscher*innen, Entwicklern und Programmierer*innen werden. Ein besonderes Angebot war der neue Kurs „Technik Erleben“, der aufgrund der Nachfrage direkt ausgebucht war und zweimal angeboten wurde. Die Teilnehmenden begleiteten dabei die Entstehung eines echten Bauteils – von der digitalen Konstruktion als 3D-CAD-Modell, also einer dreidimensionalen Darstellung des Bauteils am Computer, über die Fertigung und Montage bis hin zur praktischen Anwendung. So erhielten sie einen authentischen Einblick in die Arbeitswelt des Ingenieurwesens und lernten moderne Werkzeuge und Technologien kennen.
Im Kurs „ROBBI-LAB – Einstieg in die Roboter-Technik“ ging es um die Funktionsweise und Programmierung von Robotern. Mit einem ferngesteuerten Roboterfahrzeug mit Kamera, Roboterarm, Greifer und Abstandssensor konnten die Schülerinnen und Schüler einen Parcours bewältigen und erste Erfahrungen mit autonomem Fahren sammeln. Betreut wurde der Kurs von Maschinenbaustudierenden, die zugleich Einblicke in das Studium gaben.
Kreativ wurde es beim Workshop „3D-Drucker – Kreatives Entwickeln von Produkten“. Die Teilnehmenden entwickelten eigene Druckobjekte und lernten dabei die Grundlagen von 3D-Druck, 3D-Scan und Rapid Prototyping kennen. Während die eigenen Ideen Gestalt annahmen, konnten sie außerdem die Fertigung am 3D-Drucker live verfolgen.
Auch im „Experimentierkurs Elektrotechnik“ stand das eigene Ausprobieren im Mittelpunkt. Die Jugendlichen untersuchten unter anderem Elektromotoren, Leuchtdioden und Solarpanels. Mit Messgeräten gingen sie Fragen zu Strom, Spannung sowie Reihen- und Parallelschaltungen nach und beobachteten beispielsweise, wie sich ein Solarpanel unter unterschiedlichen Belastungen verhält oder wie ein Kondensator mit Sonnenenergie aufgeladen werden kann.
Im Workshop „Coden, Hacken, Programmieren“ konnten die Teilnehmenden erste Programmiererfahrungen mit einem Arduino-Microcontroller sammeln und anschließend eigene Projekte verwirklichen. Ob Tisch-Flipper oder kleines Computerspiel – der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.
Unter dem Motto „MINT und DIY – Coole Gadgets selbst bauen und dabei Technik verstehen“ hieß es schließlich: Lernen über die Finger. Die Teilnehmenden bauten selbst technische Projekte und erfuhren dabei, wie die dahinterstehende Technik funktioniert. Von einer USB-Powerbank und einer kleinen Smartphone-Boombox über eine Alarmanlage bis hin zu einem Spurhalte-Roboter reichte die Bandbreite der möglichen Projekte.
Campus Remagen: Eigene Welten in der Virtual Reality
Am Campus Remagen konnten Schülerinnen im Ferienkurs des Ada-Lovelace-Projekts (ALP) „VR Girls Create & Escape“ ihre eigenen virtuellen Welten gestalten. Am Computer entwickelten und programmierten sie virtuelle Escape Rooms, die sie anschließend mit einer VR-Brille selbst erkunden konnten. Mit Kreativität, logischem Denken und Teamarbeit galt es, die selbst entwickelten Rätsel zu lösen. Begleitet wurden die Teilnehmerinnen von Mentorinnen des ALP, die zugleich Einblicke in die Hochschule und ihre Studienmöglichkeiten gaben.
Campus Höhr-Grenzhausen: Erneuerbare Energien selbst erforschen
Am Campus Höhr-Grenzhausen erforschten die Teilnehmenden im „Green Energie Lab“ die Funktionsweise erneuerbarer Energien und lernten moderne Hochleistungswerkstoffe kennen. Sie experimentierten unter anderem mit Solarenergie, Muskelkraft und Brennstoffzellen und erhielten Einblicke in die Herstellung und Anwendung spezieller Keramiken. Ein besonderes Highlight war der 3D-Druck, bei dem sie eigene Bauteile entwickelten und erlebten, wie aus einer digitalen Idee ein reales Produkt entsteht.
MINT-Begeisterung fördern
Die Ferienangebote zeigen, wie vielfältig und praxisnah MINT-Themen an der Hochschule Koblenz vermittelt werden. Ob Roboter programmieren, eigene Produkte entwickeln, elektrische Schaltungen erforschen, virtuelle Welten gestalten oder erneuerbare Energien untersuchen – die Schülerinnen und Schüler konnten selbst aktiv werden und erfahren, wie aus Neugier, einer Idee und praktischem Ausprobieren etwas Neues entsteht.
Die nächsten Ferienkurse bietet die Hochschule Koblenz in den Herbstferien an. Hier gibt es noch ein paar freie Plätze. Information und Anmeldung unter https://www.hs-koblenz.de/ferienangebote. Für Rückfragen steht Julia Becker unter ferienangebote(at)hs-koblenz.de gerne zur Verfügung.
Weitere Informationen
Dank der Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit (MWG) des Landes Rheinland-Pfalz ist die Teilnahme an den Ferienkursen kostenfrei. Die Gruppengrößen liegen zwischen 8 und 25 Personen – so bleibt Raum für individuelle Betreuung und intensives Lernen.
Das Ada-Lovelace-Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF+), des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration sowie des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit in Rheinland-Pfalz gefördert.
