Hochschule Koblenz begleitet junge Menschen auf dem Weg zur Studienentscheidung

01.07.2026

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KOBLENZ. Die Wahl des passenden Studienwegs ist für viele junge Menschen heute mit einer Vielzahl an Eindrücken, Informationen und persönlichen Erfahrungen verbunden. Orientierung spielt dabei eine zentrale Rolle – ebenso wie praxisnahe Einblicke und direkte Begegnungen mit Hochschulen und Studienangeboten. Im Interview gibt Julia Becker, Leiterin der Abteilung Studienorientierung, Einblicke in die bisherigen Aktivitäten des Jahres, die aktuellen Themen und Fragen junger Menschen sowie die Herausforderungen und Chancen der Studienorientierung. Dabei wird deutlich, wie eng Beratung, externe Formate der Studienorientierung und direkte Erlebnisse miteinander verknüpft sind, um Studieninteressierte bestmöglich auf ihrem Weg zu unterstützen.

  • Studieninteressierte im Rahmen einer Beratungssituation

    Bild: Hochschule Koblenz, Martin Lisek

Vielfältige Formate zur Studienorientierung

Im Laufe des Jahres waren Hochschulangehörige intern und extern im Einsatz – von Schulbesuchen über Messen bis hin zu Angeboten wie Ferienkursen, Girls’ Day oder OpenDays. Julia Becker von der Abteilung Studienorientierung schildert ihre Eindrücke so:

„Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen war ich auch in diesem Jahr wieder bei vielen Veranstaltungen zur Studienorientierung und konnte mit Menschen ins Gespräch kommen – mit Studieninteressierten, Lehrkräften, Eltern sowie Teilnehmenden unserer außerschulischen Angebote. Was all diese Menschen verbindet, ist ihre Neugier“, so Julia Becker. „Unabhängig davon, wo wir unterwegs sind, begegnen wir immer wieder Menschen, die sich für neue Themen und Perspektiven interessieren.“

Diese Neugier zeigte sich auch bei den diesjährigen OpenDays der Hochschule Koblenz. Viele Schulklassen aus der Region nutzten die Gelegenheit, die Hochschule an ihren Standorten Koblenz, Remagen und Höhr-Grenzhausen kennenzulernen. Vorträge, Workshops, Laborführungen und Informationsstände ermöglichten vielfältige Einblicke in das gesamte Studienangebot.

„Unser Ziel war es, einen authentischen und spannenden Einblick in die Hochschule zu geben“, so Becker.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von studentischen Hilfskräften, Mitarbeitenden, Professorinnen und Professoren getragen. Diese enge Zusammenarbeit prägte nicht nur das Programm, sondern auch die besondere Atmosphäre vor Ort.

„Die OpenDays sind ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Besonders schön sind die Momente, in denen Begeisterung direkt spürbar wird und sich auf die Besucherinnen und Besucher überträgt“, freut sich Becker.

Auch die Ferienangebote der Hochschule spielen eine wichtige Rolle in der frühen Studienorientierung. Sie richten sich an Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren und ermöglichen praxisnahe Einblicke in Technik, Informatik und Naturwissenschaften.

„Neben technischem Wissen erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Hochschule und die Menschen dahinter kennenzulernen. Besonders wichtig ist, dass sie eigene Interessen ausprobieren und neue Stärken entdecken können“, betont Becker. Viele Jugendliche würden die Angebote mehrfach besuchen und eigene Projekte weiterentwickeln.

Orientierungsbedarf und häufige Fragen

In den Gesprächen mit Studieninteressierten zeigt sich, dass die Orientierung im zunehmend vielfältigen Bildungs- und Studienangebot für viele junge Menschen eine große Herausforderung darstellt. Wie kann die Hochschule hier unterstützen?

„Schülerinnen und Schüler fragen sich vor allem: Was passt wirklich zu mir? Entsprechend hoch ist der Bedarf an Orientierung. Häufig geht es um Studieninhalte und Zugangsvoraussetzungen oder die Unterschiede zwischen Hochschulen und Universitäten. Viele sind beispielsweise überrascht zu erfahren, dass neben dem Abitur auch die Fachhochschulreife oder eine berufliche Qualifizierung zum Studium berechtigen kann. Hier sehen wir eine wichtige Aufgabe der Hochschule: Wir beraten, teilen unser Wissen, klären über Studienmöglichkeiten und Bildungswege auf und unterstützen Studieninteressierte dabei, eine fundierte Entscheidung für ihren weiteren Weg zu treffen. Die Studienwahl ist deshalb kein kurzfristiger Entscheidungsprozess, sondern entwickelt sich Schritt für Schritt“, erläutert Becker.“

Aktuelle Themen: Künstliche Intelligenz im Fokus

Aktuell beschäftigt viele Studieninteressierte insbesondere die Frage, welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig im Studium und im Berufsleben spielen wird.

„Wir nehmen eine spürbare Verunsicherung hinsichtlich der Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz wahr. Viele fragen sich, wie sich die Arbeitswelt verändert und welche Auswirkungen das auf die Studienwahl hat“, erläutert Becker. Gleichzeitig sei das Thema fest in den Studienangeboten der Hochschule verankert – unter anderem mit spezialisierten Studiengängen wie „Künstliche Intelligenz“ am Campus Remagen sowie „Robotik & Künstliche Intelligenz“ am Campus Koblenz. „Letzteren kann man übrigens ab dem kommenden Wintersemester auch in der dualen Variante studieren“, ergänzt Becker.

Orientierung durch direkten Austausch

Persönliche Begegnungen und praxisnahe Workshops spielen in der Studienorientierung eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen Studieninteressierten, individuelle Fragen zu klären, Einblicke in den Hochschulalltag zu gewinnen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, welcher Studienweg zu ihnen passen könnte.

„Die Entscheidung für ein Studium ist nicht nur eine Frage von Inhalten, sondern auch von Atmosphäre, Begegnung und Erleben“, ist sich Becker sicher. Digitale Kanäle ergänzten diese Formate, könnten den persönlichen Kontakt jedoch nicht ersetzen. Auch für die Hochschulmitarbeitenden seien die persönlichen Begegnungen besonders prägend. „Es ist sehr erfüllend zu sehen, wenn junge Menschen durch Gespräche oder Workshops neue Perspektiven entwickeln und plötzlich klarer sehen, welcher Weg zu ihnen passen könnte“, so Becker und ergänzt: „Gleichzeitig geben uns die Gespräche unmittelbare Einblicke in die Fragen, Erwartungen und Herausforderungen junger Menschen.“

Zum Abschluss gibt Julia Becker einen persönlichen Einblick in ihre Motivation für die Arbeit in der Studienorientierung.

„Mich motiviert vor allem, junge Menschen in einer wichtigen Lebensphase zu begleiten und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Wenn daraus Klarheit oder sogar Begeisterung entsteht, ist das der schönste Erfolg.“

Ein wichtiger Hinweis für Studieninteressierte ist, sich frühzeitig mit dem Bewerbungsprozess der Hochschule Koblenz auseinanderzusetzen. Für zulassungsbeschränkte Studiengänge endet die Bewerbungsfrist am 15. Juli, für zulassungsfreie Studiengänge am 30. September. Eine frühzeitige Bewerbung bietet den Vorteil, ausreichend Zeit für Orientierung und Planung zu haben. Besonders die bereits ein bis zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn startenden Kick-Off-Camps ermöglichen einen optimalen Einstieg ins Studium: Hier können Erstsemester erste Kontakte knüpfen, ihren Fachbereich kennenlernen und wichtige Informationen für den Studienstart erhalten.

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Julia Becker, Abteilungsleitung Studienorientierung