Diskussionsrunde zur Zukunft in der Pflege - Praxis trifft Wissenschaft und Politik am Campus Remagen der Hochschule Koblenz

13.07.2022

Vergangenen Freitag fand die Diskussionsrunde zum Thema "Wohnen und Leben im Alter – Perspektiven für die Zukunft" am Campus Remagen der Hochschule Koblenz statt.

Expertinnen und Experten aus dem Sozialwesen sowie regionale Anbieter im Bereich Pflege waren der Einladung des Studiengangs Gesundheits- und Sozialmanagement und der Curacon Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft an den Remagener Campus gefolgt.

Unter der Überschrift „Pflegeparadies oder Pflegekatastrophe im Jahr 2030?“ berichtete Jan Grabow, Geschäftsführender Partner der Curacon, von den Herausforderungen in der Pflege, die zukünftig auf die Gesellschaft in Deutschland zukommen werden. Dies seien, so Grabow, die steigende Anzahl der Pflegebedürftigen, die wiederum einen stark ansteigenden Investitionsbedarf auslösen werde und ein erhöhter Personalbedarf in der ambulanten und stationären Pflege, dem aber eine sinkende Anzahl an zur Verfügung stehenden Fachkräften gegenübersteht. Darüber hinaus werde es unter anderem durch die Umsetzung der Tariftreuepflicht ab 1. September 2022 und der Verbesserung der Personalausstattung auch zur Zunahme der Kosten für Pflegebedürftige kommen.
Die anschließende intensive Diskussionsrunde mit den geladenen Gästen und dem Publikum zu Lösungsansätzen schlug einen Bogen, der vom Ausbau des ehrenamtlichen Engagements, über ausländische Pflegekräfte als zusätzliche Unterstützung, dem derzeit diskutierten verpflichtenden sozialen Jahr für junge Menschen, Möglichkeiten der Digitalisierung zur Reduktion der Belastungen des Pflegepersonals bis hin zur Finanzierung der Pflege aus Steuermitteln reichte.

Nach einer kurzen Pause, die die Teilnehmenden zur Fortsetzung ihrer Gespräche und zum Networking nutzen, wurde Dr. Martin Schölkopf, Leiter der Abteilung Pflegeversicherung und Stärkung des Bundesgesundheitsministeriums live per Videoübertragung aus Berlin zugeschaltet. Martin Schölkopf zeigte in seinem Vortrag die Lösungsansätze der Politik auf.
Zukünftig werden diese und ähnliche Veranstaltungen unter dem Namen „Remagener Campusgespräche“ regelmäßig durchgeführt, um Erkenntnisse aus Politik, Wissenschaft und Praxis zusammenzuführen und den RheinAhrCampus zu einem Ort der Vernetzung zu machen.

Expertinnen und Expertenrunde der Sozialwirtschaft: Knut Bamberger (Vertragsreferent im Bereich ambulante und stationäre Pflege der BARMER und Pflegesatzverhandler des Verbandes der Ersatzkassen (vdek)), Jan Grabow (Geschäftsführender Partner und Leiter Ressort Altenpflege der Curacon Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft), Prof. Dr. Stefan Sell (Sozialwissenschaftler der Hochschule Koblenz), Richard Stahl (Geschäftsführer des Caritasverbandes Rhein-Ahr e.V. der Geschäftsstelle Ahrweiler), Eva Etten (Fachbereichsleitung für Ordnung und Soziales der Stadt Remagen), Thomas Eisenreich (Vice President of Business Development der Home Instead GmbH & Co. KG aus Köln), Prof. Dr. Gabriele Moos (Studiengangleiterin Gesundheits. und Sozialmanagement).

Den ungekürzten Artikel finden Sie hier: Pressemitteilung

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