Susanna Lodomez at CERAM School of Business, Sophia Antipolis, France

CERAM Sophia Antipolis

Die CERAM Sophia Antipolis ist eine „Grande Ecole“ mit ungefähr 2000 Studenten, also vergleichbar mit dem RAC. Die meisten Studenten sind Franzosen, aber eigentlich ist dort fast jede Nationalität vertreten, da es sehr viele Austauschstudenten gibt.
Die CERAM liegt in Sophia Antipolis, einem Technologiepark im Hinterland zwischen Cannes und Nizza an der Côte d’Azur.

Kurse

Es wird eine Vielzahl an Kursen angeboten. Ich konnte sowohl Kurse aus dem Masterprogramm wie auch aus dem Bachelorprogramm wählen. Die Masterkurse waren alle auf Englisch, im Bachelorprogramm gibt es sowohl französische als auch englische Kurse. Es empfiehlt sich vier bis fünf Kurse zu wählen. Man kann zusätzlich noch einen Französischkurs und einen Sportkurs wählen. Das Angebot an Sportkursen ist recht groß und reicht von Golf über Segeln bis zu Tennis. Manche Sportkurse sind recht schnell voll und deshalb sollte man sich früh darum kümmern. Auch bei der Kurswahl sollte man dran bleiben, da viele Kurse eine Teilenehmerbegrenzung haben. Ich hatte letztendlich nur drei Kurse (2 Englische, 1 Französischen), einen Sprachkurs und einen Sportkurs. Die meisten Kurse ähneln unseren Wahlpflichtfächern in denen man eine kurze Präsentation halten muss und ggf. dazu ein Referat abgeben muss und/oder am Ende des Semesters eine Klausur schreibt. Teilweise gibt es sogar mündliche Noten. Alle Professoren kommen aus der Praxis und arbeiten sehr viel mit praktischen Beispielen und Fallstudien. Die Treffen mit meinen Gruppen waren nicht immer leicht, da eigentlich immer jemand gefehlt hat oder nicht vorbereitet war. Schlussendlich hat es aber trotzdem immer geklappt. Wahrscheinlich macht genau das die französische Lebensweise aus.

Studentenleben

Abgesehen davon, dass die Gegend sowieso schon genug zu bieten hat, gibt es jeden Donnerstag eine CERAM-Party. Der Eintritt kostet zwischen 12-15 Eur. Wenn man Glück hat, sind sogar die Getränke schon mit drin. Die Location wechselt jede Woche. Oft waren die Partys in Cannes und Juan-les-Pins. Von Vorteil ist natürlich, wenn man mit einem Auto hinfährt, da der letzte Zug gegen 1 Uhr fährt oder man bis zum ersten Zug um 6 Uhr warten muss.

Neben den regelmäßigen CERAM-Partys werden aber auch noch jede Menge andere Events organisiert, wie ein Trip nach Barcelona oder ein Ski-Wochenende. Und falls die CERAM mal gerade nichts organisiert, gibt es immer noch genügend Soireen zu denen man eingeladen wird.

Der Kontakt zu den französischen Studenten war leider sehr gering. Wir waren an die 80 Austauschstudenten und haben die meiste Zeit zusammen verbracht. Das Feiern kam definitiv nicht zu kurz in den drei Monaten an der Cote d’Azur. Man gewöhnt sich sogar daran, dass auf den Partys viel House gespielt wird.

Wohnung

Die Wohnungssuche war wohl meine größte Sorge bevor es losging. In dem Technologiepark Sophia Antipolis gibt es zwar mehrere Wohnheime allerdings ist man dort einfach zu abgeschieden. Auf der Homepage der CERAM gibt es einen speziellen Abschnitt, in dem Wohnungsanzeigen zu finden sind. Eine Zwischenmiete in einer WG zu finden, ist leider schwer, da die CERAMIS meist für ein ganzes Jahr ins Ausland gehen und ihr Zimmer natürlich auch für diesen Zeitraum vermieten wollen. Ich selbst habe durch die CERAM Homepage eine Ferienwohnung in Juan-les-Pins gefunden. Bei der Miete muss man schon mit 400 bis 500 EUR pro Monat rechnen. Es besteht jedoch die Möglichkeit bei der CAF eine Förderung zu bekommen. Die genaue Höhe der Förderung hängt von dem Einkommen und der Miete ab. Die meisten Studenten haben monatlich 100 bis 150 EUR Unterstützung erhalten.

Ich würde Euch empfehlen, ein Apartment in der Résidence Couleurs Soleil oder im Le Tropique zunehmen. Beide Residenzen befinden sich in Juan-les-Pins und sind nicht weiter als 300 m vom Meer entfernt. In den beiden Residenzen haben fast alle Austauschstudenten gewohnt und man hat somit direkt Anschluss.

Fazit

Mir hat das Auslandssemester super gefallen. Ich habe total viele nette Leute kennen gelernt und eine tolle Zeit dort verbracht. Die Gegend ist wirklich wunderschön. Auf der einen Seiten hat man die Berge und auf der anderen Seite das Meer und es gibt so viele Dinge, die man sich anschauen kann: Nizza, Monaco, St. Tropez, Cannes, Grasse….

Das Klima ist natürlich auch nicht zu verachten. Wir konnten noch bis Mitte November am Strand liegen.

Es gibt nur einen kleinen Nachteil: die Cote d’Azur ist nicht gerade ein ungefährliches Pflaster. Aber wenn man vorsichtig ist und nachts nicht alleine rum läuft, passiert einem auch nichts.

Es ist auch nicht unbedingt ein Muss, perfekt Französisch zu sprechen. Viele Austauschstudenten sprechen nur Englisch und haben dann dementsprechend nur englische Kurse belegt.

Ich wünsche Euch viel Spaß bei Eurem Auslandssemester am Meer! ;-)