Blog SportmanagerInnen im Auslandssemester (2)

Der zweite Erfahrungsbericht in unserer Reihe "SportmanagerInnen im Auslandssemster" kommt von Dennis Pelster (5. Semester). Der angehende Sportmanager absolviert sein Auslandssemester in Split, Kroatien seit Mitte September und ist sehr froh über die Wahl Kroatien. Neben kulturellen Erlebnissen berichtet Dennis über das Studieren und Leben in Split...

Seit Mitte September befinde ich mich nun schon in meinem Erasmus-Auslandssemester an der Aspira University College of Management and Design in Split, Kroatien und bin seit dem ersten Tag froh darüber, diese Stadt und dieses Land als Ziel ausgewählt zu haben.

Da meine Vorlesungen erst im Oktober los gingen, hatte ich in meinen ersten Wochen viel Zeit, Split und die Umgebung kennenzulernen. Historische Paläste und Ruinen, die durch das UNESCO-Weltkultur-Erbe geschützt sind, wunderschöne Aussichten von den höchsten Bergen Kroatiens, zahlreiche Inseln mit den schönsten Stränden Europas und auch traumhafte Wasserfälle in Nationalparks waren einige der Ziele, die ich zusammen mit anderen Erasmus-Studenten erkunden konnte. Auf diese Weise fiel es mir leicht, mich schnell einzuleben und schnell viele Kontakte aus den verschiedensten Ländern der Welt zu knüpfen. Um zurechtzukommen war es auch hilfreich, dass es hier viele deutsche Supermärkte (z.B. Lidl, Kaufland, DM, Müller) gibt, sonst wäre es durch die fremde Sprache und die andere Währung sicherlich schwerer gewesen.

Das alltägliche Leben und das „Studieren“ hier kann man ganz gut mit dem kroatischen Lebensmotto „Pomalo“ beschreiben: Ruhig an, Take it easy! Erst nach dem ersten Kaffee wird mit der Arbeit begonnen, generell ist alles etwas unorganisierter und entspannter als in Deutschland. Die Aspira University ist eine kleine Privat-Uni (sogar kleiner als Remagen), an der ich ebenfalls Sportmanagement studiere. Da die Vorlesungen normalerweise in Kroatisch stattfinden, haben ich die meisten Kurse nur zusammen mit Erasmus-Studenten auf Englisch, sodass man auch mal nur zu zweit oder dritt in den Vorlesungen sitzt. Die Professoren können dadurch aber auf einer viel persönlicheren Ebene arbeiten, was mir hier sehr gut gefällt. Außerdem versuchen wir uns an der Uni auch in einem Kroatisch-Sprachkurs, allerdings sind die Vorlesungen eher mit einem wöchentlichen Verzweifeln und Scheitern gleichzusetzen, wenn die „einfachsten“ Wörter mal wieder nur aus aneinander gereihten Konsonanten bestehen.

Das Wetter war bis vor kurzem ebenfalls noch hervorragend sommerlich, sodass man an freien Tagen auch andere Länder in der Balkan-Gegend, z.B. Bosnien-Herzegovina, Serbien oder auch Montenegro erkunden konnte. Es ist sehr interessant, komplett fremde Länder auf eigene Faust zu erkunden und in die Natur und Geschichte einzutauchen. Da wir hier von der Sonne in den letzten Wochen ziemlich verwöhnt wurden, bedeuten 16 Grad Mitte November für uns hier schon schlechtes Wetter, während es in Deutschland bereits Minus-Grade gab.

Nach knapp zwei Monaten habe ich schon vieles erlebt, ich hoffe, ich konnte euch das in diesem kleinen Update etwas näherbringen. Bis Anfang Februar bin ich noch hier, und werde sicherlich neben dem Uni-Leben noch viele weitere Ecken Kroatiens und der der Nachbarländer entdecken.

Bis dahin, viele Grüße aus Split,

Dennis