Blog RAClerInnen im Ehrenamt: Teil 1 mit Kaja Hutz

Sportmanagement ist sehr vielseitig, ebenso wie die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Sport. In den kommenden Wochen möchten wir euch verschiedene RAClerInnen mit ihren Sporarten, ehrenamtlichen Engagement und Erfahrungen in unserer Reihe „RAClerInnen im Ehrenamt“ vorstellen. Wir möchten euch Einblicke in das wichtige Feld Ehrenamt geben und die Personen, die das Ehrenamt bekleiden, vorstellen. Den Anfang machen Kaja Hutz (Welt- und Europameistern im Faustball) und Tobias Lommer (Co-Founder „Intercontinental Soccer Consoulting“).

Lasse: Hallo Kaja, danke das du dir heute die Zeit genommen hast. Bitte stell dich doch einmal kurz vor. Wer bist, woher kommst du und was machst du aktuell (Studium, Praktikum o. ä. )?


Kaja: Ich bin Kaja, 20 Jahre alt und komme aus Solingen. Aktuell studiere ich im 5.Semester und bin auch noch am RAC. Ich habe vor im nächsten Semester mein Praktikum zu machen.


Lasse: Hast du schon eine Idee oder vielleicht schon eine Stelle, wo es hingehen soll bei deinem Praktikum?


Kaja: Ich bin grade dabei mich zu bewerben. Richtung Marketing oder Event soll es gehen.


Lasse: Hört sich interessant an, dann drücke ich die Daumen!


Kaja: Dankeschön!


Lasse: Du kommst aus dem Faustball, oder? Wie bist du zu der Sportart gekommen?


Kaja: Genau. Zum Faustball bin ich durch eine Arbeitskollegin meiner Mutter gekommen. Wir waren öfter zusammen unterwegs und beim Volleyball am Strand meinte sie zu mir, dass ich unbedingt mal zum Faustball gehen müsste. Da es auch einen Verein bei uns in der Stadt gibt, der das anbietet habe ich das auch gemacht. Dort habe ich mich sofort wohl gefühlt. Angefangen habe ich mit 8 Jahren.


Lasse: Cool, also kommst du eigentlich aus dem Volleyball? Oder hast du das eher hobbymäßig betrieben?


Kaja: Nein, ich komme nicht aus dem Volleyball. Ich hatte eigentlich schon immer ein relativ gutes Ballgefühl und habe auch früh angefangen Fußball zu spielen, da hat sich das natürlich auch verbessert. Volleyball habe ich wirklich kaum gespielt, wenn eben ein bisschen Beachvolleyball im Urlaub.


Lasse: Du bist Welt- und Europameistern geworden. Erst einmal meinen aller höchsten Respekt für diese herausragende Leistung. Wie hat es sich angefühlt bzw. wie fühlt es sich heute noch an? Was hat sich seitdem verändert? Lass uns ein bisschen teilhaben.


Kaja: Vielen Dank! Es war natürlich ein ganz besonderes Gefühl so etwas erleben zu dürfen und Teil der Mannschaft zu sein. Die Weltmeisterschaft war in Nürnberg, also eine Heim-WM mit einem sehr ordentlichen Publikum. Es war für mich ein einmaliges Erlebnis vor so vielen Menschen spielen zu dürfen und die Stimmung war einfach der Hammer. Wirklich verändert hat sich seitdem eigentlich nichts, da die Sportart auch nicht besonders bekannt ist. Für NachwuchsspielerInnen in unserem Verein bin ich zum Teil in eine Vorbildfunktion gewachsen.


Lasse: Fühlst du dich, wie du selbst sagst in der Rolle als Vorbild wohl? Oder anders gefragt; In welcher Form bist du den NachwuchsspielerInnen ein Vorbild?


Kaja: Ja, schon. Was das Spielen angeht, aber auch meine Einstellung zum Sport würde ich sagen. Das ich einiges hinten anstelle um Leistung bringen zu können, aber auch andere zu unterstützen.


Lasse: Vielleicht können wir nochmal kurz auf deine Sporart Faustball zurückgehen. Was zeichnet den Sport für dich aus? Kann man sagen, dass es eine Mischung aus den verwandten Sportarten aus Volley- und Handball ist?


Kaja: Also, wenn man Faustball erklärt wird es zuerst meistens mit Volleyball verglichen, da man den Ball auch mit den Armen spielt und die Feldhälften durch ein Netz abgegrenzt sind. Dabei ist das Feld jedoch größer, so groß wie ein Handballfeld, in der Hallensaison und in der Sommersaison nochmal auf beiden Hälften 5m länger. Das Netz oder bei uns die Leine ist jedoch niedriger gespannt. Bei den Damen bei 1,90 m und bei den Herren auf 2 m. Anders als beim Volleyball darf der Ball nur mit einem Arm gespielt werden und nach der Berührung einmal auf den Boden aufkommen. Für mich zeichnet den Sport aus, dass er in allen Altersklassen n gespielt werden kann und durch die Bekanntheit ein sehr familiärer Sport ist. Wir sprechen da auch gerne von einer großen "Faustballfamilie".


Lasse: Das hört sich super an. Gerade der Aspekt des familären Charakters! Darüber hinaus bekleidest du auch ein ehrenamtliches Engagement. Welches Ehrenamt übst du aus? Was gehört dabei zu deinem Aufgabenbereich?


Kaja: Ich betreuue unsere Kinder- und Jugendmannschaften bei Spieltagen und Meisterschaften und unterstütze im Training. Das fällt leider seit Beginn des Studiums etwas geringer aus, da ich nur noch am Wochenende zu Hause bin. Im Training geht es darum den Kindern und Jugendlichen den Sport beizubringen und vor allem den Spaß daran zu vermitteln. An Spieltagen stehe ich unterstützend zur Seite gebe die Aufstellung vor und versuche durch Tipps die Spielweise und damit das Ergebnis durch mein Mitwirken positiv zu beeinflussen. Zusätzlich gibt es ab 01.01.2020 eine neue Abteilung in unserem Verein. Die "Abteilung Faustball". Hier bin ich bei der Gründungsversammlung Ende September zur 2. Vorsitzenden gewählt worden. Ich vertrete also die Abteilung nach außen, stehe als Ansprechpartner zur Verfügung, bin bei Versammlung und gemeinsam treffen wir im Vorstand Entscheidungen. Zusätzlich bin ich im Bereich Social Media für die Faustball Abteilung aktiv.


Lasse: Für dich ist die größte Herausforderung mit Sicherheit die Distanz zu deinem Heimatverein. Gibt es sonst noch Herausforderungen oder Probleme bei der Ausbübung deines Ehrenamts?


Kaja: Die Distanz zu meinem Heimatverein schränkt mich, wie oben schon erwähnt, daringehend ein auch unter der Woche aktiv beim Training mitzuwirken. Kaja: Die Arbeit im Vorstand lässt sich bisher auch gut aus der Ferne regeln. Für manche Treffen fahre ich dann zusätzlich unter der Woche nach Hause.


Lasse: Warum engagierst du dich so sehr in deinem Sport? Woher kommt deine Motivation für die ehrenamtliche Tätigkeit? Durch deine Liebe zum Faustball?


Kaja: Es ist mit Sicherheit sehr durch die Liebe zu dem Sport beeinflusst. Ich möchte den Sport gerne dabei unterstützen populärer zu werden. Außerdem würde ich gerne etwas zurück geben. Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, zu sehen wie viel Spaß auch andere daran haben ist sehr schön. Und wenn die Mannschaften, die man betreut über sich hinaus wachsen oder ihre Ziele erreicht ist das das Schönste, was man dort sehen kann. Zusätzlich hoffe ich natürlich auch das ich in diesem Bereich ein Vorbild sein kann und die Jugendlichen, die ich jetzt betreuue sich auch für den Sport einsetzen.


Lasse: Letzte Frage: Was hast du durch deinen Sport und insbesondere durch die Bekleidung des Ehrenamtes gelernt?


Kaja: Ich würde sagen das es sich immer lohnt für etwas zu kämpfen und das man die Ziele die man sich steckt auch erreichen kann. Und das die Arbeit in einem Team oder einer Mannschaft immer am meisten Spaß macht.


Lasse: Super, vielen Dank für das interessante Gespräch Kaja!