Für die Kita-Praxis IBEB unterwegs

IBEB unterwegs in der städtischen Kita Steinkaut in Bad Kreuznach

  • Quelle: IBEB

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Vertreter des IBEB besuchten mit dem Maskottchen Ebbi die städtische Kita Steinkaut in Bad Kreuznach, eine Einrichtung mit 130 Kindern und 24 pädagogischen Mitarbeiter*innen (darunter vier männliche Fachkräfte). Die Kita Steinkaut ist die erste Kita, die den Prozess der Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs nach ihrer Erstzertifizierung im Jahr 2015 erfolgreich durchlaufen hat. Der Besuch begann mit einem Rundgang durch die Einrichtung, bei dem drei Kinder der Kita Steinkaut – Esther, Anina und Vanessa – ihre Einrichtung und Spielräume vorgestellt haben.

Wir nehmen alle Kinder und Eltern so wie sie sind.“ Mit diesem Leitsatz begann Beate Keller, Leiterin der Kita Steinkaut, das Gespräch über die Arbeit in ihrer Einrichtung. Der ressourcenorientierte Blick auf den einzelnen Menschen bezieht sich dabei nicht nur auf die Kinder und Familien, sondern auch auf die Mitarbeiter*innen des Kita-Teams. Frau Keller sieht sich in ihrer Leitungsfunktion als Bedienstete ihrer Mitarbeiter*innen. Dies konnte unmittelbar durch die anwesende stellvertretende Leitung, Chris Rudolf, sowie durch die pädagogische Fachkraft und Tandempartnerin bei der Arbeit mit Qualitätsentwicklung im Diskurs, Daniela Schmelzer, bestätigt werden. In dem Vertrauen, dass autonome Menschen wissen, was sie brauchen, verstehen sich alle pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung auch als Autonomie-Vorbilder für Kinder. „Das Gegenteil von Hierarchie ist nicht Chaos, sondern Autonomie“, so Beate Keller.

Doch nicht nur innerhalb der Kita, sondern auch im Sozialraum wird das Miteinander auf Augenhöhe gelebt. Die Kita Steinkaut erlebt sich im Sozialraum als gut vernetzt und hebt dabei besonders die Gemeinschaft mit drei weiteren Kitas in Bad Kreuznach hervor (kürzlich wurde beispielsweise ein gemeinsames Kicker-Turnier ausgetragen). Die Unterstützung der eigenen pädagogischen Arbeit durch den kommunalen Träger wird dabei als eine wichtige Bedingung benannt und hochgeschätzt: „Wir fühlen uns vom Träger getragen.

Mit im Gespräch dabei war auch Daniela Wex, Vertreterin des aus zehn Elternteilen bestehenden Elternausschusses. Frau Wex zeigt sich hoch zufrieden mit der pädagogischen Arbeit der Kita Steinkaut und schätzt dabei vor allem die intensive Erziehungs- und Bildungspartnerschaft: „Ich würde alle Kinder hierher bringen, egal wie weit ich laufen müsste.

Im abschließenden Austausch über den Schwerpunkt der interkulturellen Pädagogik brachte Beate Keller die Haltung der Kita auf den Punkt: „Es ist der Blick auf und die Anerkennung von Diversität. Und damit wird man nie fertig.

Die Einrichtung steht gern für Hospitationsbesuche bereit.

IBEB unterwegs in der katholischen Kita St. Raphael in Weißenthurm

  • Quelle: IBEB

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Das IBEB besuchte im Rahmen des Formates „IBEB unterwegs“ mit dem Maskottchen Ebbi die katholische Kita St. Raphael in Weißenthurm. In der Einrichtung unter der Trägerschaft der Kita gGmbH Koblenz werden insgesamt 115 Kinder (44 Ganztagsplätze) in fünf Gruppen von 19 pädagogischen Fachkräften (darunter sechs interkulturelle Fachkräfte) in ihrer Entwicklung begleitet. Die Kinder und Familien stammen aus insgesamt 17 verschiedenen Ländern und prägen damit das vielfältige Bild der Einrichtung, in der 92% der Kinder und Familien einen Migrationshintergrund aufweisen.

Im Gespräch mit der Leitung Martina Huckriede und der stellvertretenden Leitung Ursel Ueberbach wurde schnell deutlich, dass das Kita-Team den damit verbundenen Herausforderungen durch intensive Bemühungen um gegenseitige Verständigung begegnet. Hierbei sind u.a. einfach gehaltene Elternbefragungen, nonverbale Kommunikation, buchstäbliches An-die-Hand-Nehmen und mitunter auch digitale Übersetzungshilfen behilflich. Weil Inklusion in der Einrichtung ernst genommen wird, gestalten interkulturelle Fachkräfte keine exklusiven Angebote für ausgewählte Kinder, sondern richten ihre Angebote bewusst an alle Kinder. Erfahrungen mit den Grenzen der Inklusion (z.B. mitunter 2,5-3 Jahre Zeit von der Beobachtung über die Diagnostik bis hin zur Förderbewilligung) sind ebenso Alltag in der Einrichtung wie die Beharrlichkeit im weiter währenden Bemühen um die Ausdehnung dieser Grenzen.

Das Kita-Team veranstaltet darüber hinaus auch Eltern-Kind-Aktionsnachmittage, in denen die Eltern angeregt und unterstützt werden, sich ganz auf das gemeinsame Spielen mit ihren Kindern einzulassen. Frau Huckriede benennt als größtes Qualitätsziel: das Kind im Mittelpunkt. Das Credo der eigenen Kita-Verfassung mit dem selbst formulierten humanistisch-anthropologischen Ansatz lautet: „Die Essenz des Gelingens ist Vertrauen!

Die Einrichtung steht gern für Hospitationsbesuche bereit.

 

 

IBEB unterwegs zu Besuch in der protestantischen Kita Betzenberg in Kaiserslautern

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Das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) besuchte im Rahmen des neuen Formates „IBEB unterwegs“ in Begleitung des Maskottchen Ebbi die protestantische Kindertageseinrichtung auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Als Konsultationskita des Landes Rheinland-Pfalz setzt die Einrichtung ihren konzeptionellen Schwerpunkt auf das Thema Lebenswelt- und Sozialraumorientierung. Dies zeigt sich sehr deutlich durch eine enge Kooperation und Vernetzung mit dem Ortsansässigen Sportverein sowie durch vielfältige und niedrigschwellige Beratungsangebote für Familien im Stadtteil. Hinzu kommt ein enger Austausch mit der nahgelegenen protestantischen Kirchengemeinde, die ebenfalls unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsleistungen anbietet und mit den Angeboten der Kindertagesstätte verzahnt. Die Einrichtung, unter der Leitung von Nadja Lobodda, bietet 91 Kindern in der Zeit von 06:30 – 17.30 Uhr die Möglichkeit, im Rahmen der Offenen Arbeit unterschiedliche Erlebnis- und Erfahrungsräume zu nutzen. Frau Lobodda verschaffte dem IBEB-Tandem darüber hinaus interessante Einblicke in die tiergestützte Pädagogik. Diese ist ein wichtiger Teil der pädagogischen Arbeit, um Kinder im Umgang mit Tieren und Natur zu sensibilisieren. Die Mitarbeiter*innen beziehen die Kinder in die Pflege der einzelnen Tiere mit ein. Über diesen Weg haben die Kinder die Möglichkeit zu erfahren, was es bedeutet, ein Tier artgerecht zu pflegen und zu versorgen. Über die Arbeit mit den Kindern hinaus, nimmt die Einrichtung die Stärkung der Eltern in den Blick. Hierzu greift das Team die individuellen Problemlagen der Eltern auf und bietet in der Kita, als erste Anlaufstelle, niederschwellige Angebote an.

IBEB unterwegs im Waldkindergarten des Deutschen Roten Kreuz in Worms

  • Quelle: IBEB

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Bereits zum dritten Mal besuchte das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) im Rahmen des neuen Formates „IBEB unterwegs“ mit dem Maskottchen Ebbi eine Kindertageseinrichtung in Rheinland-Pfalz. Diesmal führte uns der Weg nach Worms, wo wir einen Kindergarten besuchten, der das besondere Konzept des Waldkindergartens verfolgt. Die Leiterin der Einrichtung, Kathrin Lüthge, verschaffte Einblicke in das grüne Außengelände im Wormser Erlebnisgarten mit mehreren Bauwägen und Holzhütten und gab dem IBEB-Tandem einen umfassenden Einblick in die Arbeit und Konzeption des Waldkindergartens. Dieser bietet 40 Kindern in zwei Gruppen die Möglichkeit, die Natur als Erlebnisraum durch vielfältige und kreative Spielangebote ganzheitlich zu erfahren und zu entdecken. Die örtliche Anbindung an den Wormser Erlebnisgarten eröffnet dem Kindergarten neben den Ausflugsplätzen gute Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Nutzung der Toilettenanlagen oder die Gestaltung eines Beetes. Von dort aus schwärmen die beiden Gruppen mit dem beladenen Bollerwagen in das umliegende Wormser Wäldchen aus. Die Tagesstruktur sieht einen vielfältigen Wechsel der Örtlichkeiten als ein festes Element vor. Somit erhalten die Kinder viel Freiraum. Für diesen besonderen Freiraum ist eine Vertrauensbasis zwischen Kindern und Erzieherinnen als wichtige Grundlage zu betrachten, berichtet uns Frau Lüthge. Das freie Spiel wird hierbei von der Einrichtung als bedeutsame Methode im Alltag betrachtet und ist ein elementarer Bestandteil im Konzept des Waldkindergartens. Folgendes Zitat von Hugo Kükelhaus ist für die Leitung in der Arbeit des Waldkindergartens ein wichtiger Leitsatz, der die Ausrichtung der gesamten pädagogischen Arbeit beeinflusst: „Wo kein Wagnis, da kein Gewinn. Wo kein Spiel, da kein Leben“.

IBEB unterwegs in der KITA Nahbollenbach in Idar-Oberstein

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Im Rahmen des neuen Formates „IBEB unterwegs“ besuchte das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz die städtische KITA Nahbollenbach in Idar-Oberstein. Das Leitungsteam, Juliane Groß und Silke Fritsch, präsentierte den zwei Mitarbeiterinnen des IBEB seine Einrichtung und gab Einblicke in die Konzeption der Kita. Das Konzept der offenen Arbeit bietet den über 100 Kindern ein vielfältiges Angebot. Interessant ist z.B. das Wegweisersystem der Einrichtung, mit dessen Hilfe sich alle Kinder in der räumlich weitläufigen Kita gut zurecht finden können. Groß berichtete, dass es mit den Kindern gemeinsam entwickelt, gestaltet und installiert wurde. Dieses System ist notwendig, da die Kita in den Räumlichkeiten einer ehemaligen umgebauten Grundschule verortet ist, welche sich auf drei Stockwerke verteilt und allen Kita-Beteiligten viel Platz zur freien Entfaltung bietet. Die Kita stellte sich der Herausforderung 27 Räume, im Rahmen guter Strukturen nutzbar zu machen und somit vielfältige Bedarfe zu decken. Die morgendliche Anmeldung bei Frau Fritsch bietet den Eltern und den pädagogischen Fachkräften Team einen guten Austausch. Neben den Angeboten innerhalb der Einrichtung ist es der KITA Nahbollenbach besonders wichtig, den Sozialraum aktiv zu nutzen, so Groß. Das IBEB gewann bei diesem Besuch interessante Einblicke in die die aufwendige Raumgestaltung und die dahinterstehenden jeweiligen Leitlinien.

IBEB unterwegs in der Kita Zauberwind in Hüffelsheim: digital ist real

Die Premiere des neuen Formates „IBEB unterwegs“ mit dem Maskottchen Ebbi führte das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz zu einem Austausch in die kommunale Kita Zauberwind nach Hüffelsheim in der Verbandsgemeinde Rüdesheim. Der Leiter der Einrichtung, Martin Mucha, zeigte das großzügige Gelände rund um die Kita und gab umfassende Einblicke in die Arbeit und Konzeption der Kita, die auch Konsultationskita zum Schwerpunkt „digitale Medien in der Kita“ ist. Mucha vertritt die Ansicht, dem Thema digitaler Medien die Schwere zu nehmen und dies unter dem Primat der Erziehung in den Kita-Alltag einzubringen. Beim Gespräch wurden die Fachleute vom Kamerakind des Tages, Emely, fotografiert und der Besuch entsprechend dokumentiert. Wichtig ist der Kita, dass digitale Medien einen Mehrwert für die Erziehung haben und auch so genutzt werden. Dazu gehört auch, dass der Leiter Eltern höflich und bestimmt bittet, das Smartphone in der Kita auszustellen. In der Kita Zauberwind gehören Tablets zum Alltag, sie sind zugänglich, aber nicht in einer Zeigefinger-pädagogik, sondern wie der Leiter sagt: Das Digitale gehört zur Realität und das neben dem Spielen im Sand, dem Sport und dem Toben im Außengelände.