MBA-Fernstudium Marketingmanagement

Master of Business Administration: Marketingmanagement

Die marktorientierte Unternehmensführung (engl. Marketingmanagement) ist in besonderem Maße durch die Digitalisierung, neue Technologien und die Globalisierung gefordert. Konsumentenverhalten, Kommunikationswege sowie die Angebote selbst und deren Absatzwege unterliegen einem Wandel und dieser stellt hohe Anforderungen an ein kunden- und wertorientiertes Management.

Um Produkte, Services oder Marken betriebswirtschaftlich erfolgreich zu führen, bedarf es der Kenntnis klassischer Mechanismen, ergänzt um das Wissen aktueller und künftiger technologiebedingter Veränderungen. Daher wird in der MBA-Vertiefungsrichtung Marketingmanagement sowohl das klassische marktbezogene Management - mit den dahinterstehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen - unterrichtet als auch der Einfluss neuer Technologien.

Social Media Monitoring mittels künstlicher Intelligenz gehört ebenso zum behandelten Spektrum des Studieninhaltes, wie die gemeinsame Diskussion des Potenzials der Robotik im Bereich der Dienstleistungen oder im Handel.

Das Angebot vermittelt Wissen zum Offline- und Online-Marketingmanagement, denn beide Bereiche sind untrennbar miteinander verbunden. Längst betreiben selbst Big Player wie Apple oder Amazon neben ihrem Online-Business klassische stationäre Angebote (z.B. Geschäfte in Innenstädten), um volle Marktpotenziale ausschöpfen zu können.

ZIELGRUPPE:Die MBA-Vertiefungsrichtung „Marketingmanagement“ ist speziell für (angehende) Führungskräfte konzipiert, die sich analytischen und strategischen marktbezogenen Führungsaufgaben stellen müssen oder möchten.

MODULLEITUNG: Prof. Dr. Nicole Krautkrämer-Merkt

Kenntnisse des Konsumentenverhaltens sind die Grundlage erfolgreicher Marktbearbeitung.

Der Kurs Konsumentenverhalten beschäftigt sich mit sämtlichen beobachtbaren und unbeobachtbaren, rationalen und emotionalen menschlichen Handlungsweisen bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen.

Konsumentenverhalten stellt ein interdisziplinäres Forschungsgebiet dar und verbindet marktbezogenes Managementwissen zum Kaufverhalten mit Aspekten der Soziologie, der Biologie/Evolution sowie der Kundenzufriedenheitsforschung.

Der Kurs soll die Teilnehmer*innen befähigen, aus der intensiven Beschäftigung mit Kaufmotiven passende Marketingmaßnehmen sowie neue Angebote und Maßnahmen abzuleiten.

Nahezu jedes Unternehmen verfügt heute über große und stetig wachsende kundenbezogene Datenmengen. Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass ein Großteil der Unternehmen noch nicht genau weiß, wie und ob man diese Datenfülle für den eigenen Unternehmenserfolg am besten nutzt.

Für erfolgreiches Business Development ist es unerlässlich, Daten über den Markt bzw. über die Marktteilnehmer systematisch und zielgerichtet auszuwerten, um sie kritisch in Bezug zu den klassischen marktbezogenen Kennzahlen setzen zu können.

Daher geht es in diesem Kurs zunächst darum, fundierte Ansätze zur Erhebung und zum Umgang mit Marktdaten zu erlernen, um diese dann auch auf neue Verfahren zu übertragen. Nur so können Vor- und Nachteile klassischer Verfahren im Vergleich zu neuen Verfahren (wie z.B. einer künstlichen Intelligenz oder Webmonitoring-Software-Angeboten) sichtbar gemacht werden.

Um den Markterfolg eines Angebotes beeinflussen, abschätzen oder steuern zu können, bedarf es ökonomischen und auch psychologischen Hintergrundwissens zu den Themen der Leistungsgestaltung, Neuprodukteinführung und Preisfindung.

Entscheidend ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei es sich bei der Leistung sowohl um einen emotionalen subjektiven psychologischen Nutzen für den Endkunden handeln kann, als auch um ein rational bewertetes Einkäufer-Projekt.

Diese Kurseinheit vermittelt daher das Wissen darüber, was aus Kundensicht eine Gesamtleistung ausmachen kann. Sie sensibilisiert für Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung von Produkten und Services/Apps.

Diese Kurseinheit geht zunächst auf die gesamte Breite der strategischen und operativen Herausforderungen bei der physischen und akquisitorischen Verteilung von Leistungen an Kunden ein.

Basierend auf diesen theoretischen Grundlagen der Marketinglogistik sowie der vertrieblichen Distribution und des Category Managements kann dann im späteren Verlauf des Studiums der Einfluss neuer Entwicklungen betrachtet werden, wie z.B. die Wirkung des Online-Shoppings auf den klassischen indirekten Vertrieb oder die Vor- und Nachteile von Robotik im Kundenkontakt.

Nach Behandlung der theoretischen Grundlagen fokussiert der Kurs auf die Vertriebsgestaltung mit einem praxisorientierten Schwerpunkt im Bereich der Gestaltung von Konditionen und Verhandlungen zwischen Handel und Industrie.

Die zunehmende Menge an Offline- und Online-Kommunikationsanlässen und -inhalten kann überfordern. Trotzdem vertrauen Unternehmen und Organisationen auf Kommunikationsprozesse nach innen und nach außen.

Im Mittelpunkt der Kurseinheit stehen die Mechanismen und Mittel der Marketingkommunikation, die geeignet sind, Chancen der auf dem Markt angebotenen Güter und Dienstleistungen positiv zu beeinflussen.

Es geht in diesem Kurs weniger um operative Inhalte oder die Anwendung von Tools, als vielmehr um die Grundsätze einer bewussten nachhaltigen Kommunikation sowie Verkaufsförderung von Unternehmen.

Für Marketingentscheider*innen ist es wichtig, mit dem Controlling-Bereich in den Unternehmen fachlich auf Augenhöhe zu sein. Die marktbezogene Perspektive kann durchaus in die Controlling-Perspektive integriert bzw. mit ihr abgeglichen werden.

Dieser Kurs befähigt, Entscheidungen der Preis-, Produkt- und Sortimentspolitik unter Zugrundelegung deckungsbeitragsbasierter Kostenrechnungsverfahren zu bewerten.

Als relevante Konzepte im Bereich der Produktinnovation werden die Wertanalyse und die Zielkostenrechnung vorgestellt. Die Prozesskostenrechnung liefert Implikationen zur optimalen Produktkonzeption, indem die Kosten der Komplexität sowie von Qualitätsmängeln beziffert werden.

Zudem wird ein Überblick über die Verfahren der Marketingbudgetierung und das Projektcontrolling dargeboten.

Dem Aufbau und der Pflege nachhaltiger Kundenbeziehungen kommt eine zentrale Stellung im Rahmen der marktorientierten Unternehmensführung zu. Notwendig ist hierzu ein ganzheitlicher Ansatz, der die Möglichkeiten der modernen Informationstechnologie nutzt und den Fähigkeiten des Personals entspricht. Customer-Relationship-Management (CRM) dient genau diesem Zweck.

Die Zielsetzung der Kurseinheit CRM besteht darin, die Studierenden in die Lage zu versetzen, entsprechende Aufgaben zu übernehmen bzw. Projekte durchzuführen. Dabei stehen auf der Grundlage eines Kreislaufmodells zunächst die praktischen Umsetzungsverfahren im Mittelpunkt.

Da Kundenbeziehungen zunehmend emotional geprägt und hochdynamisch sind, müssen auch Kundenerlebnisse und Kundenbewegungen (sogenannte Customer Journeys) vom CRM gemanagt werden. Hierin liegt eine neue Herausforderung namens Customer Experience Management (CEM), mit welcher der Kurs abschließt.

Starke Marken können sich langfristig und profitabel auf nationalen und internationalen Märkten behaupten. Aber wie funktioniert das?

Diese Kurseinheit gewährt einen tiefen Einblick in die Theorie zum Thema Marke und Markenbestandteile/-konstruktion.

Marken sind nicht Ursache, sondern Ergebnis sorgfältiger zukunftsgerichteter Analysen von Märkten sowie darauf basierender strategischer und kommunikativer Entscheidungen über das gesamte Marketing-Instrumentarium und viele Jahre hinweg.

Große Marken entstehen somit nicht beim Grafiker oder in Werbeagenturen und sie überleben auch nicht zufällig.

Der Kurs befähigt die Studierenden, Märkte und Teilmärkte mittels sogenannter strategischer Geschäftsfelder sauber voneinander abzugrenzen. Geschäftsfelder sind die Basis zur Steuerung von Business Units und kommunikativer Klammern (Marken).

Der Kurs schließt mit praktischen Beispielen und Analysen ab.