Arbeitsfelder IBEB-Diskursforen

Unter den 'IBEB-Diskursforen' verstehen wir eine Plattform, die sowohl räumlich als auch zeitlich die Möglichkeit für einen konstruktiven und nachhaltigen Austausch der Beteiligten im Feld der Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit bietet. Die IBEB-Diskursforen sollen für verschiedene Beteiligte (z.B. Träger, Fachschulen, Fachkräfte und Leitungen, politische Entscheidungsträger, Wissenschaft, aber auch die Verwaltung) geschaffen und genutzt werden. Inhaltlich werden die IBEB-Diskursforen sowohl themenoffen – um den Diskursbeteiligten genügend Raum für aktuelle Gesprächsbedarfe zu geben – als auch themenspezifisch – um den Diskurs bspw. durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse anzuregen – eingerichtet. Im ländlich geprägten Rheinland-Pfalz soll die optimale Wirkung der IBEB-Diskursforen durch eine regionale Ausrichtung erreicht werden, um so möglichst viele Beteiligte in den Diskurs einbeziehen zu können.

Auf der Trägerebene verfolgen die 'IBEB-Diskursforen' zum Beispiel das konkrete Ziel, die bisherigen Entwicklungsschritte sowie den Sachstand hinsichtlich der Trägerschaften, der Profilbildung und der Qualitätsentwicklung zu thematisieren, damit Transparenz herzustellen und die Erkenntnisse zugleich für die weitere Organisationsentwicklung zu nutzen.

Die Vernetzung von Fachschule im System der Kindertagesbetreuung durch verankerte Strukturen stärken

MAINZ. Unter der Fragestellung „Wie sind Fachschulen im System der Kindertagesbetreuung vernetzt?“ wurde in Mainz ein IBEB-Diskursforum ausgerichtet. In den Räumlichkeiten des Bildungsministeriums nutzten 20 Akteur*innen aus Rheinland-Pfalz die Möglichkeit des fachlichen Diskurses. Es wurde deutlich, dass es bisher bereits viele sehr gute regionale Netzwerke gibt, diese jedoch auf der Basis des persönlichen Engagements einzelner Akteur*innen beruhen. Daher wurden Bedingungen in Form von Konzepten gefordert, welche mit konkreten Zuständigkeiten gekoppelt sind.

Zur Pressemitteilung gelangen Sie hier.

Kita-Fachberatungen: Verbindliche Rahmenbedingungen gefordert

Das IBEB-Diskursforum zum Thema „Verortung von Fachberatung im kompetenten System“ fand in Speyer statt. 20 Akteur*innen aus dem südlichen Rheinland-Pfalz trafen sich in den Räumlichkeiten der dortigen Johanneskirche und nutzten die Möglichkeit des fachlichen Diskurses. Die Runde der Teilnehmer*innen setzte sich aus Akteur*innen der Frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung zusammen. Hierunter waren Kita-Leitungen, Fachberatungen, pädagogische Fachkräfte, Trägervertreter*innen sowie das Landesamt vertreten. Das Thema Fachberatung wurde von verschiedenen Standpunkten aus der Praxis anhand von insgesamt vier Impulsen von folgenden Impulsgebern dargestellt: Brigitte Maria Facco Fachberaterin der Stadt Zweibrücken, Clemens Frenzel vom Caritasverband für die Diözese Mainz e.V., Anja Detsch ehemalige Studentin des Masterstudiengangs MAKS der Hochschule Koblenz sowie von Tania Kortekamp vom Diakonischen Werk der evangelischen Kirche Pfalz. Neben einem Austausch über die Verortung von Fachberatung sowie das kompetente System, wurde die Wirksamkeit von Fachberatung betrachtet und diskutiert. Vor allem die Situation der kommunalen Fachberatungen im südlichen Rheinland-Pfalz wurde als ausbaufähig bezeichnet. Darüber hinaus wurden Forderungen über verbindliche Rahmenbedingungen zum Profil von Fachberatung deutlich. Frau Detsch äußert, dass verbindliche Qualitätsstandards für Fachberatung dringend gesetzlich festgeschrieben werden müssen. Laut Frenzel müssen diese aber auch politisch gewollt sein. Das Format fand bei den Teilnehmer*innen positiven Anklang. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Dokumentation festgehalten und in Kürze auf unserer Homepage veröffentlicht.

Kita-Finanzierung in Rheinland-Pfalz: mehr oder weniger Geld? - Konsequenzen aus dem Kommunalbericht 2017 des Rechnungshofes

IBEB-Diskursforum zeigt die unterschiedlichen Perspektiven und die Komplexität des Systems Kindertagesbetreuung auf

Im Kommunalbericht 2017 des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz werden u.a. die Aufwendungen für den Betrieb der Kindertagetagestätten in Rheinland-Pfalz beschrieben und vor dem Hintergrund der gesetzlichen Grundlagen bewertet.

Das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) hat im Rahmen eines IBEB-Diskursforums zu einem differenzierten Austausch der verschiedenen Perspektiven auf den Bericht eingeladen. Vertreter*innen der kommunalen und freien Träger, des Landkreistages sowie des Gemeinde- und Städtebundes, der Wissenschaft, des Landesjugendamtes und des Ministeriums für Bildung trafen sich in Koblenz.

Zunächst gab der Präsident des Rechnungshofes, Jörg Berres, Einblicke in die Intentionen und die Entstehung des Kommunalberichtes 2017, insbesondere des Prüfbereiches Kindertagesstätten. Berres betonte: „Eine gute Kinderbetreung und damit die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind wichtige Ziele. Wir müssen aber auch gleichzeitig an eine wirtschaftliche Umsetzung und Finanzierung durch die hochverschuldeten Kommunen denken. Es kann keine gerechte Lösung sein, dass Personal- und Sachkosten von vielen Kommunen über Kassenkredite und damit durch zukünftige Generationen finanziert werden.“ Nach seinem Vortrag unter dem Titel Erkenntnisse und Folgerungen aus dem Kommunalbericht 2017 aus der Perspektive des Rechnungshofes brachte Dr. Christiane Meiner-Teubner (Forschungsverbund DJI/TU Dortmund, Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfe-statistik) weitere Impulse aus ihrer fachlichen Expertise ein. In ihrer Kommentierung des Kommunalberichtes 2017 des Landesrechnungshofes RLP zeigte sie anhand einzelner Beispiele die Herausforderungen auf, die mit einer ökonomischen Sicht auf ein soziales Feld entstehen: „Mehr als die Hälfte der Eltern von Einjährigen, die einen Kita-Platz wünschen, konnten in Rheinland-Pfalz noch keinen gewünschten Platz finden. Außerdem finden viele Eltern nicht die Betreuungszeiten, die sie brauchen. Unter anderem deshalb irritiert die Forderung nach Einsparungen in diesem Bereich“.

Der sich anschließende Diskurs der Beteiligten beinhaltete weitere Aspekte, die sich vor dem Hintergrund des jeweiligen Arbeitsfeldes ergeben. Es wurde die Notwendigkeit formuliert, im System der Kindertagesbetreuung nicht nur die ökonomischen Bedingungen sondern zugleich den Auftrag der Erziehung, Bildung und Betreuung unter Berücksichtigung von fachlichen Qualitätsaspekten einzubeziehen. Deutlich wurde, dass es weiterer gesellschaftlicher Diskussionen bedarf. Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des IBEB: „Nach unseren Erkenntnissen aus der Praxis sehen Kita-Leitungen in Rheinland-Pfalz sich derzeit vor allem zwei Herausforderungen gegenüber: die Personalnot, bedingt durch einen Fachkräftemangel und hohe Ausfallzeiten und dem ständig wachsenden Verwaltungsaufwand.“ Die komplexen Anforderungen, die sich damit für das System stellen, wurden beim Austausch der unterschiedlichen Perspektiven aller Beteiligten deutlich. Das IBEB wird diesen Diskurs auch in anderen Institutsformaten einbringen.

Pressemitteilung vom 14.11.2017

Ansprechpartnerin: Janina Gerdes, M.A. (0261-9528 266; gerdes)

IBEB-Diskursforum zum Thema „Verortung von Fachberatung im kompetenten System“

Am 05. September 2017 fand unser IBEB-Diskursforum zum Thema „Verortung von Fachberatung im kompetenten System“ statt. Rund 20 Akteur*innen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz trafen sich in den Räumlichkeiten des IBEB in Koblenz und nutzten die Möglichkeit des fachlichen Diskurses. Die Runde der Teilnehmer*innen setzte sich aus verschiedenen Akteur*innen aus dem Feld der Kindertagesbetreuung zusammen. Hierbei wurde inhaltlich das Thema Fachberatung von verschiedenen Standpunkten aus der Praxis dargestellt und diskutiert. Konkret wurde auch die Novellierung des Kita-Gesetzes thematisiert und darüber hinaus diskutiert, welche Aspekte im Hinblick auf die Tätigkeit der Fachberatung von Kindertageseinrichtungen berücksichtigt werden sollten. Das Format wurde von den Teilnehmer*innen als bereichernd erlebt. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Dokumentation festgehalten und auf der Homepage veröffentlicht.

IBEB-Diskursforum zum Thema "Trägerstrukturen von Kindertageseinrichtungen"

Am 22. Juni 2017 fand das zweite IBEB-Diskursforum zum Thema Trägerstrukturen von Kindertageseinrichtungen statt, diesmal in Linkenbach (Westerwald). Das IBEB bot in diesem Rahmen den aus dem nordöstlichen Rheinland-Pfalz stammenden Teilnehmer*innen die Möglichkeit des fachlichen Diskurses. Die Runde der Teilnehmer*innen spiegelte einen Querschnitt der Akteur*innen aus dem Feld der Kindertagesbetreuung wider. Hierbei wurde inhaltlich das Thema Trägerstrukturen von verschiedenen Standpunkten aus der Praxis dargestellt und diskutiert. Das Format wurde positiv aufgenommen. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Dokumentation festgehalten und veröffentlicht.

IBEB-Diskursforum zum Thema "Trägerstrukturen von Kindertageseinrichtungen"

Am 15. Dezember 2016 fand das erste IBEB-Diskursforum zum Thema Trägerstrukturen von Kindertageseinrichtungen in Landau in der Pfalz statt. Das IBEB konnte in diesem Rahmen den mehrheitlich aus dem südlichen Rheinland-Pfalz zusammen gekommenen Akteur*innen aus dem Feld der Kindertagesbetreuung die Möglichkeit des fachlichen Diskurses bieten. Die Teilnehmer*innen setzten sich aus den verschiedenen Strukturen der Kindertagesbetreuung zusammen. Hierbei wurde inhaltlich das Thema Trägerstrukturen von verschiedenen Standpunkten aus der Praxis dargestellt und diskutiert. Das Format wurde bei den Teilnehmer*innen gut angenommen. Die Ergebnisse sind im Rahmen einer Dokumentation festgehalten worden.