Institute des Fachbereichs Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB)

Marina Swat zur Doktorin der Philosophie promoviert

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz (IBEB) im Fachbereich Sozialwissenschaften der Hochschule Koblenz, Marina Swat, wurde an der Universität Trier mit dem Thema „Mit viel Spaß in Extrawürste beißen – Eine lebensweltliche Ethnografie über jugendliche Leistungssportler*innen“ mit der Note „magna cum laude“ zur Doktorin der Philosophie promoviert.

Die Dissertation von Frau Swat ist eine ethnographisch angelegte Studie über jugendliche Leistungssportler*innen, in der sie die sozialpädagogische Theorie der Lebensbewältigung nutzt, um die Handlungsfähigkeit dieser jungen Menschen differenziert zu analysieren. Ausgangspunkt der Dissertation ist die Beobachtung, dass die sportlichen Karrieren der Jugendlichen entweder als besonders ‚wertvolle‘ Ressource im Lebenslauf betrachtet wird, die auch positive Effekte im Hinblick auf das Leben nach dem Leistungssport hat oder als Risiko für deren Lebenslauf, weil damit eine umfassende Orientierung am Leistungssport einhergeht und andere Teilbereiche des Lebenslaufs (z.B. Bildung) nachrangig werden. Beide normativ aufgeladenen Positionen vernachlässigen in diesem Kontext jedoch die Jugendlichen als Akteur*innen. Dies hängt damit zusammen, dass der Leistungssport als besonders wirkungsmächtig und dominante ‚Lebens-Welt‘ betrachtet wird, in der die Lebenswelt der Jugendlichen gleichsam vollständig aufgesogen wird. Gegen diese theoretisch wie empirische verkürzenden Zugänge bietet die Studie eine empirisch differenzierte, die Handlungsfähigkeit der jugendlichen Athleten rekonstruierende Analyse, die in ihrem Ergebnis Spannungsmomente und Herausforderungen ebenso deutlich werden lässt wie die Gestaltungsspielräume, die sich in dieser Lebens-Welt ergeben.

Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des IBEB, und Ulrike Pohlmann, Geschäftsführerin des IBEB, beglückwünschten im Rahmen einer Feierstunde Marina Swat und brachten ihre Freude zum Ausdruck, dass mit der Promotion auch das IBEB eine weitere renommierte Forscherin im Team hat. Frau Swat ist im 2016 gegründeten IBEB als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Weiterentwicklung des Ansatzes „Qualitätsentwicklung im Diskurs - In Vielfalt stark werden“ beteiligt.

Verleihung weiterer QiD-Zertifikate im Rhein-Lahn Kreis

Am 25. Juni 2019 wurde - nach den im Jahr 2018 vier zertifizierten Kindertageseinrichtungen - vier weiteren Kindertageseinrichtungen des Rhein-Lahn-Kreises das Zertifikat Qualitätsentwicklung im Diskurs (QiD) verliehen. Vor der Zertifikatsübergabe berichtete Dr. Andy Schieler (wissenschaftlicher Mitarbeiter, IBEB) über aktuelle Entwicklungen des QiD-Ansatzes. Anschließend stellten alle Tandems (Kita-Leitung und pädagogische Mitarbeiterin) der Regionalgruppe sehr anschaulich und für alle nachvollziehbar ihren QiD-Prozess einschließlich eines Videos vor. Mit dabei waren neben den stolzen Trägervertretern der Kitas auch Beate Mies, Leiterin des Jugendamtes der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn Kreises, sowie Ruth Carl, Leiterin Soziale Dienste der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn Kreises. Beide zeigten sich beeindruckt darüber, welche Entwicklungen ganz konkret in den Kita-Teams stattfinden und wie kreativ auch Eltern und Kinder in den Prozessen beteiligt werden. Besonders beeindruckend ist der Zusammenhalt zwischen den Tandems der Regionalgruppe, die auch weiterhin in regelmäßigen Treffen im fachlichen Austausch bleiben wollen. Derzeit befinden sich weitere fünf Kindertageseinrichtungen des Rhein-Lahn-Kreises inmitten der Prozessbegleitung von Qualitätsentwicklung im Diskurs.

Qualitätsentwicklung im Diskurs – Erste Folgezertifizierung in Bad Kreuznacher Kitas

  • Quelle: IBEB

Bad Kreuznach/Koblenz. Die städtischen Kindertageseinrichtungen Steinkaut und St. Franziskus aus Bad Kreuznach wurden als erste rheinland-pfälzische Kindertageseinrichtungen durch das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) nach vier Jahren erfolgreich im Ansatz „Qualitätsentwicklung im Diskurs“ für weitere vier Jahre zertifiziert.

Die beiden Kindertageseinrichtungen haben damit die Kriterien erfüllt, sich kontinuierlich mit Themen der Qualitätsentwicklung zu beschäftigen und dabei ihre Haltung zu reflektieren und andere in einen Diskurs über die je eigene Qualität einzubeziehen. Die Leiterin des Jugendamtes der Stadt Bad Kreuznach, Sabine Raab-Zell, betonte in ihrem Grußwort, dass sich der Ansatz „Qualitätsentwicklung im Diskurs“ an den Erfordernissen der einzelnen Einrichtungen orientiere. Davon konnten sich auch Prof. Dr. Armin Schneider und Dr. Andy Schieler vom IBEB in Bad Kreuznach überzeugen. Die Kita Steinkaut hat unter der Leitung von Beate Keller in ihrer Einrichtung die Tür- und Angelgespräche gerade im Bereich der ganz jungen Kinder in den Blick genommen. Dadurch, so betonte Keller, haben die pädagogischen Fachkräfte mehr Selbstbewusstsein bekommen, diese wichtigen Gespräche mit den Bedarfen der Eltern abzugleichen und diese auch für die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft aktiv zu nutzen.

Angelika Streiter und Swetlana Dill von der Kita St. Franziskus haben in ihrer Einrichtung zu 85 Prozent Kinder mit Migrationshintergrund aus 19 verschiedenen Nationen. Eindrucksvoll berichteten beide, wie sie Eltern durch Dialogrunden und gemeinsames Kochen zum aktiven Mitwirken und Begegnen einladen: „Die Eltern, die dabei sind, haben eine ganz andere Beziehung zu uns“, betonte Dill. Als nächsten Baustein der Entwicklung wolle man den Eltern ermöglichen, ihre Kinder direkt in der Kita zu erleben.

Eine Folgezertifizierung von „Qualitätsentwicklung im Diskurs“ kann stattfinden, wenn eine Kita innerhalb von vier Jahren einen dokumentierten Qualitätsentwicklungsprozess durchlaufen hat, an mehreren Werkstatt-Tagungen des IBEB sowie an regionalen Veranstaltungen des örtlichen Jugendamtes teilgenommen hat. Derzeit sind rund 13 Prozent aller rheinland-pfälzischen Kitas bereits zertifiziert bzw. durchlaufen den Qualitätsentwicklungsansatz. Nähere Informationen gibt es bei Dr. Andy Schieler (schieler) sowie unter www.ibeb-rlp.de.

QiD-Werkstatt in Bitburg: Den fachlichen Diskurs im Kita-Alltag beleben

  • Quelle: IBEB

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Im Rahmen der Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs wurde in der Stadtverwaltung Bitburg die fünfte QiD-Werkstatt veranstaltet, an der über 50 pädagogische Fachkräfte teilnahmen. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Armin Schneider (Direktor des IBEB) erhielten die Teilnehmer*innen durch Dr. Andy Schieler (wissenschaftlicher Mitarbeiter des IBEB) Informationen zum Status Quo und den aktuellen Entwicklungen von QiD. Anschließend gab Prof. Dr. Armin Schneider Einblicke in das Risikomanagement, das dabei helfen kann, den fachlichen Diskurs im Kita-Alltag am Leben zu halten. Die eigens erarbeiteten Ressourcen und Strategien zur Sicherung des Diskurses im Alltag hielten die teilnehmenden Fachkräfte in einem QiD-Survival Heft fest. Hierzu diente der gegenseitige Austausch, der von den beiden QiD-Prozessbegleiterinnen Sylvia Herzog und Leonie Dortschy moderiert wurde. Als Tagesabschluss präsentierten Sylvia Herzog und Alexandra Ulrich-Uebel (Leiterin der Kita Kirn-Sulzbach) Eindrücke und Erfahrungen zur Bedarfsorientierung in der Kita, die abschließend mit den Teilnehmer*innen reflektiert wurden. Die kommende QiD-Werkstatt findet am 17. Oktober 2019 in Bad Dürkheim statt.

IBEB unterwegs in der städtischen Kita Steinkaut in Bad Kreuznach

  • Quelle: IBEB

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Vertreter des IBEB besuchten mit dem Maskottchen Ebbi die städtische Kita Steinkaut in Bad Kreuznach, eine Einrichtung mit 130 Kindern und 24 pädagogischen Mitarbeiter*innen (darunter vier männliche Fachkräfte). Die Kita Steinkaut ist die erste Kita, die den Prozess der Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs nach ihrer Erstzertifizierung im Jahr 2015 erfolgreich durchlaufen hat. Der Besuch begann mit einem Rundgang durch die Einrichtung, bei dem drei Kinder der Kita Steinkaut – Esther, Anina und Vanessa – ihre Einrichtung und Spielräume vorgestellt haben.

IBEB unterwegs Kita Steinkraut - Gesamter Artikel

IBEB unterwegs in der katholischen Kita St. Raphael in Weißenthurm

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Das IBEB besuchte im Rahmen des Formates „IBEB unterwegs“ mit dem Maskottchen Ebbi die katholische Kita St. Raphael in Weißenthurm. In der Einrichtung unter der Trägerschaft der Kita gGmbH Koblenz werden insgesamt 115 Kinder (44 Ganztagsplätze) in fünf Gruppen von 19 pädagogischen Fachkräften (darunter sechs interkulturelle Fachkräfte) in ihrer Entwicklung begleitet. Die Kinder und Familien stammen aus insgesamt 17 verschiedenen Ländern und prägen damit das vielfältige Bild der Einrichtung, in der 92% der Kinder und Familien einen Migrationshintergrund aufweisen.

IBEB unterwegs Kits St. Raphael - Gesamter Artikel

Austausch über Forschungsprojekte zum Thema Vielfalt und Inklusion

  • Quelle: IBEB

Am 17./18. Juni 2019 organisierte das IBEB einen Austausch über Forschungsprojekte zum Thema Vielfalt und Inklusion, der im Jahr zuvor bereits erstmals in Osnabrück stattfand. Teilgenommen haben Vertreter*innen des Niedersächsischen Institutes für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) aus Osnabrück, des Forschungsverbundes der Universität Hildesheim, des Kompetenzzentrums Frühe Bildung der Hochschule Madgeburg-Stendal sowie des IBEB mit dem Projekt QiD – In Vielfalt stark werden. Der Austausch offenbarte die Vielfalt sowie die Schnittmengen der verschiedenen Forschungsprojekte und findet seine Fortsetzung im kommenden Jahr.

Regionale QiD-Veranstaltung im Landkreis Neuwied

  • Quelle: IBEB

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Im Rahmen der Folgezertifizierung im Ansatz Qualitätsentwicklung im Diskurs (QiD) nahmen insgesamt 14 pädagogische Fachkräfte aus sieben QiD-zertifizierten Kindertageseinrichtungen an der ersten regionalen QiD-Veranstaltung in Linkenbach des Landkreises Neuwied teil. Moderiert von Dr. Andy Schieler (QiD-Koordinator des IBEB, Hochschule Koblenz) und im Beisein von Kerstin Neckel (Kreisjugendamt Neuwied) führte Sylvia Herzog (IBEB, Hochschule Koblenz) in das Thema „Gestaltung von Übergängen“ ein. Anschließend diskutierten die Teilnehmer*innen unter der Moderation der QiD-Prozessbegleiter*innen Leonie Dortschy und Sylvia Herzog in zwei Gruppen über die eigenen Herausforderungen bei der Übergangsgestaltung und arbeiteten abschließend Gelingensfaktoren heraus, die bei allen Übergängen im Kita-Alltag eine Rolle spielen.

Jährliches Treffen der Prozessbegleiter*innen von Qualitätsentwicklung im Diskurs

  • Quelle: IBEB

Am 5. Juni 2019 kamen insgesamt zehn QiD-Prozessbegleiter*innen zum jährlichen Arbeitstreffen zusammen. Neben dem Austausch über aktuelle Entwicklungen im Ansatz wurde auch intensiv diskutiert - über den inhaltlichen Spannungsbogen innerhalb der Prozessbegleitung, die von den Kitas entwickelten QiD-Beschreibungen sowie über die gemeinsame Ausrichtung bei der Zielformulierung im Ansatz.